DJ Deutsche Arbeitslosenzahl sinkt erneut unerwartet
Von Hans Bentzien
DOW JONES--Die Arbeitslosigkeit in Deutschland hat im Juni entgegen den Erwartungen nicht zugenommen. Wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) mitteilte, sank die saisonbereinigte Arbeitslosenzahl gegenüber dem Vormonat um 1.000, nachdem sie sich bereits im April unerwartet um 12.000 verringert hatte. Die Arbeitslosenquote verharrte bei 6,3 Prozent. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten einen Anstieg der Arbeitslosenzahl um 5.000 und eine unveränderte Quote von 6,3 Prozent prognostiziert. Ohne Berücksichtigung der saisonalen Faktoren sank die Zahl der Arbeitslosen um 15.000 auf 2,936 Millionen. Die Arbeitslosenquote ging auf 6,2 (6,3) Prozent zurück.
"Am Arbeitsmarkt ist kaum Veränderung zu sehen. Die Arbeitslosigkeit sinkt nur wenig und die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung setzt ihre leichte Abwärtstendenz fort", sagte die BA-Vorstandsvorsitzende Andrea Nahles bei der Pressekonferenz in Nürnberg.
Die Unterbeschäftigung umfasst neben der Arbeitslosigkeit auch die Arbeitsmarktpolitik und kurzfristige Arbeitsunfähigkeit und zeichnet daher ein umfassenderes Bild. Sie sank gegenüber dem Vormonat um 8.000 auf 3,605 Millionen und lag um 19.000 höher als im Vorjahresmonat.
Wie die BA weiter mitteilte, zeigten Betriebe vom 1. bis 24. Juni konjunkturelle Kurzarbeit für 26.000 Personen an. Aktuelle Daten zur tatsächlichen Inanspruchnahme stehen bis April zur Verfügung. In diesem Monat wurde nach vorläufigen hochgerechneten Daten für 133.000 Beschäftigte konjunkturelles Kurzarbeitergeld gezahlt. Das waren 17.000 weniger als im Vormonat und 101.000 weniger als im April 2025.
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June 30, 2026 03:55 ET (07:55 GMT)
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