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MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa

DJ MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa

FEIERTAGSHINWEIS

DONNERSTAG: Am US-Anleihemarkt findet ein verkürzter Handel statt.

FREITAG: In den USA bleiben die Finanzmärkte wegen des Unabhängigkeitstags am 4. Juli geschlossen.

TAGESTHEMA

Bayer bündelt sein US-Geschäft mit dem umstrittenen Unkrautvernichter Glyphosat in einer eigenständigen Einheit. Die Ruveon LLC soll als Teil des Bayer-Konzerns ihren Sitz in St. Louis im US-Bundesstaat Missouri haben und von Preisgestaltung und Markteinführungsstrategien bis hin zu Produktion und Logistik für alle Aspekte des US-Glyphosatgeschäfts zuständig sein, wie der Leverkusener DAX-Konzern mitteilte. Als eigenständige Einheit könne Ruveon agiler handeln und damit den spezifischen Wettbewerbsdynamiken in dem durch Generika geprägten Markt besser begegnen. Laut Bayer ist dieser Schritt Teil des im vergangenen Jahr vorgestellten Fünfjahresprogramms für die Sparte Crop Science.

AUSBLICK UNTERNEHMEN

11:00 DE/Kion Group AG, Pre-Close-Call 2Q

Im Tagesverlauf:

- FR/Cie Generale des Etablissements Michelin SCA, Pre-Close-Call

DIVIDENDENABSCHLAG

(bei deutschen Aktien und Aktien aus dem Stoxx- bzw. Euro-Stoxx-50-Index)

Unternehmen            Dividende 
Mainova              10,84 EUR 
Maschinenfabrik Berthold Hermle  9,55 EUR 
Norma Group            0,14 EUR 
 

AUSBLICK KONJUNKTUR

- EU 
  11:00 Arbeitsmarktdaten Mai 
     Eurozone Arbeitslosenquote 
     PROGNOSE:   6,3% 
     zuvor:    6,3% 
- US 
  14:30 Arbeitsmarktdaten Juni 
     Beschäftigung ex Agrar 
     PROGNOSE: +115.000 
     zuvor:  +172.000 
     Arbeitslosenquote 
     PROGNOSE:   4,3% 
     zuvor:    4,3% 
     durchschnittliche Stundenlöhne 
     PROGNOSE:  +0,3% gg Vm/+3,5% gg Vj 
     zuvor:    +0,3% gg Vm/+3,5% gg Vj 
 
     Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche) 
     PROGNOSE: 220.000 
     zuvor:  226.000 
 
  16:00 Auftragseingang Industrie Mai 
     PROGNOSE:  -1,3% gg Vm 
     zuvor:    +4,8% gg Vm 
 

ÜBERSICHT FUTURES / INDIZES

Aktuell: 
Index            zuletzt +/- % 
DAX Futures        25.265,00  +0,2 
E-Mini-Future S&P-500   7.552,75  +0,1 
E-Mini-Future Nasdaq-100 30.148,75  +0,2 
Topix (Tokio)       4.041,22  +0,7 
Hang-Seng (Hongk.)    23.154,41  +1,2 
Shanghai-Comp.       4.075,31  -0,9 
 
Mittwoch: 
INDEX        zuletzt +/- % 
DAX        25.040,28  +0,2 
DAX-Future    25.225,00  +0,4 
MDAX       32.056,64  +0,8 
TecDAX       3.889,17  +0,9 
SDAX       18.195,59  +0,8 
Euro-Stoxx-50   6.282,50  -0,7 
Stoxx-50      5.374,81  -0,8 
XDAX       25.006,74  -0,1 
Dow-Jones     52.305,24  -0,0 
S&P-500      7.483,23  -0,2 
Nasdaq Composite 26.040,03  -0,7 
 

FINANZMÄRKTE

EUROPA

Ausblick: Die Börsen dürften wenig verändert in den Handel starten. Am Umfeld hat sich wenig getan. Dem DAX fällt es weiter schwer, die Marke von 25.000 Punkten zu halten. "Immer wenn Anleger darauf hoffen, dass der Weg jetzt frei sein und der deutsche Leitindex nachhaltig über die runde Marke springen könnte, ziehen aus einer Richtung dunkle Wolken auf", heißt es bei CMC. Höhepunkt des Tages ist die Bekanntgabe der US-Arbeitsmarktdaten für Juni. Die am Vortag veröffentlichten ADP-Daten waren etwas schwächer als erwartet ausgefallen.

Rückblick: Etwas leichter - Tagesverlierer waren Energiewerte angesichts weiter gefallenen Ölpreise. Der Stoxx-Subindex Öl- und Gas verlor 1,8 Prozent, der Subindex Energie ebenso. Dass die Inflationsrate im Euroraum im Juni dank niedrigerer Energiepreise zurückging, sorgte für keinen Impuls mehr, nachdem vortags bereits günstige Länderdaten gestützt hatten. Erneut gesucht waren Rüstungswerte. Rheinmetall waren mit 6,1 Prozent DAX-Tagesgewinner, Renk gewannen 5,4 und Hensoldt 4,6 Prozent. Leonardo stiegen um 3,9 und Thales um 2,1 Prozent. Die FT hatte berichtet, dass der Panzerhersteller KNDS Schwierigkeiten habe, Investoren davon zu überzeugen, seinen geplanten Börsengang mit einer Bewertung von mehr als 12 Milliarden Euro zu unterstützen. Das dürfte wieder Gelder freigesetzt haben, die für eine eventuelle Zeichnung von KNDS zurückgehalten worden seien, hieß es. Schneider Electric verloren 3,1 Prozent mit der von Analysten als teuer eingestuften Übernahme des Anbieters von KI-gestützter Industriesoftware Cognite für 3,1 Milliarden Dollar. Gesucht waren zum Start des zweiten Halbjahres Verlierer des ersten Halbjahres, wozu insbesondere Softwareaktien gehören. SAP gewannen 5,1, Scout 24 3,4, Atoss Software fast 10 Prozent, Capgemini und Dassault Systemes je gut 3 und Temenos über 4 Prozent.

DAX/MDAX/SDAX/TECDAX

Gut behauptet - Der DAX schaffte es wieder über die Marke von 25.000 Punkten. Airbus stiegen um 1,9 Prozent. Laut den Analysten von MWB dürften rekordhohe Juni-Auslieferungszahlen die Debatte über eine mögliche Senkung des Ausblicks beenden. Infineon verloren zum Start ins zweite Halbjahr 4,6 Prozent nach einer Kursverdopplung im ersten Halbjahr. Deutsche Telekom erholten sich von den schweren Verlusten der Vortage um 1,8 Prozent. BMW gewannen 1,6 Prozent, Beide Unternehmen starteten am Berichtstag neue Tranchen ihrer Aktienrückkaufprogramme.

XETRA-NACHBÖRSE

Fresenius zeigten keine Reaktion auf die Mitteilung, Anleihen im Volumen von 1 Milliarde Euro platziert zu haben. Continental wurden auf Tradegate 0,6 Prozent höher gestellt. Der Autozulieferer hatte nach dem Xetra-Handelsende einen sogenannten Pre-Close-Call abgehalten.

USA - AKTIEN

Etwas leichter - Im späten Geschäft ging es mit den Kursen etwas nach unten, der Dow gab seine Aufschläge ab - der breite drehte knapp ins Minus. Für die technologielastigen Nasdaq-Indizes ging es nach den kräftigen Gewinnen der Vortage deutlicher gen Süden. Dass der Nasdaq-Composite deutlich schlechter abschnitt als der Nasdaq-100 ist dem kräftigen Minus von 7,8 Prozent beim Börsenneuling SpaceX geschuldet. Die Aktie ist im Composite enthalten, aber noch nicht im Nasdaq-100. Für Zurückhaltung dürfte derweil gesorgt haben, dass am Donnerstag der US-Arbeitsmarktbericht für Juni auf der Agenda steht, der mutmaßlich kurzfristig die Richtung vorgeben könnte. Der ADP-Arbeitsmarktbericht für Juni zeigte unterdessen einen Stellenaufbau unter der Prognose. Der ISM-Index für die Industrie im Juni fiel zugleich etwas stärker als erwartet aus, signalisierte aber weiter Expansion. Das gleiche galt für den von S&P Global ermittelten Einkaufsmanagerindex. Meta Platforms gewannen 8,8 Prozent. Laut Bloomberg will das Unternehmen Geschäftskunden Zugang zu seiner riesigen und wachsenden KI-Rechenzentrumsinfrastruktur gewähren, mithin überschüssige Kapazitäten verkaufen. Darunter leiden die Kurse kleinerer Cloud-Anbieter wie Nebius (-17%) oder Coreweave (-13,9%). Alcoa büßten 8,9 Prozent ein. Der Aluminiumhersteller übernimmt Bereiche des australischen Bergbauunternehmens South32 im Wert von bis zu 5,6 Milliarden Dollar. Nike stiegen nach verhaltenem Start 4,9 Prozent. Der Konzern hat im vierten Geschäftsquartal einen neuerlichen Umsatzrückgang verzeichnet. Die Ergebnisse im Quartal seien aber besser als befürchtet ausgefallen, betonte Jefferies. Im Technologiesegment verloren nach der jüngsten Rally Micron Technology 10,6 und Marvell 8,7 Prozent. Marktteilnehmer vermuten dahinter auch Gewinnmitnahmen.

USA - ANLEIHEN

US-Treasuries Rendite  +/- Tageshoch Tagestief 
2 Jahre      4,18 +0,01    4,18    4,17 
5 Jahre      4,24 +0,01    4,24    4,23 
10 Jahre     4,48 +0,01    4,49    4,48 
 

Trotz der allenfalls durchwachsenen Konjunkturdaten steigen die Renditen weiter - allerdings nur sehr moderat - im späten Geschäft kamen sie von den Tageshochs zurück. Marktteilnehmer verwiesen dazu auch auf Positionsanpassungen zu Beginn des neuen Quartals. Im Blick hatten Akteure auch den ersten Auftritt des neuen US-Notenbankchefs Kevin Warsh auf dem geldpolitischen Symposium in Sintra. Warsh vermied dort Aussagen zum künftigen geldpolitischen Kurs. Die Märkte preisten eine Wahrscheinlichkeit von weniger als 30 Prozent für eine Zinserhöhung in diesem Monat ein.

DEVISENMARKT

DEVISEN    zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Mi, 17:30 
EUR/USD     1,1386  +0,1  0,0010     1,1376   1,1393 
EUR/JPY     184,92  -0,0  -0,0300    184,9500  185,0200 
EUR/CHF     0,9206  -0,0  -0,0004     0,9210   0,9207 
EUR/GBP     0,8567  -0,0  -0,0002     0,8569   0,8576 
USD/JPY     162,38  -0,1  -0,1800    162,5600  162,3800 
GBP/USD     1,3288  +0,1  0,0017     1,3271   1,3280 
USD/CNY     6,7845  -0,1  -0,0097     6,7942   6,7942 
USD/CNH     6,7874  -0,1  -0,0072     6,7946   6,7937 
AUS/USD     0,6894  +0,0  0,0003     0,6891   0,6903 
Bitcoin/USD 60.642,17  +0,9  564,30    60.077,87 60.248,76 
 

Der Dollar-Index legte mit den gestiegenen Renditen um 0,2 Prozent zu.

Die Wahrscheinlichkeit einer gemeinsamen Devisenintervention der USA und Japans zur Stützung des Yen scheint hoch zu sein, urteilt TD Securities. Die "wiederholte Erwähnung der USA" durch den obersten japanischen Währungsdiplomaten Mimura in einem Interview sei ein Versuch, den Markt verbal dahingehend zu beeinflussen, dass US-Vertreter einer bilateralen Intervention zustimmen könnten, was eine energischere Devisenintervention wäre. "In diesem Szenario könnte der Dollar zum Yen viel stärker fallen als der typische Rückgang um 5 Yen bei früheren unilateralen Interventionen."

ROHSTOFFE

METALLE

Metalle    zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag 
Gold     4.055,98  +0,6   26,09    4.029,89 
Silber      59,88  +1,3   0,74      59,14 
Platin    1.610,50  +2,1   33,63    1.576,87 
 

Der Goldpreis setzte sich nach dem jüngsten Rücksetzer wieder von der 4.000er Marke ab, er stieg um rund 1,1 Prozent.

ÖL

ROHÖL     zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex    67,86  -1,1   -0,72      68,58 
Brent/ICE     70,9  -0,9   -0,67      71,57 
 

Für Gesprächsstoff sorgte die Entwicklung im Nahen Osten, nachdem US-Präsident Donald Trump eine Rückkehr zu einem umfassenden Krieg mit dem Iran abgewogen habe, zunächst aber an Gesprächen festhalten wolle, wie mit der Angelegenheit vertrauten Personen berichten. Das sorgte insgesamt für Erleichterung - der Brentpreis fiel um 1,9 Prozent auf 71,57 Dollar pro Barrel.

MELDUNGEN SEIT MITTWOCH 17.30 UHR

USA - Geldpolitik

Zwei Wochen nach der ersten Sitzung von Kevin Warsh als neuer Fed-Chairman hat ein hochrangiger Wirtschaftsberater von US-Präsident Donald Trump angedeutet, dass das Weiße Haus wenig Verständnis für Zinserhöhung haben dürfte. In einem Interview auf Fox Business warnte der Direktor des Nationalen Wirtschaftsrates, Kevin Hassett, dass eine Zinserhöhung zur Bekämpfung von Preissteigerungen der falsche Weg wäre.

BAYER

Nach dem Sieg vor dem höchsten US-Gericht treibt Bayer den umfassenden Abschluss der Einigung mit Glyphosatklägern voran. Der Gewinn vor dem Supreme Court habe alle Beteiligten beim außergerichtlichen Vergleich in eine neue Lage versetzt, heißt es in Unternehmenskreisen. Das betrifft vor allem die Verhandlungen mit Klägern, die Bayers Angebote bisher abgelehnt haben. Um wie viele der 67.000 Kläger es sich dabei handelt, ist nicht bekannt. Für die Gespräche mit ihnen und ihren Anwälten hat das für den Vergleich zuständige Gericht im US-Bundesstaat Missouri eine neue Frist gesetzt. Statt wie zunächst geplant am 9. Juli soll dort nun am 19. August über die Einigung entschieden werden. Die Verlängerung sei auf Betreiben von Bayer und Klägerkanzleien gekommen, hieß es in den Kreisen. Wir unterstützen die Entscheidung des Gerichts", teilte Bayer mit. (Handelsblatt)

FRESENIUS

hat Anleihen im Volumen von 1 Milliarde Euro begeben, in zwei Tranchen über jeweils 500 Millionen Euro. Die Transaktion deckt den Refinanzierungsbedarf für das Gesamtjahr 2026 vollständig ab, wie Fresenius mitteilte.

MERCEDES-BENZ

Bei Mercedes-Benz stockt die Produktion des Elektro-Modells GLC. Nach Handelsblatt-Informationen fehlen unter anderem Batterien des Herstellers CATL. Ein Sprecher bestätigte dies auf Anfrage. Die Probleme sind für den mit schrumpfenden Gewinnen und Verkaufszahlen kämpfenden Konzern ein Rückschlag. Mit dem GLC hat Mercedes sein wichtigstes Modell elektrifiziert. Laut Handelsblatt-Auswertungen verzeichnete das vorerst nur in Europa ausgelieferte Modell von Mitte März bis Ende Mai lediglich 3.300 Neuzulassungen. (Handelsblatt)

BHP

hat einen Umweltgenehmigungsantrag für ein Projekt im Wert von 1,5 Milliarden US-Dollar zur Wiedereröffnung der Mine Cerro Colorado im Norden Chiles eingereicht. Der nach Marktwert größte Bergbaukonzern der Welt hatte die Mine Ende 2023 geschlossen, jedoch Optionen für eine Wiederaufnahme des Betriebs geprüft, darunter den Einsatz von Laugungstechnologien und entsalztem Wasser.

KNDS

Angesichts der aktuellen Marktvolatilität im europäischen Verteidigungssektor hat der Panzerhersteller KNDS mitgeteilt, dass die Aktionäre das Unternehmen über ihre Absicht informiert hätten, den Börsengangsprozess wieder aufzunehmen, sobald sich die Marktbedingungen verbesserten. KNDS habe nahezu alle erforderlichen Vorbereitungsphasen für die geplante Börsennotierung abgeschlossen und sich intensiv mit Investoren ausgetauscht. Demnach teilten die Investoren die differenzierte Branchenpositionierung von KNDS und glaubten an die langfristige Strategie von KNDS.

HINWEIS: Dieses Briefing kann Meldungselemente enthalten, die mit Künstlicher Intelligenz automatisch aus der ursprünglich englischen Version ins Deutsche übersetzt wurden. Die englischsprachige Version sollte als die maßgebliche Fassung betrachtet werden.

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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July 02, 2026 01:42 ET (05:42 GMT)

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