Berlin/Caracas (ots) -
Nach den schweren Erdbeben in Venezuela weist Save the Children auf die erheblichen Risiken für Kinder hin, die ihr Zuhause verloren haben. Zahlreiche Kinder und Familien übernachten im Freien neben beschädigten, einsturzgefährdeten Häusern oder in improvisierten Zeltlagern, die in Parks und am Straßenrand errichtet wurden. Viele Kinder haben den Kontakt zu ihren Angehörigen verloren und sind ohne Bezugsperson. Mitarbeitende von Save the Children berichten, dass verängstigte Kinder ziellos durch die Straßen laufen oder Krankenhäuser aufsuchen. Die Angst vor weiteren Nachbeben ist allgegenwärtig.
"Wir sehen überall Familien auf der Straße - Familien, die alles verloren haben und nicht in die Trümmer ihrer Häuser zurückkehren können", sagt Fatima Andraca, Länderdirektorin von Save the Children in Venezuela. "Für sie herrscht große Ungewissheit darüber, was die kommenden Stunden und Tage bringen werden. Angst, Stress und überwältigende Traurigkeit sind allgegenwärtig. Familien kommen mit Tränen in den Augen zu mir, um mir ihre Geschichten zu erzählen. Manche suchen immer noch verzweifelt nach Verwandten oder Freund*innen."
Save the Children arbeitet mit lokalen Partnerorganisationen und Behörden zusammen, um die Zusammenführung von Familien zu unterstützen. Dabei geht es unter anderem um die Identifizierung unbegleiteter Kinder und ihre Weitervermittlung an die zuständigen Schutzdienste. Die Kinderrechtsorganisation leistet zudem psychologische und psychosoziale Nothilfe und wird mobile Schutzräume einrichten, in denen Kinder wichtige Dinge wie Zelte und Hygiene-Sets erhalten sowie an Lernaktivitäten teilnehmen können, solange die Schulen geschlossen sind.
"Für Kinder ist der Verlust all dessen, was ihnen vertraut ist und Trost spendet, unermesslich", fügt Fatima Andraca hinzu. "Schutz und psychosoziale Unterstützung haben deshalb Priorität. Angesichts der vielen Toten, Verletzten und Vermissten benötigen Kinder aber dringend auch langfristige Unterstützung, damit diese Katastrophe keine bleibenden psychischen Schäden hinterlässt."
Save the Children hat unmittelbar nach den schweren Beben 1,5 Millionen US-Dollar aus seinem Kinder-Nothilfefonds freigegeben, um die Unterstützung vor Ort zu erhöhen. Die Kinderechtsorganisation ist seit 2018 in Venezuela tätig - seit 2019 mit einem Länderbüro - und arbeitet mit lokalen Partnerorganisationen zusammen. Neben den Kinderschutzmaßnahmen ist Save the Children auch in der Gesundheitsversorgung aktiv. Die Organisation bereitet den Aufbau mobiler Kliniken vor, verteilt Hygiene-Sets, Trinkwasser und andere lebensnotwendige Hilfsgüter und organisiert Ernährungsscreenings für Kinder.
Der Bedarf an Hilfe für die Menschen im Erdbebengebiet ist enorm: Nach UN-Angaben könnten bis zu 6,76 Millionen Menschen von der Katastrophe betroffen sein. Die kritische Infrastruktur, darunter die Strom- und Wasserversorgung, Telekommunikation und Transportwege, ist nach wie vor stark beeinträchtigt. Die ohnehin schlecht ausgestatteten Krankenhäuser sind wegen der Vielzahl an Verletzten überlastet und die Schulen in den betroffenen Gebieten sind geschlossen.
Zusatzmaterial zum Download:
Unter diesem Link (https://www.contenthubsavethechildren.org/Package/2O4C2SPDKDKD) finden Sie den Erfahrungsbericht von Valentina, einer Mitarbeiterin von Save the Children in Venezuela.
Unter © Save the Children ist das Material honorarfrei auch zur Weitergabe an Dritte nutzbar.
Über Save the Children
Im Nachkriegsjahr 1919 gründete die britische Sozialreformerin und Kinderrechtlerin Eglantyne Jebb Save the Children, um Kinder in Deutschland und Österreich vor dem Hungertod zu retten. Heute ist die inzwischen größte unabhängige Kinderrechtsorganisation der Welt in rund 100 Ländern tätig. Save the Children setzt sich ein für Kinder in Kriegen, Konflikten und Katastrophen. Für eine Welt, die die Rechte der Kinder achtet, in der alle Kinder gesund und sicher leben sowie frei und selbstbestimmt aufwachsen und lernen können - seit über 100 Jahren.
Pressekontakt:
Save the Children Deutschland e.V.
Pressestelle
Tel.: +49 (0)30 - 27 59 59 79 - 236
Mail: presse@savethechildren.de
Original-Content von: Save the Children Deutschland e.V., übermittelt durch news aktuell
Originalmeldung: https://www.presseportal.de/pm/106106/6304421
Nach den schweren Erdbeben in Venezuela weist Save the Children auf die erheblichen Risiken für Kinder hin, die ihr Zuhause verloren haben. Zahlreiche Kinder und Familien übernachten im Freien neben beschädigten, einsturzgefährdeten Häusern oder in improvisierten Zeltlagern, die in Parks und am Straßenrand errichtet wurden. Viele Kinder haben den Kontakt zu ihren Angehörigen verloren und sind ohne Bezugsperson. Mitarbeitende von Save the Children berichten, dass verängstigte Kinder ziellos durch die Straßen laufen oder Krankenhäuser aufsuchen. Die Angst vor weiteren Nachbeben ist allgegenwärtig.
"Wir sehen überall Familien auf der Straße - Familien, die alles verloren haben und nicht in die Trümmer ihrer Häuser zurückkehren können", sagt Fatima Andraca, Länderdirektorin von Save the Children in Venezuela. "Für sie herrscht große Ungewissheit darüber, was die kommenden Stunden und Tage bringen werden. Angst, Stress und überwältigende Traurigkeit sind allgegenwärtig. Familien kommen mit Tränen in den Augen zu mir, um mir ihre Geschichten zu erzählen. Manche suchen immer noch verzweifelt nach Verwandten oder Freund*innen."
Save the Children arbeitet mit lokalen Partnerorganisationen und Behörden zusammen, um die Zusammenführung von Familien zu unterstützen. Dabei geht es unter anderem um die Identifizierung unbegleiteter Kinder und ihre Weitervermittlung an die zuständigen Schutzdienste. Die Kinderrechtsorganisation leistet zudem psychologische und psychosoziale Nothilfe und wird mobile Schutzräume einrichten, in denen Kinder wichtige Dinge wie Zelte und Hygiene-Sets erhalten sowie an Lernaktivitäten teilnehmen können, solange die Schulen geschlossen sind.
"Für Kinder ist der Verlust all dessen, was ihnen vertraut ist und Trost spendet, unermesslich", fügt Fatima Andraca hinzu. "Schutz und psychosoziale Unterstützung haben deshalb Priorität. Angesichts der vielen Toten, Verletzten und Vermissten benötigen Kinder aber dringend auch langfristige Unterstützung, damit diese Katastrophe keine bleibenden psychischen Schäden hinterlässt."
Save the Children hat unmittelbar nach den schweren Beben 1,5 Millionen US-Dollar aus seinem Kinder-Nothilfefonds freigegeben, um die Unterstützung vor Ort zu erhöhen. Die Kinderechtsorganisation ist seit 2018 in Venezuela tätig - seit 2019 mit einem Länderbüro - und arbeitet mit lokalen Partnerorganisationen zusammen. Neben den Kinderschutzmaßnahmen ist Save the Children auch in der Gesundheitsversorgung aktiv. Die Organisation bereitet den Aufbau mobiler Kliniken vor, verteilt Hygiene-Sets, Trinkwasser und andere lebensnotwendige Hilfsgüter und organisiert Ernährungsscreenings für Kinder.
Der Bedarf an Hilfe für die Menschen im Erdbebengebiet ist enorm: Nach UN-Angaben könnten bis zu 6,76 Millionen Menschen von der Katastrophe betroffen sein. Die kritische Infrastruktur, darunter die Strom- und Wasserversorgung, Telekommunikation und Transportwege, ist nach wie vor stark beeinträchtigt. Die ohnehin schlecht ausgestatteten Krankenhäuser sind wegen der Vielzahl an Verletzten überlastet und die Schulen in den betroffenen Gebieten sind geschlossen.
Zusatzmaterial zum Download:
Unter diesem Link (https://www.contenthubsavethechildren.org/Package/2O4C2SPDKDKD) finden Sie den Erfahrungsbericht von Valentina, einer Mitarbeiterin von Save the Children in Venezuela.
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Im Nachkriegsjahr 1919 gründete die britische Sozialreformerin und Kinderrechtlerin Eglantyne Jebb Save the Children, um Kinder in Deutschland und Österreich vor dem Hungertod zu retten. Heute ist die inzwischen größte unabhängige Kinderrechtsorganisation der Welt in rund 100 Ländern tätig. Save the Children setzt sich ein für Kinder in Kriegen, Konflikten und Katastrophen. Für eine Welt, die die Rechte der Kinder achtet, in der alle Kinder gesund und sicher leben sowie frei und selbstbestimmt aufwachsen und lernen können - seit über 100 Jahren.
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