Bremen (ots) -
- 45 Prozent nutzen Selbsttests bei Infekten und mehr
- 94 Prozent vertrauen bei Gesundheitsfragen Ärzten mehr als Selbsttests
Fast jede zweite erwachsene Person in Deutschland hat innerhalb der vergangenen zwölf Monate mindestens einen Selbsttest für zuhause genutzt. Gleichzeitig bleibt das Vertrauen in die ärztliche Diagnose hoch: Die große Mehrheit der Bevölkerung betrachtet Selbsttests als sinnvolle Ergänzung, nicht aber als Ersatz für die medizinische Versorgung. Das zeigt eine aktuelle repräsentative forsa-Umfrage im Auftrag der hkk Krankenkasse unter 2.230 Erwachsenen.
Infektionstests am bekanntesten
Am bekanntesten sind Selbsttests auf Infektionskrankheiten wie Covid-19 oder Influenza: 96 Prozent der Befragten kennen diese Testangebote, 26 Prozent haben sie im vergangenen Jahr genutzt. Schwangerschaftstests kennen 95 Prozent der befragten Frauen. Andere Selbsttests werden deutlich seltener genutzt. So führten jeweils rund zehn Prozent der Befragten innerhalb der vergangenen zwölf Monate einen Blutzucker- oder Cholesterintest beziehungsweise einen Stuhltest zur Darmkrebsfrüherkennung durch.
Fast jeder Zweite nutzt Selbsttests
Insgesamt haben 45 Prozent der Befragten im vergangenen Jahr mindestens einen Selbsttest verwendet. Frauen nutzen solche Angebote häufiger als Männer (51 gegenüber 40 Prozent). "Selbsttests können die Gesundheitskompetenz stärken und Menschen motivieren, sich frühzeitig mit ihrer Gesundheit auseinanderzusetzen", findet der Bremer Internist und Hausarzt Dr. Juricke. "Sie liefern jedoch nicht immer eindeutige Ergebnisse und können auch verunsichern. Deshalb sollten Verbraucherinnen und Verbraucher sich vor der Anwendung informieren, ob ein Test für ihre Fragestellung überhaupt sinnvoll und aussagekräftig ist. Selbsttests können die medizinische Versorgung sinnvoll ergänzen, ersetzen aber weder die ärztliche Beratung noch eine fachliche Diagnose."
94 Prozent bevorzugen medizinisches Fachpersonal
Diese Einschätzung wird auch von der Bevölkerung geteilt: 96 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass bei einem auffälligen Testergebnis unbedingt eine Ärztin oder ein Arzt aufgesucht werden sollte. 94 Prozent vertrauen bei wichtigen Gesundheitsfragen eher medizinischem Fachpersonal als Selbsttests. Gleichzeitig sehen 82 Prozent in den Tests eine Möglichkeit, gesundheitliche Probleme frühzeitig zu erkennen, und 81 Prozent halten sie für eine sinnvolle Ergänzung der ärztlichen Versorgung.
Zusätzliche Vorsorge durch Selbsttests
Wer Selbsttests wie Blutzucker- oder Cholesterinwerte-Tests, Tests zur Darmkrebsfrüherkennung oder PSA-Test nutzt, tut dies vor allem als zusätzliche Vorsorgemaßnahme (42 Prozent) oder auf Empfehlung einer Ärztin, eines Arztes oder der Krankenkasse (36 Prozent).
Entsprechend sehen die meisten Menschen Selbsttests nicht als Alternative zur ärztlichen Versorgung: Nur 45 Prozent stimmen der Aussage zu, dass Selbsttests in bestimmten Fällen einen Arztbesuch ersetzen können.
"Selbsttests sind sinnvoll, wenn sie einen klaren medizinischen Zweck haben, wissenschaftlich geprüft sind und dabei helfen, Krankheiten früh zu erkennen oder erste Hinweise auf eine Diagnose zu geben. Dazu gehören zum Beispiel Schwangerschaftstests, COVID-19-Schnelltests, zertifizierte HIV-Selbsttests, Blutzuckermessungen bei Diabetes, Urinteststreifen bei Verdacht auf eine Infektion sowie Stuhltests zur Darmkrebsvorsorge.", erklärt Dr. Cornelius Erbe, Bereichsleiter des hkk-Versorgungsmanagements.
Methodik
Für die repräsentative forsa-Umfrage wurden vom 29. Mai bis 11. Juni 2026 insgesamt 2.230 Personen ab 18 Jahren befragt. Die statistische Fehlertoleranz beträgt ± 2,5 Prozentpunkte. Link zur Studie: hkk Gesundheitsreport - hkk (https://www.hkk.de/presse/studien-und-reports/hkk-gesundheitsreport)
Ansprechpartner für die Presse:
hkk Krankenkasse (Handelskrankenkasse), Martinistr. 26, 28195 Bremen
Gabriele Nottelmann Tel.: 0421.3655 1006
Anna Nymbach Tel.: 0421.3655 1307
E-Mail: presse@hkk.de; Internet: www.hkk.de
Original-Content von: hkk Krankenkasse, übermittelt durch news aktuell
Originalmeldung: https://www.presseportal.de/pm/73968/6305950
- 45 Prozent nutzen Selbsttests bei Infekten und mehr
- 94 Prozent vertrauen bei Gesundheitsfragen Ärzten mehr als Selbsttests
Fast jede zweite erwachsene Person in Deutschland hat innerhalb der vergangenen zwölf Monate mindestens einen Selbsttest für zuhause genutzt. Gleichzeitig bleibt das Vertrauen in die ärztliche Diagnose hoch: Die große Mehrheit der Bevölkerung betrachtet Selbsttests als sinnvolle Ergänzung, nicht aber als Ersatz für die medizinische Versorgung. Das zeigt eine aktuelle repräsentative forsa-Umfrage im Auftrag der hkk Krankenkasse unter 2.230 Erwachsenen.
Infektionstests am bekanntesten
Am bekanntesten sind Selbsttests auf Infektionskrankheiten wie Covid-19 oder Influenza: 96 Prozent der Befragten kennen diese Testangebote, 26 Prozent haben sie im vergangenen Jahr genutzt. Schwangerschaftstests kennen 95 Prozent der befragten Frauen. Andere Selbsttests werden deutlich seltener genutzt. So führten jeweils rund zehn Prozent der Befragten innerhalb der vergangenen zwölf Monate einen Blutzucker- oder Cholesterintest beziehungsweise einen Stuhltest zur Darmkrebsfrüherkennung durch.
Fast jeder Zweite nutzt Selbsttests
Insgesamt haben 45 Prozent der Befragten im vergangenen Jahr mindestens einen Selbsttest verwendet. Frauen nutzen solche Angebote häufiger als Männer (51 gegenüber 40 Prozent). "Selbsttests können die Gesundheitskompetenz stärken und Menschen motivieren, sich frühzeitig mit ihrer Gesundheit auseinanderzusetzen", findet der Bremer Internist und Hausarzt Dr. Juricke. "Sie liefern jedoch nicht immer eindeutige Ergebnisse und können auch verunsichern. Deshalb sollten Verbraucherinnen und Verbraucher sich vor der Anwendung informieren, ob ein Test für ihre Fragestellung überhaupt sinnvoll und aussagekräftig ist. Selbsttests können die medizinische Versorgung sinnvoll ergänzen, ersetzen aber weder die ärztliche Beratung noch eine fachliche Diagnose."
94 Prozent bevorzugen medizinisches Fachpersonal
Diese Einschätzung wird auch von der Bevölkerung geteilt: 96 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass bei einem auffälligen Testergebnis unbedingt eine Ärztin oder ein Arzt aufgesucht werden sollte. 94 Prozent vertrauen bei wichtigen Gesundheitsfragen eher medizinischem Fachpersonal als Selbsttests. Gleichzeitig sehen 82 Prozent in den Tests eine Möglichkeit, gesundheitliche Probleme frühzeitig zu erkennen, und 81 Prozent halten sie für eine sinnvolle Ergänzung der ärztlichen Versorgung.
Zusätzliche Vorsorge durch Selbsttests
Wer Selbsttests wie Blutzucker- oder Cholesterinwerte-Tests, Tests zur Darmkrebsfrüherkennung oder PSA-Test nutzt, tut dies vor allem als zusätzliche Vorsorgemaßnahme (42 Prozent) oder auf Empfehlung einer Ärztin, eines Arztes oder der Krankenkasse (36 Prozent).
Entsprechend sehen die meisten Menschen Selbsttests nicht als Alternative zur ärztlichen Versorgung: Nur 45 Prozent stimmen der Aussage zu, dass Selbsttests in bestimmten Fällen einen Arztbesuch ersetzen können.
"Selbsttests sind sinnvoll, wenn sie einen klaren medizinischen Zweck haben, wissenschaftlich geprüft sind und dabei helfen, Krankheiten früh zu erkennen oder erste Hinweise auf eine Diagnose zu geben. Dazu gehören zum Beispiel Schwangerschaftstests, COVID-19-Schnelltests, zertifizierte HIV-Selbsttests, Blutzuckermessungen bei Diabetes, Urinteststreifen bei Verdacht auf eine Infektion sowie Stuhltests zur Darmkrebsvorsorge.", erklärt Dr. Cornelius Erbe, Bereichsleiter des hkk-Versorgungsmanagements.
Methodik
Für die repräsentative forsa-Umfrage wurden vom 29. Mai bis 11. Juni 2026 insgesamt 2.230 Personen ab 18 Jahren befragt. Die statistische Fehlertoleranz beträgt ± 2,5 Prozentpunkte. Link zur Studie: hkk Gesundheitsreport - hkk (https://www.hkk.de/presse/studien-und-reports/hkk-gesundheitsreport)
Ansprechpartner für die Presse:
hkk Krankenkasse (Handelskrankenkasse), Martinistr. 26, 28195 Bremen
Gabriele Nottelmann Tel.: 0421.3655 1006
Anna Nymbach Tel.: 0421.3655 1307
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