Baden-Württemberg (ots) -
Mit dem Blick auf die derzeit auf Bundesebene diskutierte Pflegereform hat sich die baden-württembergische Landesgruppe des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa) deutlich an die neue Landesregierung gewandt. "Die Fehlplanungen in Berlin spüren auch die Pflegebedürftigen in Baden-Württemberg", sagte die bpa-Landesvorsitzende Nicole Schliz im Rahmen der Mitgliederversammlung ihrer Landesgruppe.
Schliz warnte vor allem vor den Auswirkungen der vorgesehenen Benachteiligung der Langzeitpflege gegenüber den Krankenhäusern bei der Refinanzierung von Gehaltssteigerungen. "Wir brauchen mehr Pflegekräfte in den ambulanten Diensten, den teil- und vollstationären Einrichtungen, um die steigende Zahl der Pflegebedürftigen in Baden-Württemberg versorgen zu können. Eine noch stärkere Abwanderung der Fachkräfte in die Krankenhäuser können wir uns nicht leisten." Die Reformpläne für die Kranken- und Pflegeversicherung sehen starre Gehaltsdeckel für die Langzeitpflege vor, während es für den Krankenhausbereich Ausnahmen geben soll. "Gleichzeitig gibt es keine Impulse für mehr Personal und beispielsweise eine schnellere Zuwanderung in den Pflegeberuf."
Die neue Staatssekretärin im Ministerium für Soziales, Arbeit und Gesundheit Petra Krebs MdL erklärte, der Gesetzesentwurf bleibe an entscheidenden Stellen hinter den Erwartungen zurück. "Die Finanzierung ist nicht nachhaltig gelöst. Die Rechnung sollen Pflegebedürftige, Einrichtungen, Beschäftigte und Kommunen bezahlen - ein Ausgleich fehlt. Das kann keine dauerhafte Lösung sein. Wer Pflege zukunftsfest machen will, muss auch Verantwortung für die Finanzierung übernehmen."
Das Land Baden-Württemberg sehe einige Punkte kritisch und werde versuchen, Einfluss zu nehmen. "Baden-Württemberg wird sich einbringen. Wir hoffen, dass die Vernunft siegt. Es muss eine ausgewogene und tragfähige Reform geben."
Pressekontakt:
Für Rückfragen: Stefan Kraft, Leiter der bpa-Landesgeschäftsstelle,
Tel.: +49 711 9604960, www.bpa.de
Original-Content von: bpa - Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V., übermittelt durch news aktuell
Originalmeldung: https://www.presseportal.de/pm/17920/6307695
Mit dem Blick auf die derzeit auf Bundesebene diskutierte Pflegereform hat sich die baden-württembergische Landesgruppe des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa) deutlich an die neue Landesregierung gewandt. "Die Fehlplanungen in Berlin spüren auch die Pflegebedürftigen in Baden-Württemberg", sagte die bpa-Landesvorsitzende Nicole Schliz im Rahmen der Mitgliederversammlung ihrer Landesgruppe.
Schliz warnte vor allem vor den Auswirkungen der vorgesehenen Benachteiligung der Langzeitpflege gegenüber den Krankenhäusern bei der Refinanzierung von Gehaltssteigerungen. "Wir brauchen mehr Pflegekräfte in den ambulanten Diensten, den teil- und vollstationären Einrichtungen, um die steigende Zahl der Pflegebedürftigen in Baden-Württemberg versorgen zu können. Eine noch stärkere Abwanderung der Fachkräfte in die Krankenhäuser können wir uns nicht leisten." Die Reformpläne für die Kranken- und Pflegeversicherung sehen starre Gehaltsdeckel für die Langzeitpflege vor, während es für den Krankenhausbereich Ausnahmen geben soll. "Gleichzeitig gibt es keine Impulse für mehr Personal und beispielsweise eine schnellere Zuwanderung in den Pflegeberuf."
Die neue Staatssekretärin im Ministerium für Soziales, Arbeit und Gesundheit Petra Krebs MdL erklärte, der Gesetzesentwurf bleibe an entscheidenden Stellen hinter den Erwartungen zurück. "Die Finanzierung ist nicht nachhaltig gelöst. Die Rechnung sollen Pflegebedürftige, Einrichtungen, Beschäftigte und Kommunen bezahlen - ein Ausgleich fehlt. Das kann keine dauerhafte Lösung sein. Wer Pflege zukunftsfest machen will, muss auch Verantwortung für die Finanzierung übernehmen."
Das Land Baden-Württemberg sehe einige Punkte kritisch und werde versuchen, Einfluss zu nehmen. "Baden-Württemberg wird sich einbringen. Wir hoffen, dass die Vernunft siegt. Es muss eine ausgewogene und tragfähige Reform geben."
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