DJ ÜBERBLICK am Mittag/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires.
Euroraum-Inflation sinkt im Juni auf 2,8% - Kerninflation bei 2,4%
Der Inflationsdruck im Euroraum hat im Juni deutlicher als erwartet abgenommen, wobei überraschend auch die Kerninflation zurückging. Laut Mitteilung von Eurostat sanken die Verbraucherpreise gegenüber dem Vormonat um 0,1 Prozent und lagen um 2,8 (Mai: 3,2) Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten einen monatlichen Preisanstieg von 0,1 Prozent und eine Jahresteuerung von 3,0 Prozent prognostiziert. Die Kernverbraucherpreise stiegen um 0,2 Prozent auf Monats- und 2,4 (2,6) Prozent auf Jahressicht. Erwartet worden waren Raten von 0,4 und 2,6 Prozent. Energie kostete 8,7 (10,8) Prozent mehr als im Juni 2025. Nahrungsmittel, Alkohol und Tabak verteuerten sich um 1,6 (1,9) Prozent, Industriegüter ohne Energie um 0,9 (0,9) Prozent und Dienstleistungen um 3,2 (3,5) Prozent.
Euroraum-Industrie-PMI sinkt im Juni leicht auf 51,4 Punkte
Die Aktivität im verarbeitenden Gewerbe des Euroraums ist im Juni etwas weniger stark als im Vormonat gewachsen. Der von S&P Global für diesen Sektor ermittelte Einkaufsmanagerindex sank in zweiter Veröffentlichung auf 51,4 (Mai: 51,6) Punkte. In erster Veröffentlichung waren 51,2 gemeldet worden. Oberhalb von 50 Punkten signalisiert der PMI Wachstum. Nach Angaben von S&P Global war die Lage gekennzeichnet durch eine nur geringfügig anziehende Nachfrage und Produktion bei deutlich verlängerten Lieferzeiten und zugleich sinkendem Kostendruck. Die Geschäftsaussichten binnen Jahresfrist verbesserten sich auf ein Viermonatshoch. Die meisten Rückmeldungen zur aktuellen Umfrage seien vor der Unterzeichnung des "Memoradum of Understanding" zur Einstellung der Kampfhandlungen zwischen den USA und Iran am 17. Juni eingegangen.
S&P Global: Deutsche Industrie wächst im Juni leicht
Die Aktivität in der deutschen Industrie ist im Juni etwas stärker als im Vormonat gewachsen. Der von S&P Global (ehemals IHS Markit) in diesem Sektor erhobene Einkaufsmanagerindex stieg auf 50,3 von 50,1 Punkten. In erster Veröffentlichung war ein Wert von 50,0 ermittelt worden. Ab 50 Zählern signalisiert das Konjunkturbarometer ein Wachstum, darunter eine Schrumpfung. Abschließend signalisieren die Umfrageergebnisse eine leichte Aufhellung der Geschäftsaussichten. Die Stimmung verbesserte sich gegenüber dem Tief von April weiter, rangierte aber immer noch unter dem Langzeitmittel. Einige Manager knüpfen ihre Zuversicht an ein Ende des Nahostkrieges, während sich andere von höheren Ausgaben für Verteidigung einen Nachfrageschub erhoffen.
FR/Einkaufsmanagerindex verarb. Gewerbe Juni 51,2 (2. Veröff.)
FR/Einkaufsmanagerindex verarb. Gewerbe Mai war 49,7
GB/Einkaufsmanagerindex verarbeit. Gewerbe Juni 52,5 - S&P Global
GB/Einkaufsmanagerindex verarbeit. Gewerbe Juni PROG: 53,1 - S&P Global
GB/Einkaufsmanagerindex verarbeit. Gewerbe Mai war 53,9 - S&P Global
GB/Nationwide Hauspreisindex Juni unverändert gg Vm; +2,2% gg Vj
IT/Einkaufsmanagerindex verarbeit. Gewerbe Juni 52,2
IT/Einkaufsmanagerindex verarbeit. Gewerbe Juni PROG: 52,4
IT/Einkaufsmanagerindex verarbeit. Gewerbe Mai bei 52,9
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July 01, 2026 07:30 ET (11:30 GMT)
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