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XETRA-SCHLUSS/Schwächer - Bafin-Untersuchung belastet Zalando

DJ XETRA-SCHLUSS/Schwächer - Bafin-Untersuchung belastet Zalando

DOW JONES--Inflationssorgen haben den deutschen Aktienmarkt am Freitag belastet. Auslöser waren die am Donnerstag von Apple in den USA angekündigten Preiserhöhungen, die das Unternehmen mit den stark gestiegenen Kosten für Speicherchips begründete. Der massive KI-Ausbau könnte den - zuletzt wieder stark gesunkenen - Ölpreis als Inflationstreiber ablösen, fürchteten Marktteilnehmer. Der DAX fiel um 1,3 Prozent auf 24.671 Punkte.

Die Furcht vor einem Platzen der KI-Blase drückte im DAX Infineon um 4,5 Prozent. Siemens Energy büßten 5,8 Prozent ein. Der Konzern liefert die technologische Basis u.a. zur Stromversorgung von KI-Rechenzentren. Aixtron und Suss Microtec verbilligten sich um 1,5 und 5,5 Prozent.

Größter Verlierer im DAX waren jedoch Zalando, die um 6,3 Prozent nachgaben. Grund war die Nachricht, dass die deutsche Finanzaufsicht Bafin den Konzernabschluss des Online-Bekleidungshändlers für das vergangene Jahr einer genauen Prüfung unterzieht. Es gebe konkrete Anhaltspunkte dafür, dass man darin gegen Rechnungslegungsvorschriften verstoßen habe, hieß es von der Bafin zur Begründung. Sollte die Prüfung den Verdacht bestätigen, rechnet die LBBW dennoch nicht mit signifikanten Auswirkungen. Nach Ansicht der Analysten wäre lediglich eine Strafzahlung in einer für Zalando ohne Weiteres verkraftbaren Größenordnung möglich.

VW verloren 3,9 Prozent. Einem Bericht des Manager Magazins zufolge, das sich wiederum auf informierte Personen berief, will der Konzern in den kommenden Jahren bis zu 100.000 der aktuell etwa 657.000 Arbeitsplätze abbauen.

Evonik legten dagegen um 0,4 Prozent zu. Das Unternehmen hatte seine Gewinnerwartungen für 2026 nach einer unerwartet starken Geschäftsentwicklung für das von Lieferengpässen im Zusammenhang mit dem Iran-Krieg geprägten zweiten Quartal angehoben. Der Spezialchemiekonzern profitierte zuletzt davon, dass asiatische Wettbewerber teilweise nicht liefern konnten, weil nach der Sperrung der Straße von Hormus ihre Rohstoffversorgung beeinträchtigt war.

Index     zuletzt* +/- % +/- % YTD 
DAX       24.671  -1,3    0,8 
DAX-Future    24.870  -1,2    1,9 
XDAX       24.703  -1,2    0,5 
MDAX       31.589  -1,2    3,2 
TecDAX      3.860  -0,8    6,5 
SDAX       17.768  -0,5    3,3 
zuletzt    +/- Ticks 
Bund-Future   127,48 +11,0 
*gerundet 

Kontakt: maerkte.de@dowjones.com

DJG/cln/mgo

(END) Dow Jones Newswires

June 26, 2026 11:47 ET (15:47 GMT)

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KI braucht Strom
Halbleiter, Speicherchips und Rechenzentren haben Anlegern im KI-Boom bereits enorme Gewinne beschert. Doch jetzt zeichnet sich mit der benötigten Energie der nächste große Flaschenhals ab. Neue KI-Rechenzentren benötigen nicht mehr einige Megawatt, sondern zum Teil mehrere Gigawatt Leistung – so viel wie mehrere moderne Kernkraftwerksblöcke.

Damit beginnt ein weltweites Wettrennen um verfügbare Stromkapazitäten. Hyperscaler sichern sich bereits über langfristige Verträge gewaltige Energiemengen, während Stromnetze und Erzeugungskapazitäten mit dem Ausbau kaum Schritt halten können. Zusätzlich verschärfen geopolitische Risiken rund um den Iran-Krieg und die Straße von Hormus die Situation.

Für Energieversorger und ihre Zulieferer könnte damit ein goldenes Zeitalter beginnen. Steigende Nachfrage, langfristige Abnahmeverträge und wachsende Strompreise schaffen ein Umfeld, in dem ausgewählte Unternehmen zum nächsten großen KI-Trade werden könnten.

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