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Mit ihrem Einstieg beim Raumfahrtunternehmen SpaceX (ISIN: US84615Q1031) sorgt Australiens reichste Unternehmerin Gina Rinehart derzeit international für Schlagzeilen. Berichten zufolge investierte ihre Beteiligungsgesellschaft Hancock Prospecting mehr als eine Milliarde US-Dollar in den Börsengang des Unternehmens von Elon Musk. Doch wer die jüngsten Investitionen genauer betrachtet, erkennt eine umfassendere Strategie: Neben Technologieunternehmen baut Hancock Prospecting seine Positionen bei Produzenten kritischer Rohstoffe aus - insbesondere bei Seltene-Erden- und Niobprojekten außerhalb Chinas.
Bemerkenswert ist dabei eine Aussage des Unternehmens selbst. Hancock erklärte im Zusammenhang mit dem SpaceX-Investment, künftig Möglichkeiten für eine Zusammenarbeit mit seinen Beteiligungen im Bereich kritischer Rohstoffe zu sehen. Mit wachsender Nachfrage nach Materialien für Raumfahrt, Satelliten, Verteidigung und andere Hochtechnologien könnten die eigenen Rohstoffinvestitionen langfristig Teil dieser Lieferketten werden. Diese Verbindung macht deutlich, dass Hancock seine Technologie- und Rohstoffinvestments offenbar nicht isoliert betrachtet, sondern als Bestandteile eines gemeinsamen industriellen Ökosystems.
Kritische Rohstoffe gewinnen strategisch an Bedeutung
Der Hintergrund dieser Entwicklung liegt in einem tiefgreifenden Wandel der globalen Rohstoffmärkte. Während in der Vergangenheit vor allem Kosten und Effizienz die internationalen Lieferketten bestimmten, rücken heute Versorgungssicherheit und geopolitische Unabhängigkeit zunehmend in den Vordergrund.
Seltene Erden und Niob gelten inzwischen als Schlüsselrohstoffe für Elektromobilität, Künstliche Intelligenz, Hochleistungsmagnete, Verteidigungstechnologien sowie Raumfahrtanwendungen. Gleichzeitig dominiert China weiterhin große Teile der Förderung und insbesondere der Weiterverarbeitung dieser Materialien.
Die USA, Europa und Australien investieren deshalb Milliardenbeträge in den Aufbau alternativer Lieferketten. Exportkreditagenturen, staatliche Förderprogramme und langfristige Industriepartnerschaften unterstützen Projekte außerhalb Chinas zunehmend. Für Investoren gewinnt dadurch nicht nur der aktuelle Rohstoffpreis an Bedeutung, sondern auch die Frage, welche Projekte künftig Teil strategischer Lieferketten werden könnten.
Arafura erreicht einen wichtigen Entwicklungsschritt
Ein Beispiel für diese Entwicklung ist Arafura Rare Earths (ISIN: AU000000ARU5). Das Unternehmen genehmigte zuletzt den Bau seines Nolans-Projekts im Northern Territory und schloss eine Eigenkapitalfinanzierung über 350 Millionen Australische Dollar ab. Hancock Prospecting beteiligte sich daran mit rund 85 Millionen Australischen Dollar und erhöhte seine Beteiligung auf etwa 17,5 Prozent.
Zusammen mit Finanzierungszusagen internationaler Exportkreditagenturen zählt Nolans inzwischen zu den bedeutendsten westlichen Seltene-Erden-Projekten in fortgeschrittener Entwicklung. Das verdeutlicht, wie eng private Investitionen und staatliche Unterstützung beim Aufbau neuer Lieferketten inzwischen zusammenwirken.
St George beschleunigt die Entwicklung des Araxá-Projekts
Auch St George Mining (ISIN: AU000000SGQ8) profitiert von diesem Umfeld. Das australische Explorations- und Entwicklungsunternehmen gab Mitte Juni bekannt, über eine institutionelle Platzierung 60 Millionen Australische Dollar aufgenommen zu haben. Größter Investor war erneut Hancock Prospecting, das 20 Millionen Australische Dollar zeichnete und seinen Anteil auf rund 10,5 Prozent erhöhte.
Die neuen Mittel sollen die Entwicklung des Araxá-Projekts im brasilianischen Bundesstaat Minas Gerais beschleunigen. Geplant sind insbesondere Machbarkeitsstudien, Genehmigungsverfahren und weitere technische Arbeiten bis zu einer möglichen Investitionsentscheidung.
Nach Unternehmensangaben verfügt Araxá über eine JORC-konforme Ressource von 70,9 Millionen Tonnen mit durchschnittlich 4,06 Prozent TREO. Hinzu kommt ein bedeutendes Niobvorkommen. Das Projekt befindet sich in einer etablierten Bergbauregion mit vorhandener Infrastruktur und qualifizierten Arbeitskräften. Die Lagerstätte beginnt zudem oberflächennah, was sich langfristig positiv auf die spätere Erschließung auswirken könnte.
St George arbeitet darüber hinaus an metallurgischen Testprogrammen sowie an möglichen Kooperationen entlang der Wertschöpfungskette. Ziel ist es, perspektivisch nicht ausschließlich Rohstoffe zu fördern, sondern gegebenenfalls auch an weiteren Verarbeitungsschritten zu partizipieren. Bis zu einer möglichen Produktion sind allerdings noch zahlreiche technische, wirtschaftliche und regulatorische Meilensteine zu erreichen.
Eine langfristige Wette auf neue Lieferketten
Betrachtet man die jüngsten Investitionen von Hancock Prospecting insgesamt, entsteht ein klares Bild. SpaceX steht für die wachsende Nachfrage nach Hochtechnologien, während Beteiligungen an Unternehmen wie Arafura und St George die Angebotsseite kritischer Rohstoffe abdecken.
Damit setzt Hancock auf einen langfristigen Trend, der weit über kurzfristige Rohstoffzyklen hinausgeht. Der Ausbau westlicher Lieferketten für strategische Metalle entwickelt sich zunehmend zu einem industriepolitischen Thema. Unternehmen, die entsprechende Projekte außerhalb Chinas vorantreiben, rücken dadurch verstärkt in den Fokus institutioneller Investoren.
Für Anleger bedeutet dies jedoch auch, zwischen unterschiedlichen Entwicklungsstadien zu unterscheiden. Während Arafura bereits ein weit fortgeschrittenes Entwicklungsprojekt finanziert, befindet sich St George noch in einer früheren Projektphase. Entsprechend unterscheiden sich sowohl die Chancen als auch die Risiken erheblich.
Fest steht jedoch: Die jüngsten Investitionen von Gina Rinehart zeigen, dass kritische Rohstoffe inzwischen weit mehr sind als ein klassischer Bergbausektor. Sie entwickeln sich zunehmend zu einem strategischen Bestandteil der globalen Technologie- und Industriepolitik - und genau diese Entwicklung dürfte den Sektor auch in den kommenden Jahren prägen.

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Quellen
https://www.reuters.com/business/media-telecom/australias-richest-person-rinehart-takes-1-billion-stake-spacex-ipo-wsj-reports-2026-06-15/?utm_source=chatgpt.com
https://cdn-api.markitdigital.com/apiman-gateway/ASX/asx-research/1.0/file/2924-03100976-6A1329740&v=undefined
https://www.reuters.com/business/energy/arafura-rare-earths-plans-250-million-share-sale-backed-by-australias-richest-2026-05-22/
Warum
eine australische Milliardärin 14 Millionen Euro in St George Mining investierte - und was 2026 folgt? | wallstreetONLINE - 10.01.2026
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St George Mining
Land: Australien
ISIN: AU000000SGQ8
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