Bonn (ots) -
- 77 Prozent der Eltern sehen sich als gutes Vorbild bei der Internetnutzung
- 54 Prozent der Kinder erhalten ihr erstes Smartphone im Alter von 9 bis 12 Jahren
TikTok, Instagram und Youtube üben eine große Anziehungskraft auf Minderjährige aus: 47 Prozent der unter 18-Jährigen verbringen nach Angaben ihrer Eltern täglich mindestens eine Stunde in sozialen Netzwerken. Vor allem Eltern ab 40 Jahren haben diese Aktivitäten nicht immer im Blick: 61 Prozent in der Altersgruppe überprüfen nicht oder nur gelegentlich die Inhalte und Handlungen ihrer Kinder in sozialen Medien. Viele davon vertrauen ihrem Kind und kontrollieren deshalb die Social-Media-Nutzung bewusst nicht. In 57 Prozent der Familien gibt es zudem keine klaren Regeln zur Nutzung von Social Media durch minderjährige Kinder. Das sind Ergebnisse der repräsentativen "Postbank Digitalstudie 2026".
Schon früh ein eigenes Smartphone - oft ohne zeitliche Beschränkung
Jedes fünfte Kind nutzt bereits spätestens mit acht Jahren ein eigenes Smartphone - die Mehrheit erhält es im Alter von 9 bis 12 Jahren. Ob Kinder schon im Grundschulalter oder erst später ein eigenes Handy bekommen, wird auch vom Alter der Eltern beeinflusst. Jüngere Eltern führen ihren Nachwuchs tendenziell früher an mobile Geräte heran als ältere: 25 Prozent der Eltern unter 40 Jahren geben ihrem Kind bereits vor dem neunten Geburtstag ein eigenes Smartphone. Bei den älteren Eltern sind es nur 14 Prozent.
Das Smartphone darf in vielen Haushalten intensiv verwendet werden; in 65 Prozent der Familien gibt es keine zeitliche Beschränkung für die tägliche Nutzung. In zwei Dritteln der Familien herrscht auch vor dem Schlafengehen kein Handyverbot. Zwar gibt es in 90 Prozent der Familien Regeln zur Handynutzung, allerdings beziehen sie sich vorwiegend auf den Gebrauch während der Mahlzeiten und beim Lernen sowie auf die Nutzung bestimmter Apps.
"Das Smartphone ist für viele Familien längst Teil des Alltags. Kinder lernen, kommunizieren und organisieren vieles online. Deshalb geht es nicht allein darum, die Nutzung zu begrenzen. Entscheidend ist, Kindern Orientierung zu geben, damit sie digitale Angebote sicher und verantwortungsvoll nutzen können", sagt David Dommel, der das digitale Performance-Marketing der Postbank leitet. "Viele Eltern stehen dabei vor der Herausforderung, digitale Teilhabe zu ermöglichen und zugleich sinnvolle Grenzen zu setzen. Das ist besonders anspruchsvoll, wenn sie selbst nicht mit digitalen Medien aufgewachsen sind und auch für sich noch das richtige Maß finden müssen."
Obwohl auch viele Erwachsene das Smartphone nur schwer aus der Hand legen können, sehen sich rund drei Viertel der Eltern als gutes Vorbild in Bezug auf die Internetnutzung. Dagegen räumen 29 Prozent der unter 40-Jährigen ein, ein schlechtes Vorbild zu sein - fast ausschließlich, weil sie mobile Geräte zu häufig nutzen.
Mehrheit der Eltern für Handyverbot an Schulen
Die häufigste Maßnahme, um die Zeit mit mobilen Geräten einzudämmen, ist in 51 Prozent der Familien ein Handyverbot während der Mahlzeiten. Jeder zweite befragte Elternteil verbietet das Handy während der Hausaufgaben und in der Schule. Außerhalb ihres Haushalts können die Erziehungsberechtigten jedoch nur schwer eigene Regeln aufstellen. Daher sind 82 Prozent der Eltern für ein Handyverbot an Schulen. Als Grund nennen 51 Prozent, dass durch Handys der Unterricht und die Konzentration gestört werden. 32 Prozent wollen sich jedoch ein Hintertürchen offenhalten und sind für ein Verbot mit Ausnahmen in bestimmten Situationen. Bei den unter 40-Jährigen ist die Zustimmung mit 75 Prozent etwas geringer als bei den älteren Eltern (87 Prozent).
"Offizielle und klare Regeln geben vielen Eltern eine gute Orientierung, die Smartphone-Nutzung ihrer Kinder zu begrenzen. Damit Kinder sich in der Schule besser konzentrieren und erfolgreich lernen können, wünschen sich viele Eltern dort einen geschützten Raum ohne Handys", sagt Dommel.
Hintergrundinformationen zur Postbank Digitalstudie 2026
Für die "Postbank Digitalstudie 2026 - die digitalen Deutschen" wurden im Mai dieses Jahres 3.050 Einwohnerinnen und Einwohner befragt. Darunter befinden sich 732 Befragte mit Kindern im Haushalt. Die Postbank untersucht mit der Studie im zwölften Jahr in Folge, welche Entwicklungen sich in verschiedenen Lebensbereichen in Bezug auf Digitalisierung allgemein und insbesondere zu Finanzthemen abzeichnen. Um eine bevölkerungsrepräsentative Struktur abzubilden, erfolgte eine Gewichtung der Stichprobe nach Bundesland (Proportionalisierung), Alter und Geschlecht. Als Referenzdatei wurde der Zensus 2022 des Statistischen Bundesamtes zugrunde gelegt. Die Ergebnisse sind auf ganze Zahlen gerundet. Abweichungen in den Summen lassen sich durch Rundungsdifferenzen erklären.
Pressekontakt:
Postbank
Iris Laduch
+49 228 920-12102
iris.laduch@db.com
Original-Content von: Postbank, übermittelt durch news aktuell
Originalmeldung: https://www.presseportal.de/pm/6586/6308631
- 77 Prozent der Eltern sehen sich als gutes Vorbild bei der Internetnutzung
- 54 Prozent der Kinder erhalten ihr erstes Smartphone im Alter von 9 bis 12 Jahren
TikTok, Instagram und Youtube üben eine große Anziehungskraft auf Minderjährige aus: 47 Prozent der unter 18-Jährigen verbringen nach Angaben ihrer Eltern täglich mindestens eine Stunde in sozialen Netzwerken. Vor allem Eltern ab 40 Jahren haben diese Aktivitäten nicht immer im Blick: 61 Prozent in der Altersgruppe überprüfen nicht oder nur gelegentlich die Inhalte und Handlungen ihrer Kinder in sozialen Medien. Viele davon vertrauen ihrem Kind und kontrollieren deshalb die Social-Media-Nutzung bewusst nicht. In 57 Prozent der Familien gibt es zudem keine klaren Regeln zur Nutzung von Social Media durch minderjährige Kinder. Das sind Ergebnisse der repräsentativen "Postbank Digitalstudie 2026".
Schon früh ein eigenes Smartphone - oft ohne zeitliche Beschränkung
Jedes fünfte Kind nutzt bereits spätestens mit acht Jahren ein eigenes Smartphone - die Mehrheit erhält es im Alter von 9 bis 12 Jahren. Ob Kinder schon im Grundschulalter oder erst später ein eigenes Handy bekommen, wird auch vom Alter der Eltern beeinflusst. Jüngere Eltern führen ihren Nachwuchs tendenziell früher an mobile Geräte heran als ältere: 25 Prozent der Eltern unter 40 Jahren geben ihrem Kind bereits vor dem neunten Geburtstag ein eigenes Smartphone. Bei den älteren Eltern sind es nur 14 Prozent.
Das Smartphone darf in vielen Haushalten intensiv verwendet werden; in 65 Prozent der Familien gibt es keine zeitliche Beschränkung für die tägliche Nutzung. In zwei Dritteln der Familien herrscht auch vor dem Schlafengehen kein Handyverbot. Zwar gibt es in 90 Prozent der Familien Regeln zur Handynutzung, allerdings beziehen sie sich vorwiegend auf den Gebrauch während der Mahlzeiten und beim Lernen sowie auf die Nutzung bestimmter Apps.
"Das Smartphone ist für viele Familien längst Teil des Alltags. Kinder lernen, kommunizieren und organisieren vieles online. Deshalb geht es nicht allein darum, die Nutzung zu begrenzen. Entscheidend ist, Kindern Orientierung zu geben, damit sie digitale Angebote sicher und verantwortungsvoll nutzen können", sagt David Dommel, der das digitale Performance-Marketing der Postbank leitet. "Viele Eltern stehen dabei vor der Herausforderung, digitale Teilhabe zu ermöglichen und zugleich sinnvolle Grenzen zu setzen. Das ist besonders anspruchsvoll, wenn sie selbst nicht mit digitalen Medien aufgewachsen sind und auch für sich noch das richtige Maß finden müssen."
Obwohl auch viele Erwachsene das Smartphone nur schwer aus der Hand legen können, sehen sich rund drei Viertel der Eltern als gutes Vorbild in Bezug auf die Internetnutzung. Dagegen räumen 29 Prozent der unter 40-Jährigen ein, ein schlechtes Vorbild zu sein - fast ausschließlich, weil sie mobile Geräte zu häufig nutzen.
Mehrheit der Eltern für Handyverbot an Schulen
Die häufigste Maßnahme, um die Zeit mit mobilen Geräten einzudämmen, ist in 51 Prozent der Familien ein Handyverbot während der Mahlzeiten. Jeder zweite befragte Elternteil verbietet das Handy während der Hausaufgaben und in der Schule. Außerhalb ihres Haushalts können die Erziehungsberechtigten jedoch nur schwer eigene Regeln aufstellen. Daher sind 82 Prozent der Eltern für ein Handyverbot an Schulen. Als Grund nennen 51 Prozent, dass durch Handys der Unterricht und die Konzentration gestört werden. 32 Prozent wollen sich jedoch ein Hintertürchen offenhalten und sind für ein Verbot mit Ausnahmen in bestimmten Situationen. Bei den unter 40-Jährigen ist die Zustimmung mit 75 Prozent etwas geringer als bei den älteren Eltern (87 Prozent).
"Offizielle und klare Regeln geben vielen Eltern eine gute Orientierung, die Smartphone-Nutzung ihrer Kinder zu begrenzen. Damit Kinder sich in der Schule besser konzentrieren und erfolgreich lernen können, wünschen sich viele Eltern dort einen geschützten Raum ohne Handys", sagt Dommel.
Hintergrundinformationen zur Postbank Digitalstudie 2026
Für die "Postbank Digitalstudie 2026 - die digitalen Deutschen" wurden im Mai dieses Jahres 3.050 Einwohnerinnen und Einwohner befragt. Darunter befinden sich 732 Befragte mit Kindern im Haushalt. Die Postbank untersucht mit der Studie im zwölften Jahr in Folge, welche Entwicklungen sich in verschiedenen Lebensbereichen in Bezug auf Digitalisierung allgemein und insbesondere zu Finanzthemen abzeichnen. Um eine bevölkerungsrepräsentative Struktur abzubilden, erfolgte eine Gewichtung der Stichprobe nach Bundesland (Proportionalisierung), Alter und Geschlecht. Als Referenzdatei wurde der Zensus 2022 des Statistischen Bundesamtes zugrunde gelegt. Die Ergebnisse sind auf ganze Zahlen gerundet. Abweichungen in den Summen lassen sich durch Rundungsdifferenzen erklären.
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Postbank
Iris Laduch
+49 228 920-12102
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