DJ PRESSESPIEGEL/Zinsen, Konjunktur, Kapitalmärkte, Branchen
Die wirtschaftsrelevanten Themen aus den Medien, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.
HAUSHALT - Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) hat sich nach Insidern mit seinen Kabinettskollegen final über Einsparungen im Etat geeinigt. Der Bundeshaushalt 2027 steht damit. Die ursprünglich 21 Milliarden Euro große Haushaltslücke sei vollständig geschlossen, sagten mehrere Regierungsvertreter dem Handelsblatt. Alle Gespräche mit den einzelnen Ministern und dem Kanzleramt seien abgeschlossen, der Bundeshaushalt werde am 6. Juli wie geplant vom Bundeskabinett beschlossen. Allerdings muss Klingbeil zum Stopfen des Haushaltslochs eine Rücklage von rund 10 Milliarden Euro antasten. (Handelsblatt)
FINANZMARKT - Nach Ansicht der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich braut sich etwas zusammen an den Finanzmärkten: Rekordhohe Staatsschulden treffen auf einen fragilen Bondmarkt, riskant agierende Hedgefonds und heikle KI-Finanzierungen. Die Ökonomen der Bank der Zentralbanken rufen eindringlich zu einer Regulierung der Schattenbanken auf. Der Anleihemarkt laufe auf eine Situation zu, wie sie vom Ausmaß her zuletzt in der Finanzkrise bestanden hatte, warnt die BIZ in ihren neuen Jahresbericht. (Börsen-Zeitung)
GÜTERTRANSPORT - Die hohen Temperaturen werden nach Einschätzung der Speditionsbranche zunehmend zu einem Risiko für den Güterverkehr. "Die andauernde Extremhitze führt die Verkehrsinfrastrukturen teilweise bereits an Belastungsgrenzen und beeinträchtigt auch die Güterlogistik", sagte Frank Huster, Hauptgeschäftsführer des DSLV Bundesverband Spedition und Logistik, dem Handelsblatt. Auf einigen Autobahnen sei der Straßenbelag bereits so stark beschädigt, dass Strecken gesperrt worden seien. "Auch Schienen, Oberleitungen, Weichen und Stellwerke sind betroffen, sodass der Schienengüterverkehr zusätzlich gestört wird." Sorgen bereitet der Branche auch die Entwicklung auf den Wasserstraßen. (Handelsblatt)
ABWANDERUNG - In den nächsten vier Jahren werden deutsche Unternehmen ihre Geschäfte zunehmend in Wachstumsregionen verlagern, außerhalb von Deutschland und Europa. Ganz oben auf der Strategieagenda stehen rigorose Kostensenkungen am Heimatstandort. 60 Prozent der Firmen planen daher für Deutschland mit fortschreitendem Stellenabbau. Zu dem Ergebnis kommt eine aktuelle Umfrage der Beratungsgesellschaft Horvath unter 1.000 Unternehmen. (Handelsblatt)
INDIEN - Der Subkontinent wird laut dem wichtigsten Berater von Premierminister Narendra Modi in "Schlagdistanz" zu einem neuerlichen jährlichen Wirtschaftswachstum von 8 Prozent kommen, sofern es keine neuen großen globalen Konflikte gibt. Shaktikanta Das, einer von Modis Hauptsekretären, sagte der Financial Times, dass Indiens Wirtschaft von Covid, Russlands Krieg in der Ukraine und dem Iran-Krieg beeinträchtigt worden sei, nun aber neue Reformen zur Steigerung des Wachstums plane. (Financial Times)
AIRLINES - Langstreckenfluggesellschaften stellen sich auf zusätzliche Kosten in Milliardenhöhe ein, da ein drohender Mangel an CO2-Zertifikaten die Preise für die zum Ausgleich ihrer Emissionen erforderlichen Genehmigungen in die Höhe treiben könnte. Laut einer Untersuchung des Datenanbieters MSCI Carbon Markets könnten die Kosten für Zertifikate bis 2035 fast auf das Achtfache steigen und 100 US-Dollar pro Tonne erreichen, weil die Nachfrage der Fluggesellschaften das Angebot übersteigt. (Financial Times)
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June 29, 2026 01:11 ET (05:11 GMT)
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