DJ ÜBERBLICK am Morgen/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires
NIM: Konsumklima weiterhin schwach - aber stabil
Der Abwärtstrend bei der Kauflaune der deutschen Verbraucher ist vorerst gestoppt. Der vom Nürnberg Institut für Marktentscheidungen (NIM) ermittelte Indikator zum Konsumklima prognostiziert für Juli einen Anstieg im Vergleich zum Vormonat um 0,5 Zähler auf minus 29,2 Punkte. Von Dow Jones Newswires befragte Ökonomen hatten einen Anstieg auf minus 27,8 Punkte erwartet. "Die Verbraucherstimmung stabilisiert sich derzeit auf niedrigem Niveau", erklärte Rolf Bürkl, Head of Consumer Climate beim NIM. "Die Einkommensaussichten erholen sich nur wenig. Die Anschaffungsneigung verharrt im pessimistischen Bereich und auch die Sparneigung geht nicht zurück.
Ifo-Exporterwartungen im Juni leicht gestiegen
Die Ifo-Exporterwartungen sind im Juni auf minus 3,7 Punkte von minus 5,7 im Mai gestiegen. "Die Exporteure sind noch skeptisch, ob die geopolitische Unsicherheit nachhaltig abnimmt", sagte Klaus Wohlrabe, Leiter der Ifo-Umfragen. "Zudem ist die internationale Konkurrenz weiterhin stark."
Preise für Wohnimmobilien im ersten Quartal gestiegen
Die Preise für Wohnimmobilien in Deutschland sind nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im ersten Quartal 2026 um durchschnittlich 1,4 Prozent gegenüber dem ersten Quartal 2025 gestiegen. Damit setzten die Wohnimmobilienpreise ihren Aufwärtstrend gegenüber dem jeweiligen Vorjahresquartal fort. Gegenüber dem vierten Quartal 2025 erhöhten sich die Preise für Wohnimmobilien im ersten Quartal 2026 um 0,3 Prozent.
Auftragseingang im Bauhauptgewerbe stagniert im April
Der Auftragseingang im deutschen Bauhauptgewerbe ist im April saison- und kalenderbereinigt unverändert gegenüber dem Vormonat geblieben (0,0 Prozent). Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte, nahm der Auftragseingang im Vormonatsvergleich im Hochbau um 6,7 Prozent ab und im Tiefbau um 6,5 Prozent zu.
Schnabel: EZB muss Leitzins aus heutiger Sicht weiter erhöhen
Die Europäische Zentralbank (EZB) muss ihre Geldpolitik nach Aussage von EZB-Direktorin Isabel Schnabel trotz des deutlichen Rückgangs des Ölpreises weiter straffen. "Aus heutiger Sicht werden wir die Zinsen weiter anheben müssen, um die Inflation mittelfristig wieder auf unser Ziel von 2 Prozent zu bringen", sagte sie der Zeit. "Das Ausmaß und der Zeitpunkt weiterer Maßnahmen werden davon abhängen, wie sich der Konflikt, die Wirtschaft und die Inflation entwickeln."
Hawkisher Notenbanker der BoJ sieht Spielraum für Leitzins nahe 2 Prozent
Die Bank of Japan (BoJ) sollte die Zinsen stetig anheben und eine Beschleunigung des Straffungstempos in Erwägung ziehen, falls sich die Inflationsrisiken verschärfen. Dies sagte ein als hawkish geltendes Mitglied des geldpolitischen Boards. In einer Rede vor Wirtschaftsführern in der westjapanischen Präfektur Hyogo sagte Naoki Tamura, die zugrunde liegende Inflation habe bereits das 2-Prozent-Ziel der Bank erreicht.
Chinas Zentralbank führt am Montag und Dienstag Overnight-Reverse-Repo-Geschäfte durch
Die People's Bank of China (PBOC) hat angekündigt, am Montag und Dienstag Overnight-Reverse-Repo-Geschäfte durchzuführen. Dies ist Teil der Bemühungen, die kurzfristige Liquidität im Bankensystem besser zu steuern. Der Schritt folgt auf Äußerungen von PBOC-Gouverneur Pan Gongsheng aus der vergangenen Woche. Er hatte erklärt, die Zentralbank werde ihr Instrumentarium für kurzfristige Liquidität erweitern, indem sie Overnight-Reverse-Repo-Geschäfte einführe und den Zinskorridor für ihre temporären Repo- und Reverse-Repo-Fazilitäten verenge.
Australiens Arbeitsmarkt zeigt sich trotz Zinserhöhungen robust
Die Arbeitslosenquote in Australien ist im Mai gesunken. Die Wirtschaft schuf mehr Arbeitsplätze als erwartet, und das trotz der jüngsten Zinserhöhungen der Zentralbank zur Eindämmung der Inflation. Die Arbeitslosenquote sank im Mai auf 4,4 Prozent von 4,5 Prozent im April. Die Gesamtzahl der Beschäftigten stieg um 40.300, wie das australische Statistikamt am Donnerstag mitteilte. Volkswirte hatten zwar mit einem Rückgang der Arbeitslosenquote gerechnet, aber nur etwa 32.000 zusätzliche Stellen erwartet.
Starker australischer Arbeitsmarkt lässt Tür für Zinserhöhungen offen
Die Arbeitslosenquote in Australien ist im Mai gesunken und die Wirtschaft hat mehr Arbeitsplätze als erwartet geschaffen. Dies hält der Zentralbank die Tür offen, die Zinsen im Kampf gegen die Inflation weiter zu erhöhen. Die Arbeitslosigkeit sank im Mai auf 4,4 Prozent von 4,5 Prozent im April, während die Gesamtzahl der Beschäftigten um 40.300 stieg, wie das australische Statistikamt (Australian Bureau of Statistics) am Donnerstag mitteilte. Ökonomen hatten zwar mit einem Rückgang der Arbeitslosenquote gerechnet, aber nur etwa 32.000 zusätzliche Arbeitsplätze erwartet.
Fed könnte Zinsen zweimal anheben
Die Danske Bank rechnet mit zwei Zinserhöhungen der Federal Reserve - im Dezember 2026 und im März 2027 -, wodurch der Leitzins auf 4,00 bis 4,25 Prozent steigen würde, schreiben die Senior-Analystin Kirstine Kundby-Nielsen und der Chefanalyst Jens Peter Sorensen in einem Kommentar. "Wir betonen jedoch, dass das Risiko besteht, dass die Zinserhöhungen früher kommen und dass mehr als zwei stattfinden könnten", sagen sie. Das erste Treffen von Kevin Warsh als Fed-Vorsitzender sei ein klares Signal dafür, dass die Fed zunehmend davon abrücke, eine Forward Guidance für künftige geldpolitische Entscheidungen zu verwenden.
Heißes Wetter macht auch der Wirtschaft zu schaffen
In Folge der heißen Temeperaturen in Europa fallen die Pegelstände der Flüsse. Der Blick auf den Rhein zeigt, dass die Pegelstände ab Speyer flussabwärts bereits deutlich unter dem Mittel liegen, Tendenz fallend. Dies dürfte die Schifffahrt in den kommenden Tagen zunehmend einschränken. Zudem ist der Pegelstand der Flüsse in Europa wichtig für die Kühlung der Kraftwerke, vor allem in Frankreich. Auch dort steigen die Temperaturen teils über 40 Grad, niedrige Pegelstände und bereits aufgeheiztes Wasser in der Rhone sorgen dafür, dass die dortigen Atomkraftwerke ihre Leistung herunterfahren müssen.
+++ Konjunkturdaten +++
Frankreich/Verbrauchervertrauen Juni 84 (Mai: 82)
DJG/DJN/apo
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June 25, 2026 03:00 ET (07:00 GMT)
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