DJ Aktien Schweiz etwas fester - Bauwerte unter Druck
Von Steffen Gosenheimer
DOW JONES--Wie auch an den anderen Aktienmärkten in Europa ist der Handel an der Schweizer Börse am Montag in ruhigen Bahnen verlaufen - bei einer in Zürich leicht positiven Grundtendenz. Marktbeobachter sprachen von fehlenden frischen Impulsen, während zugleich die Lage im Nahen Osten genau verfolgt werde. Dort war es zuletzt zum wiederholten Mal zu Gefechten rund um die Straße von Hormus gekommen, ungeachtet des von beiden Seiten unterzeichneten Rahmenabkommens zur Herbeiführung eines Friedensabkommens. Zum Wochenauftakt hieß es aber nun, die USA und der Iran hätten eine Einstellung der jüngsten Gefechte vereinbart und wollten die Friedensgespräche wieder aufnehmen. Das hielt letztlich die Ölpreise im Zaum, so dass auch an den Aktienmärkten die Reaktion gelassen blieb.
Der SMI gewann 0,4 Prozent auf 14.224 Punkte. Bei den 20 SMI-Werten standen sich 11 Kursgewinner und 9 -verlierer gegenüber. Umgesetzt wurden 19,9 (Freitag: 28,32) Millionen Aktien.
Auffallend war die Schwäche von Aktien mit Bezug zum Bausektor, die aber europaweit zu beobachten war. Im SMI ging es für Amrize um 4,4 und für Holcim um 3,8 Prozent abwärts. Sika sackten um 2,5 Prozent ab. Möglicherweise hätten negative Kommentare von Analysten zu Heidelberg Materials die Stimmung im Sektor belastet, hieß es. Der Heidelberg-Kurs brach um rund 9 Prozent ein.
An der Spitze der Gewinner standen Richemont mit einem Plus von 1,7 Prozent, gefolgt von Nestle, die um 1,2 Prozent zulegten. ABB gewannen 1,1 Prozent. Der Industriekonzern dürfte ein weiteres starkes zweites Quartal vorlegen, wobei die Leistung die bereits hohen Erwartungen wahrscheinlich übertreffen werde, meldeten sich die Analysten von Barclays zu Wort. Der Haupttreiber bleibe die robuste Nachfrage in der Elektrifizierung. Rechenzentren würden weiterhin als herausragender Wachstumsmotor gesehen.
In der zweiten Reihe gewannen Sandoz 1,8 Prozent. Treiber war, dass die US-Gesundheitsbehörde FDA die von Sandoz eingereichten Zulassungsanträge für die Generika-Versionen zu Eli Lillys Zepbound und Mounjaro zur Prüfung angenommen hat, den beliebten Injektionen gegen Fettleibigkeit und Diabetes.
Implenia kamen um 0,7 Prozent voran, nachdem das Unternehmen einen Auftrag des schwedischen Amtes für Verkehrsverwaltung erhalten hatte. Das Volumen beläuft sich auf über 250 Millionen Franken.
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June 29, 2026 11:49 ET (15:49 GMT)
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