Am kurzen Ende der Zinskurve steigen die Renditen weiter, obwohl fallende Langfristzinsen und ein sinkender Ölpreis längst Disinflation signalisieren. Die US-Arbeitsmarktdaten könnten nun den Startschuss für eine Erholungsrally zinssensitiver Anlagen liefern, die zuletzt stark unter Druck standen. Der Markt steht vor einer Richtungsentscheidung. Sinkende langfristige Inflationserwartungen und ein anhaltend kräftiger Ölpreisrückgang zeichnen ein nachlassendes Inflationsbild - am langen Ende bleibt die Kurve entsprechend gedeckelt. Am kurzen Ende zogen die Renditen jedoch weiter an, getrieben von der Sorge, Kevin Warsh könnte als Fed-Chef einen deutlich restriktiveren Kurs einschlagen. Der Widerspruch erklärt sich aus unserer Sicht vor allem durch einen Kommunikationswechsel der US-Notenbank: Die Fed hat ihre Forward Guidance spürbar zurückgefahren und zwingt den Markt zur Selbstfindung. Das Resultat ist eine erhöhte Risikoprämie am kurzen Ende, die angesichts der nachlassenden Inflationsdynamik zunehmend übertrieben wirkt. Auffällig ist zudem: Bereits ab etwa einjähriger Laufzeit geht die Kurve wieder nach unten. Das bedeutet, dass der Markt für spätere Zeitpunkte bereits niedrigere Zinsen erwartet. Das könnte ein frühes Signal sein, dass auch die sehr kurzfristigen Zinserwartungen bald nachgeben. Positionierung im Dollar und SOFR am Anschlag Auch die Positionierung der Investoren spricht für eine mögliche Wende. ...Den vollständigen Artikel lesen ...
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