DJ ÜBERBLICK am Abend/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires.
US-Job-Zuwachs schwächer als erwartet - Arbeitslosenquote sinkt
Der Beschäftigungszuwachs in der US-Wirtschaft ist im Juni schwächer als erwartet gewesen, wobei auch die Vormonatszahlen spürbar nach unten revidiert wurden. Die Arbeitslosenquote sank leicht, was aber an einer geringeren Erwerbsbeteiligung lag. Die Löhne entwickelten sich wie erwartet. Wie das US-Arbeitsministerium berichtete, entstanden im Juni in der Privatwirtschaft und beim Staat 57.000 zusätzliche Stellen. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten einen doppelt so hohen Zuwachs von 115.000 Stellen erwartet.
Zahl der US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe vergangene Woche gesunken
Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA ist in der vergangenen Woche leicht gesunken, da sich die Unternehmen weiterhin mit weitreichenden Entlassungen zurückhielten. In der Woche bis zum 27. Juni wurden 215.000 Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung gestellt, verglichen mit 216.000 in der Vorwoche, wie das Arbeitsministerium am Donnerstag mitteilte. Von The Wall Street Journal befragte Ökonomen hatten mit 220.000 neuen Anträgen gerechnet. Die Zahl der fortgeführten Anträge, die ein Indikator für die Gesamtzahl der Arbeitslosen sind, lag in der Woche bis zum 20. Juni bei 1,81 Millionen, nach ebenfalls 1,81 Millionen in der Vorwoche. Die Daten zu den fortgeführten Anträgen laufen den Daten zu den Erstanträgen um eine Woche hinterher.
Singapurs PMI signalisiert Expansion dank KI-Boom
Ein wichtiger Indikator für die Aktivität des verarbeitenden Gewerbes in Singapur ist im Juni den elften Monat in Folge gewachsen, was auf den anhaltenden Boom im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) zurückzuführen ist. Der vom Singapore Institute of Purchasing and Materials Management (SIPMM) erstellte Einkaufsmanagerindex (PMI) stieg im Juni auf 51,3, nach 51,0 im Mai. Ein Wert über 50 signalisiert eine Expansion, während ein Wert unter 50 auf eine Kontraktion hindeutet.
Auftragseingang der US-Industrie im Mai gesunken
Der Auftragseingang der US-Industrie hat sich im Mai um 1,3 Prozent gegenüber dem Vormonat verringert. Das entsprach exakt der von Volkswirten erwarteten Rate. Für den Vormonat ergab sich ein Plus von 5,3 Prozent, wie das US-Handelsministerium weiter mitteilte. Vorläufig war eine Zunahme von 4,8 Prozent berichtet worden. Beim Bestelleingang für langlebige Wirtschaftsgüter meldete das Ministerium für Mai einen Rückgang von 4,5 Prozent nach vorläufig minus 4,5 Prozent. Der Auftragseingang ohne Berücksichtigung des Rüstungssektors sank um 1,2 Prozent. Die Order ohne Transportbereich nahmen um 1,9 Prozent zu. Die Bestellungen für zivile Investitionsgüter ohne Flugzeuge, die als wichtige Messgröße für die Unternehmensausgaben gelten, kletterten um 1,4 Prozent. Im Vormonat war ein Minus von 0,6 Prozent registriert worden.
Kanadas Industriesektor expandiert im Juni dank steigender Produktion und neuer Aufträge
Kanadas verarbeitendes Gewerbe hat sein Wachstum im Juni fortgesetzt. Aufgrund der steigenden Produktion und neuer Aufträge erhöhten die Hersteller ihre Beschäftigtenzahl. Die am Donnerstag von S&P Global veröffentlichten kanadaspezifischen Daten enthielten auch Warnungen vor der Inflation. Der von S&P Global ermittelte Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe in Kanada stieg im Juni leicht auf 53,0 von 52,9 Punkten. Damit liegt der Index den dritten Monat in Folge über der 50-Punkte-Marke, die eine Expansion bei den Herstellern des Landes signalisiert. S&P Global führte den Zuwachs im Juni auf solide Steigerungen bei der Produktion und den neuen Aufträgen zurück.
OpenAI strebt IPO-Beteiligung der US-Regierung von 5 Prozent an
OpenAI verfügt im Vorfeld seines mit Spannung erwarteten Börsengangs (IPO) bereits über eine Riege beeindruckender Investoren. Doch der ChatGPT-Entwickler würde Berichten zufolge gerne noch einen weiteren Namen hinzufügen: die US-Regierung. OpenAI habe darüber gesprochen, der Trump-Regierung eine Beteiligung von 5 Prozent anzubieten, möglicherweise über einen Staatsfonds, berichtete die Financial Times unter Berufung auf mit den Gesprächen vertraute Personen. OpenAI reagierte nicht umgehend auf eine Bitte von Barron's um Stellungnahme.
Kontakt zum Autor: konjunktur.de@dowjones.com
DJG/DJN/sha
(END) Dow Jones Newswires
July 02, 2026 13:00 ET (17:00 GMT)
Copyright (c) 2026 Dow Jones & Company, Inc.
