Berlin (ots) -
Bauern klagen immer. Aktuell haben sie dafür allerdings gute Argumente: die niedrigen Erzeugerpreise für Milch, Früchte und Fleisch. Derzeit erlösen industrielle Schweinezüchter 1,50 Euro pro Kilogramm. Solche ungesund niedrigen Preise, aufgezwungen von den großen Handelskonzernen, treffen auf rasant gestiegene Kosten für Treibstoff, Energie und Dünger.
Doch Bauer ist nicht gleich Bauer. Es gibt große und kleine, Ackerbauern und Viehzüchter, Landeigentümer und Pächter, Akteure der Energiewende und Biobauern mit sozialtherapeutischer Betreuung. Der im Kern rechtskonservative Deutsche Bauernverband versucht den Spagat. Doch Ansätze wie eine Verlängerung des Tankrabatts, welche Joachim Rukwied, der scheidende Präsident der Lobbyorganisation, am Donnerstag auf dem Deutschen Bauerntag in Freiburg wieder einmal forderte, sind keine Lösung. Auch die extensive Exportstrategie, die CSU-Agrarminister Alois Rainer unterstützt, bringt keine Verbesserung, sondern ist Teil des Problems.
Bereits ein Viertel des EU-Haushaltes fließt in die Landwirtschaft, hauptsächlich in Masse - sprich: Großbetriebe - statt Klasse. Dabei wäre allen Bauern ein auskömmliches Einkommen gegönnt. Kurzfristige Entlastungen und kleinteilige Eingriffe aus Brüssel und Berlin helfen indes wenig. Dabei liegen seit Jahren die Vorschläge der Zukunftskommission Landwirtschaft auf dem Tisch, um ökonomische Tragfähigkeit, Tierwohl und Umweltverträglichkeit zu verbessern und in Einklang zu bringen. Doch eine von den Wissenschaftlern empfohlene dauerhafte Finanzierung in überschaubarer Milliardenhöhe verweigert die Politik. Unsere Lebensmittel sollten uns das aber allemal wert sein.
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Originalmeldung: https://www.presseportal.de/pm/59019/6302414
Bauern klagen immer. Aktuell haben sie dafür allerdings gute Argumente: die niedrigen Erzeugerpreise für Milch, Früchte und Fleisch. Derzeit erlösen industrielle Schweinezüchter 1,50 Euro pro Kilogramm. Solche ungesund niedrigen Preise, aufgezwungen von den großen Handelskonzernen, treffen auf rasant gestiegene Kosten für Treibstoff, Energie und Dünger.
Doch Bauer ist nicht gleich Bauer. Es gibt große und kleine, Ackerbauern und Viehzüchter, Landeigentümer und Pächter, Akteure der Energiewende und Biobauern mit sozialtherapeutischer Betreuung. Der im Kern rechtskonservative Deutsche Bauernverband versucht den Spagat. Doch Ansätze wie eine Verlängerung des Tankrabatts, welche Joachim Rukwied, der scheidende Präsident der Lobbyorganisation, am Donnerstag auf dem Deutschen Bauerntag in Freiburg wieder einmal forderte, sind keine Lösung. Auch die extensive Exportstrategie, die CSU-Agrarminister Alois Rainer unterstützt, bringt keine Verbesserung, sondern ist Teil des Problems.
Bereits ein Viertel des EU-Haushaltes fließt in die Landwirtschaft, hauptsächlich in Masse - sprich: Großbetriebe - statt Klasse. Dabei wäre allen Bauern ein auskömmliches Einkommen gegönnt. Kurzfristige Entlastungen und kleinteilige Eingriffe aus Brüssel und Berlin helfen indes wenig. Dabei liegen seit Jahren die Vorschläge der Zukunftskommission Landwirtschaft auf dem Tisch, um ökonomische Tragfähigkeit, Tierwohl und Umweltverträglichkeit zu verbessern und in Einklang zu bringen. Doch eine von den Wissenschaftlern empfohlene dauerhafte Finanzierung in überschaubarer Milliardenhöhe verweigert die Politik. Unsere Lebensmittel sollten uns das aber allemal wert sein.
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