München (ots) -
- Die LMU-Pharmazeutin wird zum vierten Mal mit einem Grant des Europäischen Forschungsrats ERC gefördert
- Die neue Plattform ALINA soll die Entwicklung von RNA-Therapeutika beschleunigen und Ressourcen schonen
- ALINA könnte Vorbild für die breitere Einführung datengestützter Nanocarrierentwicklung von RNA-Wirkstoffen werden
Olivia Merkel (https://merkel.cup.uni-muenchen.de/people/merkel/), Professorin für Drug Delivery im Department Pharmazie der LMU erhält vom Europäischen Forschungsrat einen Proof of Concept Grant, der auf Erkenntnissen ihres ERC Consolidator Grants aufbaut. Mit diesem mit rund 150.000 Euro geförderten Programm unterstützt der ERC Forscherinnen und Forscher dabei, ihre Ergebnisse aus der Forschung in die Praxis zu überführen.
Olivia Merkel (https://www.cup.lmu.de/de/fakultaet/personen/kontaktseite/olivia-merkel-330b0a13.html) forscht an neuartigen Nano-Transportsystemen, mit denen Medikamente gezielt lokal verabreicht werden können. Ihr Fokus liegt auf dem therapeutischen Einsatz von RNA. Diese sogenannten RNA-Therapeutika bieten ein enormes Potenzial. Ihr Fortschritt wird jedoch durch langsame, teure und stark empirische Prozesse der Nanocarrierentwicklung für die RNA-Wirkstoffe gebremst. Nanocarrier-Erfolge lassen sich nur begrenzt von in vitro auf in vivo übertragen. Aktuelle Strategien beruhen meist auf Trial-and-Error-Ansätzen, bei denen jeweils nur ein Faktor verändert wird. "Das führt häufig lediglich zu geringfügigen Verbesserungen und ist daher sehr zeitaufwändig", sagt Olivia Merkel.
Ihr nun mit einem ERC-Proof-of-Concept-Grant ausgezeichnetes Projekt ALINA - Active-Learning Inference for Nucleic Acid Delivery testet einen neuen Konzeptansatz für eine integrierte Plattform aus maschinellem Lernen und Molekulardynamik. Ziel ist, das Design und die Optimierung von Rezepturen für RNA-beladene Nanopartikel zu beschleunigen und dabei mit deutlich weniger Experimenten auszukommen. Am Ende soll eine industrierelevante Version der ALINA-Plattform entstehen. "ALINA wird die Entwicklung von RNA-Therapeutika schneller, präziser und ressourcenschonender machen und deren Einsatz in Organen über die Leber hinaus erleichtern", sagt Merkel. Zugleich fördere es die breite Einführung datengestützter Nanocarrier-Entwicklungsansätze in Biotech- und Pharma-Forschung. Davon könnten jährlich mindestens zwei bis vier Millionen Patientinnen und Patienten profitieren.
Olivia Merkel studierte Pharmazie an der Universität Marburg, wo sie auch promoviert wurde. Seit Oktober 2015 ist sie Professorin für Drug Delivery im Department Pharmazie der LMU.
Kontakt:
Prof. Dr. Olivia Merkel
Department Pharmazie, LMU
Email: olivia.merkel@cup.uni-muenchen.de
Tel: 0049 89 2180-77022
https://ots.de/pqSqzq
Pressekontakt:
Claudia Russo
Ludwig-Maximilians-Universität München
Leopoldstr. 3
80802 München
Phone: +49 (0) 89 2180-2706
E-Mail: Claudia.Russo@lmu.de
Original-Content von: Ludwig-Maximilians-Universität München, übermittelt durch news aktuell
Originalmeldung: https://www.presseportal.de/pm/60694/6305981
- Die LMU-Pharmazeutin wird zum vierten Mal mit einem Grant des Europäischen Forschungsrats ERC gefördert
- Die neue Plattform ALINA soll die Entwicklung von RNA-Therapeutika beschleunigen und Ressourcen schonen
- ALINA könnte Vorbild für die breitere Einführung datengestützter Nanocarrierentwicklung von RNA-Wirkstoffen werden
Olivia Merkel (https://merkel.cup.uni-muenchen.de/people/merkel/), Professorin für Drug Delivery im Department Pharmazie der LMU erhält vom Europäischen Forschungsrat einen Proof of Concept Grant, der auf Erkenntnissen ihres ERC Consolidator Grants aufbaut. Mit diesem mit rund 150.000 Euro geförderten Programm unterstützt der ERC Forscherinnen und Forscher dabei, ihre Ergebnisse aus der Forschung in die Praxis zu überführen.
Olivia Merkel (https://www.cup.lmu.de/de/fakultaet/personen/kontaktseite/olivia-merkel-330b0a13.html) forscht an neuartigen Nano-Transportsystemen, mit denen Medikamente gezielt lokal verabreicht werden können. Ihr Fokus liegt auf dem therapeutischen Einsatz von RNA. Diese sogenannten RNA-Therapeutika bieten ein enormes Potenzial. Ihr Fortschritt wird jedoch durch langsame, teure und stark empirische Prozesse der Nanocarrierentwicklung für die RNA-Wirkstoffe gebremst. Nanocarrier-Erfolge lassen sich nur begrenzt von in vitro auf in vivo übertragen. Aktuelle Strategien beruhen meist auf Trial-and-Error-Ansätzen, bei denen jeweils nur ein Faktor verändert wird. "Das führt häufig lediglich zu geringfügigen Verbesserungen und ist daher sehr zeitaufwändig", sagt Olivia Merkel.
Ihr nun mit einem ERC-Proof-of-Concept-Grant ausgezeichnetes Projekt ALINA - Active-Learning Inference for Nucleic Acid Delivery testet einen neuen Konzeptansatz für eine integrierte Plattform aus maschinellem Lernen und Molekulardynamik. Ziel ist, das Design und die Optimierung von Rezepturen für RNA-beladene Nanopartikel zu beschleunigen und dabei mit deutlich weniger Experimenten auszukommen. Am Ende soll eine industrierelevante Version der ALINA-Plattform entstehen. "ALINA wird die Entwicklung von RNA-Therapeutika schneller, präziser und ressourcenschonender machen und deren Einsatz in Organen über die Leber hinaus erleichtern", sagt Merkel. Zugleich fördere es die breite Einführung datengestützter Nanocarrier-Entwicklungsansätze in Biotech- und Pharma-Forschung. Davon könnten jährlich mindestens zwei bis vier Millionen Patientinnen und Patienten profitieren.
Olivia Merkel studierte Pharmazie an der Universität Marburg, wo sie auch promoviert wurde. Seit Oktober 2015 ist sie Professorin für Drug Delivery im Department Pharmazie der LMU.
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