DJ ÜBERBLICK am Abend/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires.
Supreme Court kassiert Trump-Erlass zu Staatsbürgerschaft per Geburt
Der Oberste Gerichtshof der USA hat den Versuch von US-Präsident Donald Trump gekippt, das Geburtsortsprinzip der Staatsbürgerschaft einzuschränken. Danach ist praktisch jedes Kind, das auf amerikanischem Boden geboren wird, automatisch US-Staatsbürger. Dieses Verständnis, so schrieb der Vorsitzende Richter John Roberts, wurde 1868 in der Verfassung verankert. "Die Staatsbürgerschaft war damals wie heute das Recht, Rechte zu haben - frei an unserer politischen Gemeinschaft teilzuhaben", schrieb Roberts. "Die Verfasser des 14. Verfassungszusatzes haben dieses Versprechen auf jeden frei geborenen Menschen in diesem Land ausgeweitet. Dieses Versprechen halten wir heute ein."
Deutsche HVPI-Inflation im Juni leicht niedriger als erwartet
Der Inflationsdruck in Deutschland hat im Juni etwas deutlicher als erwartet abgenommen, wobei die Kerninflation unverändert blieb. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte, sank der Harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) gegenüber dem Vormonat um 0,2 Prozent und lag um 2,4 (Mai: 2,7) Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten auf Monatssicht unveränderte Verbraucherpreise und eine Jahresteuerungsrate von 2,5 Prozent prognostiziert. Der nationale Verbraucherpreisindex ging um 0,3 Prozent auf Monatssicht zurück und stieg um 2,3 (2,6) Prozent auf Jahressicht. Erwartet worden waren Raten von 0,0 und plus 2,6 Prozent.
US-Verbraucherstimmung im Juni laut Conference Board gestiegen
Das Verbrauchervertrauen ist im Juni leicht gestiegen, da die nachlassenden Ölpreise den amerikanischen Haushalten eine gewisse Erleichterung verschafften, wie das Conference Board in seiner monatlichen Umfrage mitteilte. Der Index für das Verbrauchervertrauen im Juni ist auf 91,2 gestiegen, nach einem abwärts revidierten Wert von 90,6 im Mai. Von The Wall Street Journal befragte Ökonomen hatten einen höheren Wert von 94,2 erwartet.
Geschäftstätigkeit in Chicago kühlt sich im Juni ab
Die Geschäftstätigkeit im Raum Chicago hat sich in diesem Monat verlangsamt, übertraf aber die Erwartungen. Das von MNI Indicators erstellte Chicago Business Barometer fiel im Juni auf 56,7 von 62,7 Punkten im Mai. Der Mai-Wert war der höchste Stand seit Januar 2022. Vom Wall Street Journal befragte Ökonomen hatten einen Stand von 55 erwartet. Ein Wert von über 50 deutet auf eine Expansion der Geschäftstätigkeit hin. Der Juni ist der zweite Monat in Folge, in dem der Indikator über dieser Marke geblieben ist.
Zahl offener US-Stellen steigt im Mai leicht
Die Zahl der offenen Stellen in den USA ist im Mai leicht gestiegen. Wie das US-Arbeitsministerium im Rahmen seiner Job Openings and Labor Turnover Summary (Jolts) mitteilte, gab es 7,594 (April: 7,585) Millionen offene Stellen. Die Zahl der freiwilligen Kündigungen stieg auf 3,065 (3,043) Millionen und die der Entlassungen auf 1,708 (1,667) Millionen.
US-Hauspreiswachstum zieht im April leicht an
Das Wachstum der US-Hauspreise hat im April leicht angezogen. Die angespannte Erschwinglichkeit belastete jedoch weiterhin die Entscheidungen der Hauskäufer. Der S&P Cotality Case-Shiller National Home Price Index, der die landesweiten Hauspreise misst, ist in den zwölf Monaten bis April um 0,8 Prozent gestiegen. Im März hatte der Anstieg noch bei 0,7 Prozent gelegen. Laut der Erhebung seien die US-Immobilienwerte den elften Monat in Folge real gefallen. Die Inflation habe im April mit 3,8 Prozent rund 3 Prozentpunkte über dem Anstieg der Hauspreise von 0,8 Prozent gelegen.
Kanadas BIP wächst im April um 0,5 Prozent
Die kanadische Wirtschaft hat im April ihr stärkstes Wachstum seit neun Monaten verzeichnet, da sich die Öl- und Gasförderung sowie das verarbeitende Gewerbe erholten. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP), ein breites Maß für die in der Wirtschaft produzierten Güter und Dienstleistungen, stieg gegenüber dem Vormonat um 0,5 Prozent auf 2,353 Billionen kanadische Dollar, was 1,656 Billionen US-Dollar entspricht, wie Statistics Canada mitteilte. Volkswirte hatten für den Monat einen Anstieg des BIP um 0,4 Prozent erwartet, was der früheren Schnellschätzung der Statistikbehörde entsprach. Dies folgt auf einen Rückgang der branchenweiten Aktivität um 0,1 Prozent im März. Im Vergleich zum Vorjahr wuchs das BIP um 1,1 Prozent.
USA
US/Redbook: Einzelhandelsumsatz erste 4 Wochen Juni +9,7% gg Vorjahr
US/Redbook: Einzelhandelsumsatz erste 4 Wochen Juni +9,7% gg Vorjahr
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June 30, 2026 13:00 ET (17:00 GMT)
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