BERLIN (dpa-AFX) - Der Abteilungsleiter für Rüstung im Verteidigungsministerium, Carsten Stawitzki, warnt vor weiteren Verzögerungen bei der geplanten Bestellung von bis zu 4.000 mobilen Tankcontainern für die Bundeswehr. Das Projekt sei für die Einsatzfähigkeit der Streitkräfte enorm wichtig, sagte der Vizeadmiral der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.
Haushaltspolitiker von Union und SPD hatten die Pläne des Verteidigungsministeriums zum Kauf von mehr als 900 Containern zunächst gestoppt und dann auf die Stückzahl von 300 beschränkt - bestimmt für die Brigade "Litauen" an der Nato-Ostflanke. Sie kritisierten deutliche Kostensteigerungen von etwa 141.000 Euro im Jahr 2021 auf zuletzt rund 291.000 Euro pro Stück.
Die Tankcontainer sollen eine Treibstoffversorgung abseits des Tankstellennetzes und auf einem Gefechtsfeld ermöglichen. "Es geht am Ende darum, dass die Truppe bis 2029 kampfbereit sein muss. Ich verwehre mich gegen die Darstellung, dass wir das Geld der Steuerzahler zum Fenster rauswerfen", sagte Stawitzki dazu.
Zu den Kostensteigerungen verweist Stawitzki auf gestiegene Rohstoffpreise und Folgen des Ukraine-Kriegs sowie nötige Änderungen in der Konstruktion nach Einsatzerprobungen. Zudem müsse der deutsche Hersteller schnell die Produktion hochfahren.
"Wir haben Tausende Gefechtsfahrzeuge und andere Fahrzeuge bestellt. Dafür brauchen wir mindestens 1.000 Tankcontainer. Es gibt einen weiteren Bedarf von bis zu 4.000 Tankcontainern. Was nützen die Fahrzeuge, wenn sie nicht betankt werden können", sagte der Rüstungsdirektor. Und: "Die Logistik gewinnt keinen Krieg, aber ohne die Logistik verliert man Kriege."/cn/DP/zb
