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MÄRKTE EUROPA/DAX startet leicht höher ins zweite Halbjahr

DJ MÄRKTE EUROPA/DAX startet leicht höher ins zweite Halbjahr

DOW JONES--An den europäischen Aktienmärkten geht es am Mittwoch nach oben. Am Makroumfeld hat sich wenig geändert, auch von Seiten der Geopolitik ist es recht ruhig. Der DAX gewinnt am Mittag 0,2 Prozent auf 25.039 Punkte und notiert damit weiterhin um die psychologisch wichtige Marke von 25.000 Punkten. Dabei profitiert der DAX von einem Kursplus um 5 Prozent bei Rheinmetall. Der Euro-Stoxx-50 gibt dagegen um 0,4 Prozent nach auf 6.304 Punkte. Auch die meisten anderen Börsenplätze handeln knapp im Minus. Der Ölpreis gibt leicht nach, der Preis für ein Barrel der Sorte Brent fällt um 0,8 Prozent auf 72,35 Dollar, hat sich damit vom Tagestief aber wieder erholt. An den Devisenmärkten gibt der Euro etwas nach auf 1,1394 Dollar. Der Goldpreis notiert knapp über der Marke von 4.000 Dollar.

Aus den USA kommen am Nachmittag die ADP-Arbeitsmarktdaten für Juni. Hier rechnen Analysten mit einem Aufbau der Zahl der Beschäftigten um 110.000. Bereits am Donnerstag folgt auf Grund des US-Feiertages am Freitag der offizielle US-Arbeitsmarktbericht.

Euroraum-Inflation wieder unter 3 Prozent

Die Inflationsrate im Euroraum ist im Juni spürbar von 3,2 auf 2,8 gefallen. Ausschlaggebend hierfür waren deutlich niedrigere Energiepreise. Die Kerninflation fiel von 2,6 Prozent auf 2,4 Prozent, während 2,6 Prozent erwartet worden waren. Die Volkswirte der Commerzbank erwarten in den kommenden Monaten die Teuerungsrate weiter nahe 3 Prozent, worauf die Europäische Zentralbank (EZB) bei ihrer September-Sitzung wohl mit einer weiteren Zinserhöhung reagieren dürfte.

Für die Nordea-Ökonomen dämpfen die Zahlen die Inflationssorgen und das Risiko einer weiteren Leitzinserhöhung bereits auf der Juli-Sitzung erheblich. Die Märkte würden für dieses Jahr mittlerweile weniger als eine weitere vollständige Zinserhöhung einpreisen.

Derweil wirft die Berichtssaison zunehmend ihre Schatten voraus. Rational veranstaltet einen Pre-Close-Call, genauso wie Continental, letzterer allerdings erst nach Börsenschluss. Wie die Erfahrung der vergangenen Tage erneut gezeigt hat, können Pre-Close-Calls, in denen Unternehmen über das aktuelle Quartal berichten, stärkere Bewegungen der betroffenen Aktien auslösen.

Nach der jüngsten Schwäche gibt es wieder Interesse an Rüstungswerten und Flugzeugbauern, der Sektor legt um 2,2 Prozent zu. Während die Aktie von Rheinmetall um 4,4 Prozent steigt, gewinnen Renk 3,0 Prozent und Hensoldt 3,7 Prozent. Wie die Financial Times berichtet, hat der Panzerhersteller KNDS Schwierigkeiten, Investoren davon zu überzeugen, seinen geplanten Börsengang mit einer Bewertung von mehr als 12 Milliarden Euro zu unterstützen, was die Aussicht auf eine Verzögerung des vielbeachteten Börsengangs erhöht. Zu Beginn dieses Jahres war noch eine Bewertung zwischen 18 und 20 Milliarden Euro diskutiert worden.

Für Airbus geht es um 2,6 Prozent nach oben. Die rekordhohen Juni-Auslieferungszahlen dürften die Debatte über eine mögliche Ausblicksenkung erwartet MWB.

Die negativen Vorgaben des US-Wettbewerbers Nike drücken auf den Sektor. Der US-Konzern hat zwar bessere Ergebnisse vorgelegt, zugleich aber die Prognose für das Gesamtjahr gesenkt. Nike erwartet nun für den Zeitraum von März bis Ende November einen Umsatzrückgang im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich verglichen mit der vorherigen Prognose eines Rückgangs im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Die Nike-Aktie verliert vorbörslich gut 2 Prozent in den USA. Adidas fallen um 1,8 Prozent, für Puma geht es 1,4 Prozent nach unten.

Sowohl Deutsche Telekom (+1,2%) als auch BMW (+0,1%) starten am Mittwoch die dritte Tranche ihrer laufenden Aktienrückkaufprogramme. Im Fall des Telekommunikationsanbieters hat dieses ein Gesamtvolumen von bis zu 2 Milliarden Euro und läuft bis Ende 2026. Bei BMW hat das Aktienrückkaufprogramm ein Gesamtvolumen von ebenfalls bis zu 2 Milliarden Euro und soll spätestens bis zum 30. April 2027 abgeschlossen sein. Baywa gewinnen mit Nachrichten zur Sanierung 3,3 Prozent. Das Unternehmen hat sich mit seinen wichtigsten Finanzierungspartnern und Großaktionären grundsätzlich auf eine Anpassung der laufenden Sanierung verständigt.

=== 
INDEX          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50      6.305,99  -0,4   -22,10    6.328,09    8,9 
Stoxx-50        5.395,04  -0,4   -20,89    5.415,93    9,7 
DAX          25.039,13  +0,2   43,32    24.995,81    2,2 
MDAX          31.854,80  +0,1   45,70    27.039,42    4,1 
TecDAX         3.894,84  +1,1   41,76    3.091,28    7,5 
SDAX          18.111,02  +0,4   65,44    13.062,07    5,5 
FTSE          10.461,07  -0,3   -36,05    10.497,12    5,3 
CAC           8.344,83  -0,7   -59,16    8.403,99    2,4 
SMI          14.117,01  -0,5   -76,91    14.193,92    6,4 
ATX           6.438,27  -0,4   -25,93    6.464,20    20,9 
 
DEVISEN         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Di, 17:00 
EUR/USD          1,1394  -0,2  -0,0027     1,1421   1,1431 
EUR/JPY          185,38  -0,2  -0,2800     185,66  185,7600 
EUR/CHF          0,923  -0,0  -0,0001     0,9231   0,9221 
EUR/GBP          0,8603  -0,1  -0,0008     0,8611   0,8612 
USD/JPY          162,69  +0,1   0,1500     162,54  162,4900 
GBP/USD          1,324  -0,2  -0,0020      1,326   1,3270 
USD/CNY          6,7942  +0,1   0,0091     6,7851   6,7851 
USD/CNH          6,798  +0,1   0,0072     6,7908   6,7871 
AUS/USD          0,6897  -0,3  -0,0022     0,6919   0,6927 
Bitcoin/USD      58.657,04  -0,0   -7,95    58.664,99 58.392,57 
 
ROHÖL          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         69,01  -0,7   -0,49      69,5 
Brent/ICE         72,35  -0,8   -0,60      72,95 
 
Metalle         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          4.022,09  +0,4   14,86    4.007,23 
Silber           58,79  +0,4    0,21      58,58 
Platin         1.566,35  +1,0   15,10    1.551,25 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/thl/ros

(END) Dow Jones Newswires

July 01, 2026 07:46 ET (11:46 GMT)

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