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MÄRKTE EUROPA/Knapp behauptet - Rotation aus Halbleitersektor dauert an

DJ MÄRKTE EUROPA/Knapp behauptet - Rotation aus Halbleitersektor dauert an

DOW JONES--Die europäischen Börsen geben am Montag im Verlauf anfängliche Gewinne wieder ab und drehen ins Minus. Der deutlich erholte deutsche Sentix-Konjunkturindex vermag die Stimmung nicht aufzuhellen; er liegt nach wie vor im negativen Bereich. Anleger warten gespannt auf den ISM-Service-Index aus den USA, der am Nachmittag veröffentlicht wird. Er gilt als eines der wichtigen Barometer für den Arbeitsmarkt, da die meisten Amerikaner im Dienstleistungsbereich arbeiten. Der DAX notiert am Mittag kaum verändert bei 25.776 Punkten, nachdem er im frühen Geschäft ein neues Rekordhoch erreicht hatte. Der Euro-Stoxx-50 sinkt um 0,2 Prozent auf 6.398 Punkte. Auch er hatte kurz nach der Startglocke ein Allzeithoch markiert.

Derweil geht die Rotation heraus aus Halbleiteraktien weiter. Der Subindex der Technologiewerte sinkt um 0,5 Prozent. Infineon verbilligen sich um 1,8 Prozent, Aixtron um 0,6 Prozent, ASML um 1,5 und STMicro um 1,3 Prozent. BE Semiconductor fallen um 6,7 Prozent. Hintergrund seien Presseberichte über eine verschobene Kundennachfrage, heißt es aus dem Handel. "Das hätte man sich aber bereits letzte Woche denken können", so ein Händler. Denn Samsung Foundry habe den Produktionsprozess für 1,4-Nanometer-Chips bereits um ein Jahr nach hinten verschoben, was auch die Spitzenmodelle der Lithographie-Technik von ASML betreffe. "Unter dem Strich sind das nur normale Projektplanungen von Unternehmen auf der Zeitachse und dürften nicht als mangelndes Nachfrageinteresse interpretiert werden", so der Händler.

Die steigende Marktbreite weg von den wenigen KI-Aktien kommt indes gut an. Besonders der exportlastige DAX-Index wird leicht gestützt von den Vorgaben des S&P-500 ex KI-Aktien. Marktteilnehmer beobachten diesen genau, da die großen Indizes allesamt durch die enorme Gewichtung der KI-Aktien verzerrt sind.

Allerdings sei die jüngste Erholung in den Sektoren Gesundheitswesen, Industrie und Finanzen "noch nicht genug, um eine gesunde Rotation auszurufen", meint Marktstratege Stephen Innes von SPI Asset Management: "Eine echte Rotation ist, wenn Kapital von einem Teil des Marktes in einen anderen fließt, ohne die Möbel zu verrücken. Was wir letzte Woche sahen, fühlte sich eher so an, als ob alle gleichzeitig einen überfüllten Raum verlassen und hoffen, dass der Flur breit genug ist".

Etwas ruhiger ist es um den Iran-US-Krieg geworden. Der Ölpreis tendiert knapp behauptet nach der Ankündigung der Opec, die Fördermenge erneut zu erhöhen. Die schwächeren US-Arbeitsmarktdaten vom Donnerstag vergangener Woche und niedrigere Energiepreise dürften Anleger dazu veranlassen, ihre Wetten auf Zinserhöhungen der Fed zurückzuschrauben, so das globale Wirtschafts- und Marktforschungsteam von UOB.

Kräftig aufwärts um rund 10 Prozent geht es mit den Aktien von Easyjet in London. "Kurstreiber ist weniger der genaue Betrag des leicht erhöhten Angebots, sondern dass der Deal jetzt im fünften Anlauf in trockenen Tüchern ist", sagt ein Händler. Easyjet stehe dem erhöhten Vorschlag positiv gegenüber, so dass es nun nur noch formale, regulatorische Hürden gebe. Castlelake bietet nun 6,90 nach zuvor 6,50 Pfund.

Die Aktien von Continental fallen trotz der Ankündigung einer Sonderdividende aus dem Verkauf der Sparte Contitech um 2 Prozent. Die Ausschüttung von rund 2,5 Milliarden Euro an ihre Aktionäre liege zwar im höheren Bereich, jedoch verdirbt eine Abstufung von Kepler auf "Hold" nach "Buy" die Stimmung.

Auch andere Aktien werden angesichts der Ruhe zum Wochenstart durch Umstufungen und Analystenkommentare bewegt. Schott Pharma springen um 6,7 Prozent dank einer Hochstufung auf "Buy" durch die Deutsche Bank. Auto1 legen um 3,2 Prozent zu, nachdem sich Goldman Sachs erneut positiv geäußert hat.

Bei Nemetschek geht es um 4,3 Prozent nach oben, nachdem sie von der Deutschen Bank mit einer Kaufempfehlung wieder aufgenommen worden sind. Merck KGaA erholen sich indes nicht von Kursverlusten in der Vorbörse und notieren kaum verändert. Hier wurde die Kaufempfehlung von HSBC zurückgezogen.

=== 
INDEX          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50      6.398,49  -0,2   -14,19    6.412,68    10,5 
Stoxx-50        5.456,76  -0,4   -22,76    5.479,52    11,0 
DAX          25.775,95  -0,0   -3,36    25.779,31    5,2 
MDAX          33.202,76  +0,6   208,39    27.039,42    8,5 
TecDAX         3.902,31  +0,1    2,69    3.091,28    7,7 
SDAX          18.520,17  -0,1   -19,65    13.062,07    7,8 
FTSE          10.652,88  -0,2   -26,15    10.679,03    7,3 
CAC           8.511,68  +0,0    3,61    8.508,07    4,4 
SMI          14.339,41  -0,6   -84,83    14.424,24    8,1 
ATX           6.512,05  -0,8   -53,87    6.565,92    22,3 
 
DEVISEN         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Fr, 17:00 
EUR/USD          1,1418  -0,2  -0,0017     1,1435   1,1441 
EUR/JPY          185,29  +0,4   0,7600     184,53  184,5400 
EUR/CHF          0,9198  +0,2   0,0016     0,9187   0,9189 
EUR/GBP          0,8558  -0,1  -0,0008     0,8566   0,8565 
USD/JPY          162,27  +0,6   0,9000     161,37  161,2800 
GBP/USD          1,3339  -0,1  -0,0012     1,3351   1,3357 
USD/CNY          6,795  +0,2   0,0153     6,7797   6,7797 
USD/CNH          6,7971  +0,2   0,0130     6,7841   6,7838 
AUS/USD          0,6934  -0,1  -0,0006      0,694   0,6934 
Bitcoin/USD      62.760,83  +0,1   62,87    62.697,96 62.128,67 
 
ROHÖL          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         68,64  -0,1   -0,05      68,69 
Brent/ICE         72,07  -0,1   -0,05      72,12 
 
Metalle         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          4.153,99  -0,5   -21,39    4.175,38 
Silber           62,05  -0,6   -0,35      62,40 
Platin         1.640,45  +0,2    2,48    1.637,97 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/cln/ros

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July 06, 2026 07:24 ET (11:24 GMT)

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KI-Euphorie kippt - Bei diesen 5 Aktien droht der Crash!
Drei Jahre lang kannten KI-Aktien fast nur eine Richtung: nach oben. Billionenschwere Investitionspläne von Alphabet, Amazon, Meta und Microsoft haben Halbleiter- und Infrastrukturwerte auf immer neue Höhen getrieben. Doch jetzt bekommt die Erfolgsstory gefährliche Risse.

Steigende Anleiherenditen verteuern die Finanzierung, während die gewaltigen KI-Ausgaben zunehmend nicht mehr aus den laufenden Cashflows bezahlt werden können. Gleichzeitig zeigen günstigere chinesische Modelle, dass leistungsfähige KI womöglich mit deutlich weniger Rechenleistung auskommt. Damit wächst die Gefahr, dass heute für Milliarden errichtete Kapazitäten morgen nicht die erhofften Renditen liefern.

Für Anleger könnte das zum Problem werden. Denn treffen steigende Finanzierungskosten auf Überkapazitäten und enttäuschende Cashflows, geraten gerade hoch bewertete KI-Profiteure schnell unter Druck. Aus den größten Gewinnern der vergangenen Jahre könnten so die größten Verlierer der nächsten Korrektur werden.

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