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MÄRKTE ASIEN/Tokio fest - Rüstungsaktien favorisiert - Seoul leichter

DJ MÄRKTE ASIEN/Tokio fest - Rüstungsaktien favorisiert - Seoul leichter

Von Steffen Gosenheimer

DOW JONES--Die Börsen in Ostasien haben sich am Montag ohne einheitliche Richtung gezeigt. In Seoul fiel der in den vergangenen Wochen sehr volatile, weil technologielastige Kospi zwar um 0,5 Prozent. Im Tagestief hatte der Index aber auch schon über 3 Prozent verloren. In Tokio ging es für den Topix dagegen um 1,0 Prozent nach oben. Hier stützten feste Rüstungsaktien, daneben dürfte der wieder schwächelnde Yen für etwas Rückenwind gesorgt haben.

Nachdem sich der Kurs der japanischen Währung Mitte vergangener Woche inmitten anhaltender Spekulationen über eine Intervention zwischenzeitlich etwas erholt hatte, wurde der Dollar zuletzt wieder mit 162,25 Yen gehandelt. Am frühen Freitag kostete der Dollar noch rund 160,50 Yen. Durch einen niedrigeren Yen-Kurs verbilligen sich japanische Exporte. Zugleich erhöhen sich im Ausland erzielte Gewinne in der Heimatwährung.

In Hongkong lag der HSI im Späthandel 0,7 Prozent höher. Shanghai und Sydney beendeten den ersten Handelstag der Woche mit kleinen Einbußen.

Im Handel war von Gewinnmitnahmen bei einigen der zuletzt stark erholten Halbleiteraktien die Rede, während in der Breite die zuletzt gesunkenen Ölpreise die Stimmung stützten. Dazu sei die Nachrichtenlage aus der Krisenregion Naher Osten ruhig, was für die Aktienmärkte positiv gesehen werde, hieß es. Für Unterstützung habe daneben auch gesorgt, dass in den USA die Zinserhöhungsspekulationen durch den schwächer als erwartet ausgefallenen US-Arbeitsmarktbericht für Juni einen Dämpfer erhalten hätten.

Unter den Einzelwerten ging es in Seoul für das Halbleiterschwergewicht SK Hynix um 3,4 Prozent nach unten, während Samsung Electronics ein Plus von 2,4 Prozent verzeichneten. Samsung wartet am Dienstag mit Geschäftszahlen auf. Am Markt wird mit einer Verachtzehnfachung des operativen Gewinns gerechnet. In Tokio gaben Softbank Group um 3,1 Prozent nach und Renesas um 2,3 Prozent,

In Taipeh zeigten sich Hon Hai Precision mit einem kleinen Plus von 0,6 Prozent. Nvidias größter KI-Server-Montagepartner meldete für das zweite Quartal Rekordumsätze, dank einer starken Nachfrage nach KI-Servern. Auch Taiwan Semiconductor Manufacturing schlossen 0,6 Prozent höher.

Nach Einschätzung der Bank of America handelt es sich bei der jüngsten Korrektur bei Aktien mit KI-Fantasie eher um Positionsbereinigungen als eine Verschlechterung der Fundamentaldaten. Die Ausgaben für KI-Infrastruktur blieben intakt. Ähnlich sehen es die Analysten von Nomura. Ihnen zufolge wurden zuletzt bei Anbietern von Speicherchips Bedenken über eine neue Welle von Investitionsankündigungen südkoreanischer Speicherchiphersteller übertrieben. Das gelte auch im Hinblick auf Pläne von Meta, überschüssige Rechenkapazitäten zu verkaufen. Nomura sieht den Markt dagegen mit einem gravierenden Mangel konfrontiert.

Derweil forderte der südkoreanische Präsident Lee Jae Myung, zügig mit der Arbeit an den in der vergangenen Woche angekündigten großen Chip- und KI-Projekten zu beginnen, weil Verzögerungen das Bestreben des Landes, in fortschrittlichen Industrien führend zu werden, untergraben könnten.

In Tokio waren Rüstungsaktien gesucht, nachdem eine Zeitung berichtet hatte, dass die Regierung ein neues Büro im Verteidigungsministerium plane, um die internationale Verteidigungszusammenarbeit zu stärken und den Export von Rüstungsgütern zu unterstützen. Mitsubishi Heavy Industries machten einen Satz um 8,4 Prozent, IHI Corp legten um 7,0 Prozent zu, Tokyo Keiki um mehr als 12 Prozent und NEC um 4,3 Prozent.

In Sydney fielen Genesis Minerals um 4,1 Prozent. Das Unternehmen hat ein Gebot für den Goldminenbetreiber Vault Minerals abgegeben, das laut Vault die Vereinbarung zur Fusion mit Regis Resources übertrifft. Regis Resources legten um 1,1 Prozent zu, Vault um knapp 12 Prozent. Greatland Resources gewannen nach gut ausgefallenen Goldproduktionsdaten 0,2 Prozent.

INDEX            zuletzt +/- %     % YTD Handelsschluss 
S&P/ASX 200 (Sydney)    8.831,00  -0,2      +1,3      08:00 
Topix 500 (Tokio)     3.210,29  +1,0     +20,7      08:00 
Kospi (Seoul)       8.051,33  -0,5     +91,1      08:30 
Hang-Seng (Hongkong)   23.495,33  +0,6      -8,3      10:00 
Shanghai-Composite     4.041,24  -0,1      +1,8      09:00 
Straits-Times (Singapur)  5.244,08  0,0     +12,9      11:00 
IDX Comp. (Indonesien)   5.881,91  +0,1     -32,0      10:00 
KLCI (Malaysia)      1.682,05  +0,2      +0,1      10:00 
 
 
DEVISEN           zuletzt +/- %     00:00  Fr, 9:10 Uhr % YTD 
EUR/USD           1,1426  -0,1     1,1435     1,1452  -2,7 
EUR/JPY           185,37  +0,5     184,53     184,16  +0,8 
EUR/GBP           0,8564  -0,0     0,8566     0,8567  -1,7 
USD/JPY           162,20  +0,5     161,37     160,80  +3,5 
USD/KRW          1.532,63  +0,2    1.529,01    1.529,52  +6,4 
USD/CNY           6,7918  +0,2     6,7797     6,7800  -2,9 
USD/CNH           6,7944  +0,2     6,7841     6,7839  -2,6 
USD/HKD           7,8421  -0,0     7,8430     7,8428  +0,8 
AUD/USD           0,6930  -0,1     0,6940     0,6944  +3,9 
NZD/USD           0,5688  -0,4     0,5708     0,5721  -1,2 
BTC/USD          62.914,02  +0,3   62.697,96    61.653,58 -28,3 
 
 
ROHOEL           zuletzt +/- %    +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex           68,45  -0,4     -0,24      68,69 
Brent/ICE           71,82  -0,4     -0,30      72,12 
 
 
Metalle           zuletzt +/- %    +/- abs. Schluss Vortag 
Gold            4.151,19  -0,6     -24,19    4.175,38 
Silber            61,76  -1,0     -0,64      62,40 
Platin           1.640,40  +0,1      2,43    1.637,97 
 
(Angaben ohne Gewähr) 
 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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July 06, 2026 03:27 ET (07:27 GMT)

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Achtung, Korrektur!
Die Börsen laufen heiß. Trotz geopolitischer Krisen und steigender Zinsen klettern viele Indizes weiter Richtung Allzeithoch. Doch unter der Oberfläche zeigen sich erste Risse: Der Abverkauf bei Halbleiter-, KI- und Space-Aktien macht deutlich, wie schnell sich die Stimmung drehen kann.

Besonders gefährlich ist die aktuelle Gemengelage aus schwacher Saisonalität, dünner Liquidität in den Sommermonaten und historisch hohen Bewertungen. Selbst vermeintlich sichere Blue Chips sind inzwischen teuer bewertet und damit anfällig für Korrekturen. Gleichzeitig liefern technische Indikatoren erste Warnsignale. So werden viele Rekordstände nicht mehr bestätigt.

Für Anleger steigen die Risiken spürbar. Wer jetzt nicht genauer hinschaut, läuft Gefahr, auf dem falschen Fuß erwischt zu werden.

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