Zum Start in das zweite Börsenhalbjahr dürfte sich der DAX weiter mit der Marke von 25 000 Punkten beschäftigen.
Die ersten sechs Monate hielten mit den konjunkturellen und geopolitischen Risiken einige Herausforderungen bereit. Dennoch konnten sich insbesondere die technologielastigen Aktienindizes wie der Nikkei in Japan, der Kospi in Südkorea und der Nasdaq 100 in den USA hervorragend entwickeln. Nun muss sich in der zweiten Jahreshälfte zeigen, ob die Aktien als Anlageklasse weiterhin ihren Reiz behalten oder aber die gestiegenen Renditen am Anleihemarkt andere Begehrlichkeiten wecken.
Teilweise werden die hohen Bewertungen der Aktien durch die besser als erwarteten Fundamentaldaten untermauert. Andererseits warnen jedoch die Unternehmen weiter vor einem sehr fragilen Konsumumfeld. So wies der Sportartikelkonzern Nike bei seinen gestern vorgelegten Quartalszahlen darauf hin, dass das Geld bei den Verbrauchern nicht mehr so locker ist und die Umsätze belastet.
Die höheren Preisniveaus haben den Menschen einen dicken Strich durch ihre Haushaltsrechnung gemacht. Die vorsichtigeren Aussagen von Nike lasten heute Morgen auch auf den Aktien des deutschen Konkurrenten Adidas und schicken sie vorbörslich ans DAX-Ende. Insgesamt deutet sich heute in Frankfurt ein erneut abwartender Handelstag mit dünnem Handelsvolumen an.
In den Fokus rücken die europäischen Einkaufsmanagerindizes und die Verbraucherpreise aus der Eurozone. Aus den USA werden die ADP-Daten und der ISM-Einkaufsmanagerindex auf Interesse stoßen. Durch den Feiertag in den USA am Freitag hat sich der wöchentliche Veröffentlichungsplan der US-Konjunkturdaten etwas verschoben. Aus technischer Sicht könnte sich der DAX heute in einer Handelsspanne zwischen 24 800 und 25 050 Punkten bewegen. Ein nachhaltiger Kurssprung über die runde Marke bleibt vorerst unwahrscheinlich.
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