WIESBADEN (dpa-AFX) - Deutschlands Obstbauern stehen voraussichtlich vor einer der besten Kirschenernten seit Jahren. Nach einer Schätzung des Statistischen Bundesamts dürfte die Erntemenge für Süß- und Sauerkirschen dieses Jahr bei rund 51.100 Tonnen liegen. Damit werde die Kirschenernte wohl um 8,5 Prozent höher ausfallen als im schon ertragreichen Vorjahr (47.100 Tonnen) und 13,5 Prozent über dem zehnjährigen Durchschnitt von 45.200 Tonnen liegen.
Besonders stark dürfte laut der Statistiker die Süßkirschenernte werden. Sie dürfte mit rund 40.300 Tonnen den Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre um gut ein Fünftel (20,5 Prozent) übertreffen. Gemessen am starken Vorjahr wird ein Plus von gut acht Prozent erwartet.
In Baden-Württemberg, dem wichtigsten Bundesland für den Süßkirschenanbau, werden den Angaben zufolge dieses Jahr auf einer Fläche von 2.600 Hektar voraussichtlich 19.200 Tonnen Süßkirschen geerntet (plus 9,2 Prozent zum Vorjahr). Auch in Niedersachsen und in Rheinland-Pfalz dürfte die Süßkirschenernte steigen.
Auch mehr Sauerkirschen
Die Sauerkirschenernte dürfte nach der Schätzung bei 10.800 Tonnen liegen und damit fast zehn Prozent höher ausfallen als im Vorjahr, allerdings deutlich geringer als im Zehnjahresschnitt (minus 6,8 Prozent). Grund sei, dass die Anbaufläche für Sauerkirschen seit 2016 um rund ein Viertel gesunken ist.
Das bedeutendste Bundesland für den Anbau von Sauerkirschen ist Rheinland-Pfalz mit einer erwarteten Erntemenge von 3.100 Tonnen, fast 18 Prozent mehr als im Vorjahr. Es folgen Baden-Württemberg und Thüringen./als/DP/stk
