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MORNING BRIEFING - USA/Asien -2-

DJ MORNING BRIEFING - USA/Asien

Der Markt-Überblick am Morgen, zusammengestellt von Dow Jones Newswires:

FEIERTAGSHINWEIS

DONNERSTAG: Am US-Anleihemarkt findet ein verkürzter Handel statt.

FREITAG: In den USA bleiben die Finanzmärkte wegen des Unabhängigkeitstags am 4. Juli geschlossen.

TAGESTHEMA

Bayer bündelt sein US-Geschäft mit dem umstrittenen Unkrautvernichter Glyphosat in einer eigenständigen Einheit. Die Ruveon LLC soll als Teil des Bayer-Konzerns ihren Sitz in St. Louis im US-Bundesstaat Missouri haben und von Preisgestaltung und Markteinführungsstrategien bis hin zu Produktion und Logistik für alle Aspekte des US-Glyphosatgeschäfts zuständig sein, wie der Leverkusener DAX-Konzern mitteilte. Als eigenständige Einheit könne Ruveon agiler handeln und damit den spezifischen Wettbewerbsdynamiken in dem durch Generika geprägten Markt besser begegnen. Laut Bayer ist dieser Schritt Teil des im vergangenen Jahr vorgestellten Fünfjahresprogramms für die Sparte Crop Science.

AUSBLICK UNTERNEHMEN +

Keine wichtigen Termine angekündigt

AUSBLICK KONJUNKTUR

-US 
  14:30 Arbeitsmarktdaten Juni 
     Beschäftigung ex Agrar 
     PROGNOSE: +115.000 
     zuvor:  +172.000 
     Arbeitslosenquote 
     PROGNOSE:   4,3% 
     zuvor:    4,3% 
     durchschnittliche Stundenlöhne 
     PROGNOSE:  +0,3% gg Vm/+3,5% gg Vj 
     zuvor:    +0,3% gg Vm/+3,5% gg Vj 
 
     Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche) 
     PROGNOSE: 220.000 
     zuvor:  226.000 
 
  16:00 Auftragseingang Industrie Mai 
     PROGNOSE:  -1,3% gg Vm 
     zuvor:    +4,8% gg Vm 
 

ÜBERSICHT INDIZES

Index             zuletzt +/- % 
E-Mini-Future S&P-500    7.544,00  +0,0 
E-Mini-Future Nasdaq-100  30.063,00  -0,1 
S&P/ASX 200 (Sydney)     8.716,50  -0,1 
Topix-500 (Tokio)      4.033,64  +0,6 
Kospi (Seoul)        7.816,38  -5,9 
Shanghai-Composite      4.064,73  -1,2 
Hang-Seng-Index (Hongkong) 23.074,17  +0,8 
 

FINANZMÄRKTE

OSTASIEN (VERLAUF)

Erneut uneinheitlich tendieren die Börsen in Ostasien und Australien am Donnerstag. Heftige Kursverluste verzeichnen Aktien von Chipherstellern. Der Sektor war am Vorabend in den USA schon abverkauft worden. In Seoul ziehen Verluste der Chiphersteller Samsung Electronics (-6,8%) und SK Hynix (-8,6%) den Leitindex Kospi in die Tiefe. Dagegen legen im Rüstungssektor Hanwha Ocean um 3,1 Prozent zu. Der Schiffsbaukonzern hat das Ausschreibungsverfahren der südkoreanischen Seestreitkräfte für einen neuen Zerstörer gewonnen. Neue Inflationsdaten haben derweil keinen Einfluss auf das Geschehen am Aktienmarkt; der Preisauftrieb in Südkorea erreichte zwar im Juni das höchste Niveau seit 30 Monaten, deckte sich aber mit der Konsensschätzung von Ökonomen. Auch in Tokio stoßen Anleger Aktien des Chipsektors ab. Kioxia verbilligen sich um 13,3 und Advantest um 8,2 Prozent. Gesucht sind Takeda Pharmaceuticals, die nach Bekanntgabe einer KI-Entwicklungspartnerschaft mit dem Biotech-Unternehmen Insilico um 2,3 Prozent zulegen. Aktien chinesischer Autohersteller profitieren von den Absatzzahlen für Juni und stützen mit ihren Kursgewinnen den Hang-Seng-Index in Hongkong. Die Verkaufszahlen zeugten von einer hohen Nachfrage aus dem Ausland. Geely Automobile gewinnen 3,6, Xpeng 2,7 und Xiaomi 4,8 Prozent, Die Aktie des Halbleiterkonzerns Semiconductor Manufacturing International (SMIC) gibt dagegen um 8,9 Prozent nach. Der australische Aktienmarkt wird gestützt von den schwergewichteten Banken National Australia Bank (+3,4%), Westpac (+1,7%), ANZ (+0,5%) und Commonwealth Bank of Australia (+0,1%).

WALL STREET

INDEX     zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag 
DJIA     52.305,24  -0,0  -13,96    52.319,20 
S&P-500    7.483,23  -0,2  -16,13    7.499,36 
NASDAQ Comp 26.040,03  -0,7  -173,69 
NASDAQ 100  29.809,13 
 
           Mittwoch  Dienstag 
Umsatz NYSE (Aktien) 1,37 Mrd  1,70 Mrd 
Gewinner       1.574   1.297 
Verlierer      1.212   1.490 
Unverändert       77     85 
 

Etwas leichter - Im späten Geschäft ging es mit den Kursen etwas nach unten, der Dow gab seine Aufschläge ab - der breite S&P-500 drehte knapp ins Minus. Für die technologielastigen Nasdaq-Indizes ging es nach den kräftigen Gewinnen der Vortage deutlicher gen Süden. Dass der Nasdaq-Composite deutlich schlechter abschnitt als der Nasdaq-100 war dem kräftigen Minus von 7,8 Prozent beim Börsenneuling SpaceX geschuldet. Die Aktie ist im Composite enthalten, aber noch nicht im Nasdaq-100. Für Zurückhaltung dürfte derweil gesorgt haben, dass am Donnerstag der US-Arbeitsmarktbericht für Juni auf der Agenda steht, der mutmaßlich kurzfristig die Richtung vorgeben könnte. Der ADP-Arbeitsmarktbericht für Juni zeigte unterdessen einen Stellenaufbau unter der Prognose. Der ISM-Index für die Industrie im Juni fiel etwas stärker zurück als erwartet, signalisierte aber weiter Expansion. Das gleiche galt für den von S&P Global ermittelten Einkaufsmanagerindex. Im Blick hatten die Akteure auch den ersten Auftritt des neuen US-Notenbankchefs Kevin Warsh auf dem geldpolitischen Symposium in Sintra. Warsh vermied dort Aussagen zum künftigen geldpolitischen Kurs. Meta Platforms gewannen 8,8 Prozent. Laut Bloomberg will das Unternehmen Geschäftskunden Zugang zu seiner riesigen und wachsenden KI-Rechenzentrumsinfrastruktur gewähren, mithin überschüssige Kapazitäten verkaufen. Darunter litten die Kurse kleinerer Cloud-Anbieter wie Nebius (-17%) oder Coreweave (-13,9%). Alcoa büßten 8,9 Prozent ein. Der Aluminiumhersteller übernimmt Bereiche des australischen Bergbauunternehmens South32 im Wert von bis zu 5,6 Milliarden Dollar. Nike stiegen nach verhaltenem Start 4,9 Prozent. Der Konzern hat im vierten Geschäftsquartal einen neuerlichen Umsatzrückgang verzeichnet. Die Ergebnisse im Quartal seien aber besser als befürchtet ausgefallen, betonte Jefferies. Im Technologiesegment verloren nach der jüngsten Rally Micron Technology 10,6 und Marvell 8,7 Prozent. Marktteilnehmer vermuteten dahinter auch Gewinnmitnahmen.

US-ANLEIHEN

US-Treasuries Rendite  +/- Tageshoch Tagestief 
2 Jahre      4,18 +0,01    4,18    4,17 
5 Jahre      4,24 +0,01    4,24    4,23 
10 Jahre     4,48 +0,01    4,49    4,48 
 

Trotz der allenfalls durchwachsenen neuen Konjunkturdaten stiegen die Anleiherenditen weiter. Marktteilnehmer verwiesen dazu aber auch auf Positionsanpassungen zu Beginn des neuen Quartals. Die Rendite zehnjähriger Papiere legte um 4 Basispunkte auf 4,46 Prozent zu. Im asiatisch dominierten Handel am Donnerstag geht es mit den Renditen weiter aufwärts.

DEVISEN

DEVISEN         zuletzt +/- %   00:00  Mi, 9:30 Uhr % YTD 
EUR/USD          1,1383  +0,1   1,1376     1,1392  -3,1 
EUR/JPY          184,86  -0,1   184,95     185,35  +0,5 
EUR/GBP          0,8564  -0,1   0,8569     0,8610  -1,7 
USD/JPY          162,38  -0,1   162,56     162,68  +3,7 
USD/KRW         1.554,72  +0,3  1.550,66    1.555,70  +7,9 
USD/CNY          6,7867  -0,1   6,7942     6,7937  -3,0 
USD/CNH          6,7902  -0,1   6,7946     6,7999  -2,7 
USD/HKD          7,8435  0,0   7,8436     7,8435  +0,8 
AUD/USD          0,6891  0,0   0,6891     0,6884  +3,3 
NZD/USD          0,5674  +0,1   0,5671     0,5670  -1,4 
BTC/USD        60.730,55  +1,1 60.077,87    58.582,78 -30,8 
 

Der Dollar stieg im Gefolge der Anleiherenditen, der Euro kam auf 1,1381 Dollar zurück. Der Yen konsolidiert derweil am Donnerstag im asiatischen Handel. Im Blick steht indessen weiter eine mögliche Intervention der japanischen Notenbank wegen der jüngsten Schwäche des Yen.

++++ ROHSTOFFE +++++

METALLE

Metalle         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          4.064,81  +0,9   34,92    4.029,89 
Silber           59,69  +0,9    0,55      59,14 
Platin         1.608,05  +2,0   31,18    1.576,87 
 

Der Goldpreis profitierte am Mittwoch von dem enttäuschenden ADP-Arbeitsmarktbericht und dem Umstand, dass sich der neue Fed-Chef Kevin Warsh nicht dazu äußerte, ob die US-Notenbank bei ihrer nächsten Sitzung die Zinsen erhöhen könnte. Der Preis für die Feinunze stieg um gut 1 Prozent.

ÖL

ROHOEL          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         67,74  -1,2   -0,84      68,58 
Brent/ICE         70,87  -1,0   -0,70      71,57 
 

Die Erwartung eines steigenden Angebots nach der Wiederaufnahme von Schiffstransporten durch die Straße von Hormus drückte die Ölpreise. Der Preis für das Barrel Brentöl fiel um 1,9 Prozent auf 71,57 Dollar.

MELDUNGEN SEIT MITTWOCH 20.00 UHR

INFLATION SÜDKOREA

(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires

July 02, 2026 01:41 ET (05:41 GMT)

DJ MORNING BRIEFING - USA/Asien -2-

Wie das Ministerium für Daten und Statistik am Donnerstag mitteilte, stieg der Referenzindex für Verbraucherpreise im Juni um 3,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr - der schnellste Anstieg seit Dezember 2023. Im Mai hatte der Anstieg 3,1 Prozent betragen. Der jüngste Wert entsprach der Konsensprognose der vom Wall Street Journal befragten Ökonomen. Im Vergleich zum Vormonat stiegen die Verbraucherpreise im Juni um 0,1 Prozent, was ebenfalls der Umfrage entsprach. Im Mai waren die Preise gegenüber dem Vormonat um 0,5 Prozent gestiegen. Die Kernrate der Verbraucherpreise, die die volatilen Lebensmittel- und Energiepreise ausklammert, stieg im Juni um 2,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr und blieb damit gegenüber dem Vormonat unverändert.

BHP

hat einen Umweltgenehmigungsantrag für ein Projekt im Wert von 1,5 Milliarden US-Dollar zur Wiedereröffnung der Mine Cerro Colorado im Norden Chiles eingereicht. Der nach Marktwert größte Bergbaukonzern der Welt hatte die Mine Ende 2023 geschlossen, jedoch Optionen für eine Wiederaufnahme des Betriebs geprüft, darunter den Einsatz von Laugungstechnologien und entsalztem Wasser.

TAKEDA

Der japanische Pharmakonzern ist eine KI-Partnerschaft zur Wirkstoffforschung mit dem Biotech-Unternehmen Insilico eingegangen mit einem potenziellen anfänglichen Wert von 600 Millionen US-Dollar. Im Rahmen der am Donnerstag angekündigten Partnerschaft wird Takeda Insilico für die Nutzung seiner proprietären Pharma.AI-Plattform bezahlen. Damit sollen Medikamentenkandidaten in verschiedenen therapeutischen Bereichen vorangebracht werden.

HINWEIS: Dieses Briefing kann Meldungselemente enthalten, die mit Künstlicher Intelligenz automatisch aus der ursprünglich englischen Version ins Deutsche übersetzt wurden. Die englischsprachige Version sollte als die maßgebliche Fassung betrachtet werden.

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/gos/flf/cln

(END) Dow Jones Newswires

July 02, 2026 01:41 ET (05:41 GMT)

Copyright (c) 2026 Dow Jones & Company, Inc.

© 2026 Dow Jones News
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