Wien (www.anleihencheck.de) - Die HVPI-Inflation im Euroraum hat sich im Juni auf 2,8% im Jahresvergleich abgeschwächt (nach 3,2% im Mai), während die Kerninflation von 2,6% auf 2,4% zurückgegangen ist, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG (RBI).Beide Werte hätten leicht unter den Erwartungen der Analysten der RBI gelegen. Die Abschwächung der Kerninflation sei vor allem vom Dienstleistungssektor getragen worden. Im Mai hätten die Analysten der RBI noch einen Anstieg beobachtet, als energiesensitive Komponenten wie reisebezogene Dienstleistungen und Flugpreise zugelegt hätten. Mit der Entspannung der Verwerfungen am Ölmarkt im Juni hätten genau diese Komponenten dazu beigetragen, die Dienstleistungsinflation wieder zu dämpfen. Das deute darauf hin, dass der Anstieg im Mai nur vorübergehend gewesen sei und nicht den Beginn einer erneuten Inflationswelle markiert habe. Niedrigere Ölpreise, gestützt durch die teilweise Wiederöffnung der Straße von Hormus, sollten in naher Zukunft zu weiteren Rückgängen der Kraftstoffpreise in Europa beitragen. Deutschland könnte eine Ausnahme darstellen; dort sei die temporäre Kraftstoffsteuerermäßigung Ende Juni ausgelaufen. Unter der Annahme, dass es nicht zu einer erneuten Eskalation an den Ölmärkten komme, scheine die Inflationsrate im Euroraum ihren kurzfristigen Höchststand bereits überschritten zu haben. Risiken würden jedoch bestehen bleiben: Verzögerte Zweitrundeneffekte könnten noch auf die Nahrungsmittel- und Güterpreise durchschlagen. (Ausgabe vom 03.07.2026) (06.07.2026/alc/a/a) ...Den vollständigen Artikel lesen ...
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