DJ Schneller Ölpreisrückgang mindert Handlungsdruck auf EZB - Agentur
DOW JONES--Der unerwartet schnelle Rückgang der Energiepreise in der vergangenen Woche hat laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters den Druck auf die Europäische Zentralbank (EZB) verringert, die Leitzinsen im nächsten Monat anzuheben. Wie Reuters unter Berufung auf vier namentlich nicht genannte, mit den Diskussionen vertraute Personen berichtet, werden die Argumente für eine kleine Erhöhung zu einem späteren Zeitpunkt jedoch weiterhin als stichhaltig angesehen.
Die EZB hatte Anfang des Monats den Leitzins um 25 Basispunkte angehoben, um zu verhindern, dass ein durch den Iran-Krieg ausgelöster Anstieg der Ölpreise die Inflationserwartungen in die Höhe treibt. Die Entscheidungsträger debattieren nun über die Dringlichkeit eines Folgeschritts.
Die Insider erklärten dem Bericht zufolge, sie seien überrascht gewesen, wie schnell die Ölpreise nachgegeben hätten. Die Terminkontrakte für mehrere wichtige Laufzeiten lägen nun sogar unter dem "milderen" Szenario der EZB.
Eine Erhöhung der Leitzinsen im September bleibt demnach aber vorerst das wahrscheinlichere Szenario. Die Insider erklärten jedoch, dass den am Mittwoch anstehenden Inflationsdaten für Juni weiterhin eine größere Bedeutung zukomme. Sollte die Gesamtinflation tatsächlich von 3,2 Prozent zurückgehen, wie es die Finanzmärkte nun erwarteten, sei es die bessere Option, bis September zu warten, sagte einer der Insider. Eine negative Überraschung würde jedoch die Argumente für eine schnelle Folgeanhebung im Juli stärken, fügte der Insider hinzu.
Die nächste EZB-Ratssitzung mit Zinsentscheidung findet am 23. Juli statt.
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June 30, 2026 01:53 ET (05:53 GMT)
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