DJ PRESSESPIEGEL/Zinsen, Konjunktur, Kapitalmärkte, Branchen
Die wirtschaftsrelevanten Themen aus den Medien, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.
KI-BOOM - Der Versicherungskonzern Allianz warnt angesichts des immer größeren Kapitalbedarfs im KI-Boom erneut vor Verwerfungen an den Kapitalmärkten. In einem Interview zog Allianz-Chefvolkswirt Ludovic Subran Parallelen zur Dotcom-Blase des Jahres 2000. "Die Bewertungskennzahlen, die Finanzierungsbedingungen und die Risikobereitschaft der Anleger ähneln stark denen der späten 1990er Jahre", sagte Subran. "Der gemeinsame Mechanismus ist aufschlussreich: Die Technologie war erfolgreich, die Anleger, die bei Spitzenbewertungen einstiegen, oft nicht." Eine Blase müsse nicht dramatisch platzen, um kostspielig zu sein. Den "schwersten Schlag" erwartet er im KI-nahen Umfeld - "bei den Infrastrukturanbietern und Herstellern, die in neue Kapazitäten investieren, sowie bei den Softwareunternehmen, die aufgrund von KI-Umsatzprognosen, die sich noch nicht materialisiert haben, mit hohen Bewertungskennzahlen gehandelt werden." (Euro am Sonntag)
INFLATION - Die Notenbanken stehen vor einer neuen Herausforderung: Die enormen Investitionen in Künstliche Intelligenz (KI) drohen die Inflation anzuheizen. Experten warnen vor steigenden Preisen, weil die Nachfrage nach Halbleitern, Netzwerken, Rechenzentren und Energie das verfügbare Angebot übersteigt. Krishna Guha von der Investmentbank Evercore ISI geht davon aus, dass die Kerninflation in den USA durch KI-Effekte schon jetzt um bis zu 0,3 Prozentpunkte höher ausfällt. Bis Jahresende könnte dieser Anteil auf 0,6 Punkte steigen. (Handelsblatt)
FAMILY OFFICES - Deutsche Family Offices sorgen sich um geopolitische Risiken und machen einen Bogen um den Mittleren Osten. Das zeigt die aktuelle Studie "New asset allocation in challenging times" der Unternehmensberatung Roland Berger, für die 88 Family-Office-Vertreter im deutschsprachigen Raum befragt wurden. 88 Prozent der Befragten bewerten die geopolitische Lage als signifikante oder sehr signifikante Herausforderung - ein deutlicher Sprung gegenüber 65 Prozent im Vorjahr. 30 Prozent gaben an, ihr Engagement im Mittleren Osten deutlich zu reduzieren oder zu reduzieren, was vermutlich an den Folgen des Iran-Kriegs liegen dürfte. (Börsen-Zeitung)
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July 03, 2026 00:56 ET (04:56 GMT)
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