DJ ÜBERBLICK am Morgen/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires
Ifo-Beschäftigungsbarometer sinkt im Juni
Das Ifo-Beschäftigungsbarometer ist im Juni auf 92,3 Punkte von 93,9 im Mai gesunken. "Der Arbeitsmarkt bleibt schwach", sagte Klaus Wohlrabe, Leiter der Ifo-Umfragen. "Von einer nachhaltigen Belebung der Beschäftigung ist Deutschland derzeit noch weit entfernt." In der Industrie bleibt der Arbeitsmarkt angespannt. Zwar hat sich das Barometer leicht verbessert, dennoch überwiegen die Pläne zum Stellenabbau. Im Groß- und Einzelhandel nimmt der Personalabbau wieder stärker zu.
Fed-Präsident Williams - Geldpolitik gut positioniert für 2-Prozent-Inflationsziel
Der Präsident der New Yorker Fed, John Williams, hat gesagt, der derzeitige geldpolitische Kurs sei gut positioniert, um die Inflation wieder auf das 2-Prozent-Ziel der Federal Reserve zu bringen. Gleichzeitig räumte er ein, dass die Risiken für das doppelte Mandat der Fed fortbestünden. "Angesichts des erhöhten Inflationsniveaus ist es unerlässlich, dass wir sie nachhaltig auf unser langfristiges Ziel von 2 Prozent zurückführen. Der derzeitige geldpolitische Kurs ist gut positioniert, um das zu erreichen," hieß es in einem veröffentlichten Redetext.
Mexikanische Notenbank lässt Leitzins unverändert
Die mexikanische Notenbank hat ihren Leitzins unverändert gelassen und damit eine erwartete längere Pause nach einem zweijährigen Zyklus der geldpolitischen Lockerung eingelegt. Das fünfköpfige Board der Zentralbank stimmte einstimmig dafür, den Zielsatz für Tagesgeld bei 6,5 Prozent zu belassen. Es bekräftigte zudem, dass es den Leitzins auf absehbare Zeit beibehalten werde.
Inflation in Tokio bleibt im Juni unter 2-Prozent-Ziel der BOJ
Die Verbraucherinflation im Großraum Tokio ist in diesem Monat unter dem Ziel der Bank of Japan (BOJ) von 2 Prozent geblieben, da die Auswirkungen der höheren Ölpreise noch nicht vollständig zum Tragen gekommen sind. Die Verbraucherpreise in Tokio, ohne frische Lebensmittel, sind im Juni gegenüber dem Vorjahr um 1,6 Prozent gestiegen, wie aus am Freitag veröffentlichten Regierungsdaten hervorgeht. Dies steht einem Anstieg von 1,3 Prozent im Mai gegenüber und entsprach dem Konsens der vom Datenanbieter Quick befragten Ökonomen.
Inflationsdaten aus Tokio dürften Weg für BOJ-Zinserhöhungen ebnen
Die Ergebnisse der Verbraucherpreise in Tokio für Juni entsprechen nach Meinung der Volkswirte von Barclays den Prognosen der Bank of Japan (BOJ). Dies ebne den Weg für eine Zinserhöhung im Oktober und eine weitere im April 2027. "Die Inflation dürfte sich ab diesem Sommer spürbar beschleunigen", so die Volkswirte. Die BOJ werde wahrscheinlich eine Beschleunigung der Kerninflation, die Sonderfaktoren ausschließt, und einen Anstieg der Inflationserwartungen bestätigen, bevor sie zum nächsten Zinsschritt übergehe, fügen sie hinzu.
Verbraucherpreise in Tokio dürften Zinserhöhungen der BOJ nicht beschleunigen
Die Verbraucherinflation im Großraum Tokio hat im Juni zum ersten Mal seit acht Monaten angezogen, aber das Ergebnis beschleunige nicht zwangsläufig die Zinserhöhungen der Bank of Japan (BOJ), meint der Ökonom Takuya Hoshino vom Daiichi Life Research Institute. "Die Daten deuten zwar auf eine zugrundeliegende Widerstandsfähigkeit der Preise hin, sind aber derzeit nicht stark genug, um eine unmittelbare Besorgnis über eine beschleunigte Weitergabe der Kosten an die Verbraucher zu rechtfertigen, wie von der BOJ angemerkt", sagt er.
Südkorea dürfte im Juni stärkeres Exportwachstum verzeichnen - WSJ-Umfrage
Südkorea dürfte im Juni ein stärkeres Exportwachstum verzeichnen, was vor allem auf die rege Nachfrage nach Halbleitern zurückzuführen ist. Der monatliche Handelsüberschuss wird dabei voraussichtlich zum ersten Mal die Marke von 30 Milliarden US-Dollar übersteigen. Die Median-Prognose aus einer Umfrage des Wall Street Journal unter neun Ökonomen geht von einem Anstieg der Exporte um 57,3 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum aus, nach einem revidierten Anstieg von 53,4 Prozent im Mai. Die Importe sind der Umfrage zufolge voraussichtlich um 23,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum gestiegen, was zu einem Handelsüberschuss von 32,00 Milliarden US-Dollar im Juni führt.
Iran attackiert laut US-Vertretern Frachtschiff in Straße von Hormus
Die Islamischen Revolutionsgarden des Iran haben nach Angaben zweier hochrangiger US-Vertreter am Donnerstag in der Straße von Hormus ein unter der Flagge Singapurs fahrendes Frachtschiff angegriffen und damit das in der vergangenen Woche von den USA und dem Iran unterzeichnete Abkommen zur Beendigung der Kämpfe und zur Wiedereröffnung der lebenswichtigen Schifffahrtsroute auf die Probe gestellt. Der Angriff, der laut U.K. Maritime Trade Operations Schäden an der Schiffsbrücke verursachte, aber keine Opfer forderte, ereignete sich in der Nähe der Küste Omans, Stunden nachdem die Marine der iranischen Paramilitärs Schiffe davor gewarnt hatte, Routen durch die Wasserstraße zu nutzen, die das Regime nicht genehmigt hatte.
+++ Konjunkturdaten +++
Schweden Mai Erzeugerpreise +1,3% gg Vormonat
Schweden Mai Erzeugerpreise +6,6% gg Vorjahr
DJG/DJN/apo
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June 26, 2026 03:00 ET (07:00 GMT)
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