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MORNING BRIEFING - USA/Asien

DJ MORNING BRIEFING - USA/Asien

Der Markt-Überblick am Morgen, zusammengestellt von Dow Jones Newswires:

TAGESTHEMA I

Die USA und der Iran haben eine Einstellung der jüngsten Gefechte rund um die strategisch wichtige Straße von Hormus vereinbart und wollen die Friedensgespräche wieder aufnehmen. Die tagelange Gewalt hatte den wichtigen Seeweg für den weltweiten Ölhandel stark beeinträchtigt, auf dem sich Schiffe nun wieder frei bewegen können. Ein mögliches Gipfeltreffen zur Beilegung des Konflikts und des iranischen Atomprogramms könnte bereits am Dienstag in Doha stattfinden, wie Regierungsbeamte beteiligter Länder bestätigten.

TAGESTHEMA II

China hat Handelsbeschränkungen gegen Dutzende japanische Unternehmen und Forschungsinstitute verhängt und damit die Spannungen zwischen den beiden asiatischen Nachbarn weiter verschärft. Das chinesische Handelsministerium hat am Montag 20 japanische Einheiten, darunter auch einige Rüstungsunternehmen, auf seine Exportkontrollliste gesetzt. Damit ist es lokalen Exporteuren untersagt, Dual-Use-Produkte an diese Unternehmen zu liefern. Zu den Betroffenen gehören mehrere Tochtergesellschaften der Mitsubishi-Gruppe sowie Forschungseinrichtungen, darunter das Nationale Institut für Verteidigungsstudien. Bereits Anfang des Jahres hatte China den Export von kritischen Mineralien und anderen Gütern mit potenziellem militärischem Nutzen an mehrere große japanische Unternehmen verboten. Damit erhöhte Peking den Druck auf Tokio wegen Äußerungen von Premierministerin Sanae Takaichi zu Taiwan.

AUSBLICK UNTERNEHMEN +

12:01 US/Honeywell Aerospace Inc, Abspaltung der Luftfahrttechniksparte von Honeywell International

AUSBLICK KONJUNKTUR

Keine relevanten Daten angekündigt.

ÜBERSICHT INDIZES

Index             zuletzt +/- % 
E-Mini-Future S&P-500    7.448,00  +0,6 
E-Mini-Future Nasdaq-100  29.574,75  +0,7 
S&P/ASX 200 (Sydney)     8.801,80  +0,4 
Topix-500 (Tokio)      3.953,59  -0,3 
Kospi (Seoul)        8.392,62  -0,2 
Shanghai-Composite      4.032,63  +0,1 
Hang-Seng-Index (Hongkong) 23.078,82  +1,8 
 

FINANZMÄRKTE

OSTASIEN (VERLAUF)

Zum Start in die neue Woche lässt sich an den Börsen in Ostasien und Australien keine einheitliche Tendenz erkennen. Auf der einen Seite belasten die teils negativen Vorgaben der US-Börsen, die am Freitag von Zweifeln an der Tragfähigkeit des KI-Booms gebremst worden waren. Auf der anderen Seite stützt jedoch die Nachricht, dass die USA und der Iran ihre wechselseitigen Angriffe eingestellt haben, die in der vergangenen Woche ungeachtet des vorläufigen Friedensabkommens wieder aufgeflammt waren. In Japan wird die Stimmung gedämpft durch die Nachricht, dass China 20 japanische Unternehmen, darunter solche aus der Rüstungsbranche, und Forschungseinrichtungen auf die Exportkontroll-Liste gesetzt hat. In Hongkong und Festlandchina ziehen besonders Aktien des Pharma- und Biotechnologiesektors kräftig an. Die entsprechenden Subindizes verzeichnen Gewinne von gut 7 Prozent. Ursächlich ist eine Veröffentlichung der für Krankenversicherungen zuständigen chinesischen Aufsichtsbehörde National Healthcare Security Administration (NHSA) zur Aufnahme neuer Medikamente in die nationale Erstattungsliste, wie Händler sagen. Diese Entwicklung signalisiere den Übergang zu substanziellen Preisverhandlungen für innovative Medikamente. Unter anderem gewinnen Shanghai Fosun Pharmaceutical Shanghai 6,1, Biocytogen Pharmaceuticals 17,7 und CStone Pharmaceuticals 12,4 Prozent.

WALL STREET

INDEX          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
DJIA          51.876,11  -0,1   -44,51    51.920,62 
S&P-500         7.354,02  -0,1   -3,47    7.357,49 
NASDAQ Comp      25.297,62  -0,2   -60,99    25.358,60 
NASDAQ 100       29.118,24  -1,1  -322,08    29.440,32 
 
Umsatzdaten 
           Freitag  Donnerstag 
Umsatz NYSE (Aktien) 4,16 Mrd  1,31 Mrd 
Gewinner       1.797   1.539 
Verlierer       988   1.208 
Unverändert       74     96 
 

Knapp behauptet - Überraschend gut ausgefallene Daten zur Verbraucherstimmung ließen die Kurse ihre zunächst deutlicheren Verluste verringern. Gekauft wurden vor allem Aktien der Hersteller von Konsumgütern und der Gesundheitsbranche. Der Technologiesektor neigte jedoch weiter zur Schwäche. Hier belastete ein Bericht, wonach das KI-Startup OpenAI seinen geplanten Börsengang auf 2027 verschieben könnte. Überdies ging erneut die Sorge um, ob sich die hohen KI-Investitionen wirklich rechneten. Genährt worden waren diese Zweifel schon am Donnerstag von Apple. Der Konzern erhöht aufgrund der stark gestiegenen Speicherchipkosten die Verkaufspreise. Nachdem Apple am Vortag um gut 6 Prozent abgestürzt waren, erholte sich der Kurs um 2,2 Prozent. Die Kurse von Speichertiteln wie Micron Technology und Sandisk gaben um 6,7 bzw. 10,4 Prozent nach, Seagate büßten 12,2 Prozent ein. Händler sprachen von Sorgen, KI-Hyperscaler könnten ihre Ausgaben aufgrund der hohen Kosten für Speichermedien zurückschrauben. Ebenfalls im Technologiesegment brachen ON Semiconductor um rund 24 Prozent ein. Der Halbleiterkonzern übernimmt Synaptics (-3,7%). Moderna machten einen Satz von 12,6 Prozent. Der Pharmakonzern will sich neben Covid-Impfungen ein weiteres Standbein schaffen und Therapien zur Behandlung von Autoimmunkrankheiten entwickeln.

US-ANLEIHEN

US-Treasuries      Rendite  +/- Tageshoch    Tagestief 
2 Jahre           4,09 -0,04    4,13      4,07 
5 Jahre           4,13 -0,03    4,17      4,12 
10 Jahre          4,37 -0,02    4,41      4,37 
 

Die deutlich nachgebenden Ölpreise dämpften Zinserhöhungserwartungen. Marktteilnehmer verwiesen überdies auf die am Vortag veröffentlichten, günstig ausgefallenen PCE-Inflationsdaten. Das wiederum ließ die Anleiherenditen etwas zurückkommen.

DEVISEN

DEVISEN         zuletzt +/- %   00:00    Fr, 9:33 % YTD 
EUR/USD          1,1389  +0,1   1,1383     1,1380  -3,0 
EUR/JPY          184,29  +0,1   184,11     183,95  +0,2 
EUR/GBP          0,8623  -0,0   0,8625     0,8621  -1,1 
USD/JPY          161,78  +0,0   161,73     161,64  +3,3 
USD/KRW         1.544,51  +0,6  1.535,02    1.539,78  +7,2 
USD/CNY          6,7974  -0,0   6,7980     6,8023  -2,8 
USD/CNH          6,8006  -0,1   6,8048     6,8056  -2,5 
USD/HKD          7,8423  +0,0   7,8411     7,8412  +0,8 
AUD/USD          0,6891  -0,1   0,6897     0,6893  +3,3 
NZD/USD          0,5646  +0,1   0,5639     0,5646  -1,9 
BTC/USD        59.668,16  +0,2 59.577,82    60.594,85 -32,0 
 

Der Dollar wertete im Sog gesunkener Marktzinsen etwas ab. Der Dollarindex sank um 0,1 Prozent.

++++ ROHSTOFFE +++++

METALLE

Metalle         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          4.042,49  -1,1   -45,74    4.088,23 
Silber           57,81  -2,3   -1,35      59,16 
Platin         1.599,25  -0,9   -15,04    1.614,29 
 

Gefallene Marktzinsen und die Dollar-Schwäche machten Gold attraktiver, die Feinunze verteuerte sich um 1,0 Prozent auf 4.066 Dollar.

ÖL

ROHOEL          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         69,54  +0,5    0,31      69,23 
Brent/ICE         72,27  +0,4    0,28      71,99 
 

Spekulationen auf ein steigendes Angebot drückten die Ölpreise. Brent verbilligte sich um 4,7 Prozent auf 71,73 Dollar je Fass. Der Preis für WTI fiel um 3,8 Prozent auf 69,18 Dollar. Der iranische Angriff auf ein Frachtschiff in der Straße von Hormus vom Donnerstag änderte nach Angaben von Beobachtern nichts an der Erwartung, dass die Ölflüsse aus der Region wieder zunehmen werden.

Nach den wechselseitigen Angriffen am Wochenende zwischen den USA und dem Iran steigen die Ölpreise am Morgen etwas.

MELDUNGEN SEIT VORTAG, 20.00 UHR

RATING USA

Die Ratingagentur Standard & Poor's Global Ratings (S&PGR) stuft die Bonität der USA unverändert mit der Note AA+ ein. Der Ausblick sei nach wie vor stabil, teilte S&P mit.

KONJUNKTUR JAPAN

Einzelhandelsumsatz Mai +5,3% gg Vorjahr

Einzelhandelsumsatz Supermärkte Mai +5,0% gg Vj

BANK FÜR INTERNATIONALEN ZAHLUNGSAUSGLEICH (BIZ) / KI

Der scharfe Wettbewerb um die Vorherrschaft bei der Künstlichen Intelligenz (KI) berge das Risiko, die Investitionsausgaben auf ein übermäßiges Niveau zu treiben, teilte die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) am Sonntag in ihrem Jahresbericht mit. Dies bedrohe die Rentabilität führender Unternehmen und könne eine scharfe Kehrtwende auslösen, die einige Volkswirtschaften in eine Rezession stürzen könnte.

HINWEIS: Dieses Briefing kann Meldungselemente enthalten, die mit Künstlicher Intelligenz automatisch aus der ursprünglich englischen Version ins Deutsche übersetzt wurden. Die englischsprachige Version sollte als die maßgebliche Fassung betrachtet werden.

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/cln/flf

(END) Dow Jones Newswires

June 29, 2026 01:42 ET (05:42 GMT)

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