Berlin (ots) -
Das Deutsche Kinderhilfswerk appelliert im Vorfeld des heutigen Koalitionsausschusses an die Bundesregierung, nachhaltige Maßnahmen für eine generationengerechte Gesellschaft auf den Weg zu bringen. Aus Sicht der Kinderrechtsorganisation braucht es dringend strukturelle und finanzielle Investitionen, damit Kinder und Jugendliche in Deutschland zukünftig gleichwertige Lebenschancen haben, eine ausreichende soziale Absicherung bekommen sowie ein langfristig sicheres und gesundes Umfeld vorfinden. Dafür braucht es in Bund, Ländern und Kommunen eine ressortübergreifende Kinder- und Jugendpolitik und damit einhergehend Strategien für die flächendeckende Umsetzung der Kinderrechte, die seit mehr als 30 Jahren in der UN-Kinderrechtskonvention normiert sind.
"Das Deutsche Kinderhilfswerk nimmt insbesondere angesichts aktueller Problemlagen und des allgemeinen Spardrucks mit größter Sorge eine systematische Vernachlässigung der Belange junger Menschen in Deutschland wahr. Statt zukunftssichernde Investitionen in die Entwicklungschancen junger Menschen zu tätigen, malen wir Zukunftsbilder nur noch mit dem Rotstift: Einerseits werden die Anliegen von Kindern und Jugendlichen oftmals schlichtweg ignoriert, andererseits werden ihre Interessen, selbst wenn sie wahrgenommen werden, finanzierungstechnisch nur nachrangig berücksichtigt. Stattdessen braucht es eine generationengerechte Politik für Kinder und mit Kindern. Hierzu zählen etwa die Verankerung der Kinderrechte im Grundgesetz, mehr Kinder- und Jugendbeauftragte in Bund, Ländern und Kommunen sowie eine Prüfung aller neuen gesetzlichen Maßnahmen auf ihre Kinder- und Jugendfreundlichkeit", betont Kai Hanke, Geschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes.
"Gerade angesichts des demografischen Wandels müssen wir Mittel für die öffentliche Infrastruktur, für Bildung, für Klima und Umweltschutz oder die Bekämpfung der Kinderarmut in Deutschland aufbringen - andernfalls sparen wir uns die Zukunft kaputt. So zeigen beispielsweise Studien, dass jeder investierte Euro in frühkindliche Bildung mehrfachen langfristigen Nutzen erzielt und Folgekosten im Bildungs- und Sozialbereich reduziert. Finanziert werden könnten entsprechende Ausgaben beispielsweise durch eine zusätzliche Besteuerung sehr hoher Einkommen. Bei der Frage der Aufnahme neuer Schulden mit Blick auf die Erfordernisse zusätzlicher Staatsausgaben für eine gute Zukunft der Kinder und Jugendlichen sollte eine Haushaltsaufstellung unter dem Gesichtspunkt des Kindeswohlvorrangs die Regel werden", so Hanke weiter.
"Statt wahlloser Kürzungsvorschläge, wie sie spätestens seit der Diskussion über das Arbeitspapier 'Effizienter Ressourceneinsatz' von Bund, Ländern und kommunalen Spitzenverbänden im Umlauf sind, braucht es eine finanzielle Absicherung der Kinder- und Jugendhilfe. Diese leistet ebenso wie beispielsweise die Eingliederungshilfe einen unverzichtbaren Beitrag zur Förderung von gleichen Bildungschancen, zum Abbau von Benachteiligungen, zu sozialer Teilhabe und individueller Entwicklung. Sie unterstützt Familien in belastenden Lebenssituationen, schützt Kinder und Jugendliche und schafft gerade angesichts zunehmender Krisen Perspektiven für ein selbstbestimmtes Leben. Kürzungen in diesem Bereich würden nicht nur bestehende Angebote einschränken und gefährden, sondern auch präventive Maßnahmen schwächen, die langfristig soziale und finanzielle Folgekosten verhindern", sagt Kai Hanke.
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Das Deutsche Kinderhilfswerk appelliert im Vorfeld des heutigen Koalitionsausschusses an die Bundesregierung, nachhaltige Maßnahmen für eine generationengerechte Gesellschaft auf den Weg zu bringen. Aus Sicht der Kinderrechtsorganisation braucht es dringend strukturelle und finanzielle Investitionen, damit Kinder und Jugendliche in Deutschland zukünftig gleichwertige Lebenschancen haben, eine ausreichende soziale Absicherung bekommen sowie ein langfristig sicheres und gesundes Umfeld vorfinden. Dafür braucht es in Bund, Ländern und Kommunen eine ressortübergreifende Kinder- und Jugendpolitik und damit einhergehend Strategien für die flächendeckende Umsetzung der Kinderrechte, die seit mehr als 30 Jahren in der UN-Kinderrechtskonvention normiert sind.
"Das Deutsche Kinderhilfswerk nimmt insbesondere angesichts aktueller Problemlagen und des allgemeinen Spardrucks mit größter Sorge eine systematische Vernachlässigung der Belange junger Menschen in Deutschland wahr. Statt zukunftssichernde Investitionen in die Entwicklungschancen junger Menschen zu tätigen, malen wir Zukunftsbilder nur noch mit dem Rotstift: Einerseits werden die Anliegen von Kindern und Jugendlichen oftmals schlichtweg ignoriert, andererseits werden ihre Interessen, selbst wenn sie wahrgenommen werden, finanzierungstechnisch nur nachrangig berücksichtigt. Stattdessen braucht es eine generationengerechte Politik für Kinder und mit Kindern. Hierzu zählen etwa die Verankerung der Kinderrechte im Grundgesetz, mehr Kinder- und Jugendbeauftragte in Bund, Ländern und Kommunen sowie eine Prüfung aller neuen gesetzlichen Maßnahmen auf ihre Kinder- und Jugendfreundlichkeit", betont Kai Hanke, Geschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes.
"Gerade angesichts des demografischen Wandels müssen wir Mittel für die öffentliche Infrastruktur, für Bildung, für Klima und Umweltschutz oder die Bekämpfung der Kinderarmut in Deutschland aufbringen - andernfalls sparen wir uns die Zukunft kaputt. So zeigen beispielsweise Studien, dass jeder investierte Euro in frühkindliche Bildung mehrfachen langfristigen Nutzen erzielt und Folgekosten im Bildungs- und Sozialbereich reduziert. Finanziert werden könnten entsprechende Ausgaben beispielsweise durch eine zusätzliche Besteuerung sehr hoher Einkommen. Bei der Frage der Aufnahme neuer Schulden mit Blick auf die Erfordernisse zusätzlicher Staatsausgaben für eine gute Zukunft der Kinder und Jugendlichen sollte eine Haushaltsaufstellung unter dem Gesichtspunkt des Kindeswohlvorrangs die Regel werden", so Hanke weiter.
"Statt wahlloser Kürzungsvorschläge, wie sie spätestens seit der Diskussion über das Arbeitspapier 'Effizienter Ressourceneinsatz' von Bund, Ländern und kommunalen Spitzenverbänden im Umlauf sind, braucht es eine finanzielle Absicherung der Kinder- und Jugendhilfe. Diese leistet ebenso wie beispielsweise die Eingliederungshilfe einen unverzichtbaren Beitrag zur Förderung von gleichen Bildungschancen, zum Abbau von Benachteiligungen, zu sozialer Teilhabe und individueller Entwicklung. Sie unterstützt Familien in belastenden Lebenssituationen, schützt Kinder und Jugendliche und schafft gerade angesichts zunehmender Krisen Perspektiven für ein selbstbestimmtes Leben. Kürzungen in diesem Bereich würden nicht nur bestehende Angebote einschränken und gefährden, sondern auch präventive Maßnahmen schwächen, die langfristig soziale und finanzielle Folgekosten verhindern", sagt Kai Hanke.
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