DJ Deutsche Importpreise im Mai 6,8 Prozent über Vorjahresniveau
Von Hans Bentzien
DOW JONES--Der Inflationsdruck von der Einfuhrseite hat in Deutschland im Mai zugenommen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte, stiegen die Importpreise gegenüber dem Vormonat um 0,7 Prozent und lagen um 6,8 (April: 5,3) Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Das war der höchste Wert seit Dezember 2022 (9,6 Prozent).
Den größten Einfluss auf die Gesamtentwicklung der Importpreise hatte der Anstieg der Preise für Vorleistungsgüter mit plus 10,1 Prozent (plus 1,6 Prozent gegenüber April) und für Energie mit plus 37,2 Prozent (plus 0,1 Prozent gegenüber April). Stärker gegenüber dem Vorjahresmonat gestiegen waren die Einfuhrpreise für Energie zuletzt im Oktober 2022 (plus 63,0 Prozent gegenüber Oktober 2021).
Bei den Vorleistungsgütern waren insbesondere Nicht-Eisen-Metalle und deren Halbzeug mit plus 30,3 Prozent deutlich teurer als im Vorjahresmonat, darunter Edelmetalle und deren Halbzeug mit plus 46,6 Prozent. Auch die Preise für importierte Düngemittel und Stickstoffverbindungen lagen deutlich über denen von Mai 2025 (plus 31,4 Prozent).
Besonders stark wirkte sich der Krieg im Nahen Osten weiterhin auf die Energiepreise im Vorjahresvergleich aus. Im Vergleich zu Mai 2025 stiegen die Preise für Erdöl (plus 59,3 Prozent), Mineralölerzeugnisse (plus 57,3 Prozent), elektrischen Strom (plus 44,1 Prozent), Steinkohle (plus 12,7 Prozent) und Erdgas (plus 10,4 Prozent) deutlich. Im Vergleich zum Vormonat wurde insbesondere elektrischer Strom (plus 25,5 Prozent) teurer.
Ohne Berücksichtigung der Energiepreise stiegen die Importpreise gegenüber dem Vorjahresmonat um 3,8 Prozent (plus 0,7 Prozent gegenüber April). Lässt man nur Erdöl und Mineralölerzeugnisse außer Betracht, lag der Importpreisindex 4,2 Prozent über dem Vorjahresniveau.
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June 30, 2026 02:22 ET (06:22 GMT)
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