DJ PRESSESPIEGEL/Zinsen, Konjunktur, Kapitalmärkte, Branchen
Die wirtschaftsrelevanten Themen aus den Medien, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.
BUNDESWEHR - Nato-Generalsekretär Mark Rutte sieht die Aufrüstung der Bundeswehr als entscheidenden Beitrag dafür, die Zukunft des transatlantischen Militärbündnisses zu sichern. Deutschland wolle 2029 doppelt so viel in die Verteidigung investieren wie 2021, sagte er im Interview mit dem Handelsblatt. "Das ist die Führungsrolle, die wir in Europa brauchen und die Deutschland übernimmt." Es gehe darum, ein neues Gleichgewicht in der Allianz zu schaffen und die USA zu entlasten. Rutte nahm am Mittwoch an der Tagung des Bundeskabinetts im Verteidigungsministerium teil. Das Treffen diente unter anderem der Vorbereitung auf den Nato-Gipfel kommende Woche in Ankara. (Handelsblatt)
NATO - Vor dem Gipfeltreffen der Nato in Ankara bringt Generalsekretär Mark Rutte die Möglichkeit einer Nato-Mission im Persischen Golf ins Spiel. "Wenn es erwünscht ist, kann die Nato helfen, selbstverständlich", sagte Rutte im Interview mit dem Handelsblatt. Zwar sei ein Nato-Engagement "nicht die erste Sache, an die man denken sollte". Die Nato sei aber in ihrer Geschichte schon außerhalb ihres Territoriums tätig gewesen. Rutte ist derzeit bemüht, US-Präsident Donald Trump vom Wert der transatlantischen Allianz zu überzeugen. Trump wirft den europäischen Bündnispartner vor, die USA im Irankrieg im Stich gelassen zu haben. (Handelsblatt)
GKV-SPARPAKET - Die Bundesregierung macht bei einem ihrer umstrittensten Sparpläne für die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) einen Rückzieher. Statt Pharmaunternehmen künftig jedes Jahr einen neu berechneten Herstellerabschlag aufzuerlegen, will die Koalition nun einen festen Rabatt einführen. Darauf hat sich die Koalition nach Informationen des Handelsblatts geeinigt. Damit schafft Schwarz-Rot die lange von der Branche geforderte Planungssicherheit. Allerdings ist Berlin nicht bereit, die Pharmabranche generell von neuen Belastungen zu befreien. Um die Sparziele der GKV zu erreichen, will die Koalition die Unternehmen deutlich stärker belasten, als es bisher der Fall ist. Derzeit gewähren Pharmaunternehmen den Krankenkassen auf patentgeschützte Arzneimittel einen gesetzlich vorgeschriebenen Rabatt von 7 Prozent. Künftig soll dieser Herstellerabschlag mit 15,5 Prozent mehr als doppelt so hoch ausfallen, ist aus Koalitionskreisen zu hören. (Handelsblatt)
UNTERNEHMENSBERATER - Die schwache Wirtschaftslage bekommen auch die Unternehmensberater zu spüren. Die 20 größten Managementberatungen mit Hauptsitz in Deutschland sind im vergangenen Jahr im Mittel nur noch um 4,1 Prozent gewachsen - deutlich weniger als die 7,5 Prozent im Jahr zuvor. Die großen internationalen Beratungshäuser verloren im Jahr 2025 noch mehr an Schwung und wuchsen im Mittel nur noch um rund 4 Prozent, gegenüber 7,3 Prozent im Vorjahr. Zu diesem Ergebnis kommt das Marktforschungsunternehmen Lünendonk. Der internationale Beratungsmarkt wird in diesem Jahr angeführt von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte. Deren Beratungsumsatz im vergangenen Jahr taxiert Lünendonk auf rund 43,7 Milliarden Dollar. Dahinter folgt der frühere Spitzenreiter Accenture mit Beratungsumsätzen von rund 35,1 Milliarden Dollar. Der Aktienkurs von Accenture ist in den vergangenen Monaten aber stark unter Druck geraten, nachdem unter Anlegern offensichtlich die Furcht aufgekommen ist, dass die KI die Nachfrage nach Outsourcing-Dienstleistungen untergraben könnte. (FAZ)
KI - Die US-Regierung befindet sich in fortgeschrittenen Gesprächen mit KI-Unternehmen, um freiwillige Standards für die Veröffentlichung neuer Modelle zu schaffen, nachdem sie in die Markteinführung modernster Tools von Anthropic und OpenAI eingegriffen hatte. Die Standards, die bereits nächste Woche bekannt gegeben werden sollen, würden laut mit den Gesprächen vertrauten Personen Maßstäbe für Modelle mit hochmodernen Cyberfähigkeiten setzen und Zeitpläne für die Veröffentlichung festlegen, um künftige Markteinführungen zu straffen. (Financial Times)
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Kontakt zum Autor: konjunktur.de@dowjones.com
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July 02, 2026 00:15 ET (04:15 GMT)
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NATO - Vor dem Gipfeltreffen der Nato in Ankara bringt Generalsekretär Mark Rutte die Möglichkeit einer Nato-Mission im Persischen Golf ins Spiel. "Wenn es erwünscht ist, kann die Nato helfen, selbstverständlich", sagte Rutte im Interview mit dem Handelsblatt. Zwar sei ein Nato-Engagement "nicht die erste Sache, an die man denken sollte". Die Nato sei aber in ihrer Geschichte schon außerhalb ihres Territoriums tätig gewesen. Rutte ist derzeit bemüht, US-Präsident Donald Trump vom Wert der transatlantischen Allianz zu überzeugen. Trump wirft den europäischen Bündnispartner vor, die USA im Irankrieg im Stich gelassen zu haben. (Handelsblatt)
GKV-SPARPAKET - Die Bundesregierung macht bei einem ihrer umstrittensten Sparpläne für die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) einen Rückzieher. Statt Pharmaunternehmen künftig jedes Jahr einen neu berechneten Herstellerabschlag aufzuerlegen, will die Koalition nun einen festen Rabatt einführen. Darauf hat sich die Koalition nach Informationen des Handelsblatts geeinigt. Damit schafft Schwarz-Rot die lange von der Branche geforderte Planungssicherheit. Allerdings ist Berlin nicht bereit, die Pharmabranche generell von neuen Belastungen zu befreien. Um die Sparziele der GKV zu erreichen, will die Koalition die Unternehmen deutlich stärker belasten, als es bisher der Fall ist. Derzeit gewähren Pharmaunternehmen den Krankenkassen auf patentgeschützte Arzneimittel einen gesetzlich vorgeschriebenen Rabatt von 7 Prozent. Künftig soll dieser Herstellerabschlag mit 15,5 Prozent mehr als doppelt so hoch ausfallen, ist aus Koalitionskreisen zu hören. (Handelsblatt)
UNTERNEHMENSBERATER - Die schwache Wirtschaftslage bekommen auch die Unternehmensberater zu spüren. Die 20 größten Managementberatungen mit Hauptsitz in Deutschland sind im vergangenen Jahr im Mittel nur noch um 4,1 Prozent gewachsen - deutlich weniger als die 7,5 Prozent im Jahr zuvor. Die großen internationalen Beratungshäuser verloren im Jahr 2025 noch mehr an Schwung und wuchsen im Mittel nur noch um rund 4 Prozent, gegenüber 7,3 Prozent im Vorjahr. Zu diesem Ergebnis kommt das Marktforschungsunternehmen Lünendonk. Der internationale Beratungsmarkt wird in diesem Jahr angeführt von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte. Deren Beratungsumsatz im vergangenen Jahr taxiert Lünendonk auf rund 43,7 Milliarden Dollar. Dahinter folgt der frühere Spitzenreiter Accenture mit Beratungsumsätzen von rund 35,1 Milliarden Dollar. Der Aktienkurs von Accenture ist in den vergangenen Monaten aber stark unter Druck geraten, nachdem unter Anlegern offensichtlich die Furcht aufgekommen ist, dass die KI die Nachfrage nach Outsourcing-Dienstleistungen untergraben könnte. (FAZ)
KI - Die US-Regierung befindet sich in fortgeschrittenen Gesprächen mit KI-Unternehmen, um freiwillige Standards für die Veröffentlichung neuer Modelle zu schaffen, nachdem sie in die Markteinführung modernster Tools von Anthropic und OpenAI eingegriffen hatte. Die Standards, die bereits nächste Woche bekannt gegeben werden sollen, würden laut mit den Gesprächen vertrauten Personen Maßstäbe für Modelle mit hochmodernen Cyberfähigkeiten setzen und Zeitpläne für die Veröffentlichung festlegen, um künftige Markteinführungen zu straffen. (Financial Times)
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