Bonn (ots) -
"Ich möchte all denjenigen danken, die die Arbeit der Deutschen Krebshilfe möglich machen - denn als Bürgerbewegung gegen Krebs finanzieren wir alle unsere Aktivitäten zur Krebsbekämpfung ausschließlich aus Spenden und freiwilligen Zuwendungen der Bevölkerung", so eröffnete Präsidentin Prof. Dr. Rita Schmutzler die Jahrespressekonferenz der Deutschen Krebshilfe. Insgesamt vertrauten ihr die Menschen in Deutschland im Jahr 2025 171 Millionen Euro an - damit konnte die gemeinnützige Stiftung 188 Projekte und Initiativen auf den Weg bringen, um Menschen mit Krebs zu helfen, ihre Versorgung zu verbessern und die Forschung voranzubringen. So fördert sie unter anderem das Programm "TrainKommOnko", um auch die Kommunikation in der Onkologie zu verbessern.
"Ein zentraler Fortschrittsmotor für die Krebsmedizin in Deutschland sind die von uns initiierten und geförderten Comprehensive Cancer Center", so Gerd Nettekoven, Vorstandsmitglied der Deutschen Krebshilfe. "Dort bekommen Krebspatientinnen und -patienten nicht nur eine Versorgung auf höchstem Niveau und nach aktuellen Qualitätsstandards. In diesen Zentren steht auch die Weiterentwicklung von innovativen Diagnose- und Behandlungsmethoden im Mittelpunkt. Gleichzeitig engagieren sich die CCCs mit verschiedenen Initiativen dafür, die hohe Versorgungsqualität in die Fläche zu bringen. Angesiedelt an den CCCs startet nun auch unser neues Programm 'TrainKommOnko', mit dem wir die kommunikative Kompetenz in der Onkologie nachhaltig verbessern und stärken wollen. Hier sehen wir noch erhebliche Defizite."
Arzt-Patienten-Kommunikation verbessern
In der Onkologie spielt Kommunikation eine entscheidende Rolle. Sie prägt, wie Betroffene ihre Erkrankung begreifen, Entscheidungen treffen und ihren Alltag bewältigen. Gleichzeitig ist diese anspruchsvolle Form der Gesprächsführung in der ärztlichen Aus- und Weiterbildung bislang oft nur am Rand, zu spät oder ohne klare Struktur verankert. Im Jahr 2025 hat die Deutsche Krebshilfe das Programm "TrainKommOnko" auf den Weg gebracht, um diese Lücke zu schließen - und dafür 8,3 Millionen Euro bereitgestellt. Professorin Jana Jünger vom Institut für Kommunikations- und Prüfungsforschung in Heidelberg leitet die Initiative: "Unser Ziel ist es, dass zukünftig alle Krebspatientinnen und -patienten von Fachkräften versorgt werden, die durch fundierte Trainings auf die kommunikativen Herausforderungen in Diagnostik, Behandlung und Begleitung vorbereitet sind. Damit wollen wir eine patientenorientierte Kommunikation flächendeckend als festen Bestandteil einer modernen onkologischen Versorgung etablieren."
Krebsforschung vorantreiben
Die Deutsche Krebshilfe ist der größte private Drittmittelgeber in der Onkologie. Allein im Jahr 2025 stellte sie 46,8 Millionen Euro für neue Forschungsprojekte und -programme bereit. "Mit groß angelegten Forschungsprogrammen gehen wir gezielt aktuelle Defizite in der Krebsmedizin an", so Dr. Franz Kohlhuber, Vorstandsmitglied der Deutschen Krebshilfe. "In 2025 ist beispielsweise die 'Deutsche Allianz Pankreaskarzinom' gestartet. Diese bislang einzigartige Forschungsallianz zielt darauf ab, die Behandlungsmöglichkeiten für Patientinnen und Patienten mit Bauchspeicheldrüsenkrebs grundlegend zu verbessern. Solche strategischen Forschungsallianzen werden künftig immer wichtiger werden, um die Krebsmedizin voranzubringen."
Neben der Krebsforschung gehören auch weitere Aspekte der Versorgung von Krebspatientinnen und -patienten zum Aufgabenspektrum der Deutschen Krebshilfe. Mit fast 53 Millionen Euro förderte die Organisation klinische und wissenschaftliche Strukturmaßnahmen, wie die Comprehensive Cancer Centers. 14 Millionen Euro stellte sie für Projekte und Initiativen zur Krebsprävention und -früherkennung bereit. Überdies flossen 8 Millionen Euro in die Patienteninformation und Aufklärungsarbeit und 4,4 Millionen Euro in den Härtefonds, der finanzielle Hilfe für Krebspatienten bietet.
Mit Spenden gewissenhaft umgehen
Im Jahr 2025 spendeten rund 341.000 Privatpersonen und über 6.100 Unternehmen insgesamt 37,7 Millionen Euro an die Deutsche Krebshilfe. 92,9 Millionen Euro erhielt die Organisation aus Nachlässen. Zu den weiteren Einnahmenquellen zählten Benefizaktionen und -veranstaltungen sowie Zuwendungen durch Geldauflagen. "Das Vertrauen unserer Spenderinnen und Spender macht unsere vielfältige Arbeit erst möglich und ist daher unsere größte Verpflichtung", sagte Lutz M. Heitmüller, kaufmännisches Vorstandsmitglied der Deutschen Krebshilfe. "Das bedeutet eine gewissenhafte Verwaltung jedes einzelnen Euros: 2025 lagen unsere Verwaltungskosten und Kosten der Spendenakquise bei insgesamt 6,5 Prozent, die Projektnebenkosten bei 3,2 Prozent. Eine effiziente Organisation ist Voraussetzung dafür, möglichst viele Mittel direkt in unsere Projekte zu lenken."
Ein ausführliches Interview mit Prof. Jünger zu "TrainKommOnko" sowie Informationen zu weiteren von der Deutschen Krebshilfe geförderte Projekte finden Sie im Geschäftsbericht der Organisation unter: www.krebshilfe.de/geschaeftsbericht (https://www.krebshilfe.de/informieren/ueber-uns/geschaeftsbericht/)
Interviewpartner auf Anfrage
Bonn, den 07. Juli 2026
Pressekontakt:
Deutsche Krebshilfe
Pressestelle
Buschstr. 32
53113 Bonn
Telefon: 02 28/7 29 90-96
E-Mail: presse@krebshilfe.de
Internet: www.krebshilfe.de
Original-Content von: Deutsche Krebshilfe, übermittelt durch news aktuell
Originalmeldung: https://www.presseportal.de/pm/116010/6309783
"Ich möchte all denjenigen danken, die die Arbeit der Deutschen Krebshilfe möglich machen - denn als Bürgerbewegung gegen Krebs finanzieren wir alle unsere Aktivitäten zur Krebsbekämpfung ausschließlich aus Spenden und freiwilligen Zuwendungen der Bevölkerung", so eröffnete Präsidentin Prof. Dr. Rita Schmutzler die Jahrespressekonferenz der Deutschen Krebshilfe. Insgesamt vertrauten ihr die Menschen in Deutschland im Jahr 2025 171 Millionen Euro an - damit konnte die gemeinnützige Stiftung 188 Projekte und Initiativen auf den Weg bringen, um Menschen mit Krebs zu helfen, ihre Versorgung zu verbessern und die Forschung voranzubringen. So fördert sie unter anderem das Programm "TrainKommOnko", um auch die Kommunikation in der Onkologie zu verbessern.
"Ein zentraler Fortschrittsmotor für die Krebsmedizin in Deutschland sind die von uns initiierten und geförderten Comprehensive Cancer Center", so Gerd Nettekoven, Vorstandsmitglied der Deutschen Krebshilfe. "Dort bekommen Krebspatientinnen und -patienten nicht nur eine Versorgung auf höchstem Niveau und nach aktuellen Qualitätsstandards. In diesen Zentren steht auch die Weiterentwicklung von innovativen Diagnose- und Behandlungsmethoden im Mittelpunkt. Gleichzeitig engagieren sich die CCCs mit verschiedenen Initiativen dafür, die hohe Versorgungsqualität in die Fläche zu bringen. Angesiedelt an den CCCs startet nun auch unser neues Programm 'TrainKommOnko', mit dem wir die kommunikative Kompetenz in der Onkologie nachhaltig verbessern und stärken wollen. Hier sehen wir noch erhebliche Defizite."
Arzt-Patienten-Kommunikation verbessern
In der Onkologie spielt Kommunikation eine entscheidende Rolle. Sie prägt, wie Betroffene ihre Erkrankung begreifen, Entscheidungen treffen und ihren Alltag bewältigen. Gleichzeitig ist diese anspruchsvolle Form der Gesprächsführung in der ärztlichen Aus- und Weiterbildung bislang oft nur am Rand, zu spät oder ohne klare Struktur verankert. Im Jahr 2025 hat die Deutsche Krebshilfe das Programm "TrainKommOnko" auf den Weg gebracht, um diese Lücke zu schließen - und dafür 8,3 Millionen Euro bereitgestellt. Professorin Jana Jünger vom Institut für Kommunikations- und Prüfungsforschung in Heidelberg leitet die Initiative: "Unser Ziel ist es, dass zukünftig alle Krebspatientinnen und -patienten von Fachkräften versorgt werden, die durch fundierte Trainings auf die kommunikativen Herausforderungen in Diagnostik, Behandlung und Begleitung vorbereitet sind. Damit wollen wir eine patientenorientierte Kommunikation flächendeckend als festen Bestandteil einer modernen onkologischen Versorgung etablieren."
Krebsforschung vorantreiben
Die Deutsche Krebshilfe ist der größte private Drittmittelgeber in der Onkologie. Allein im Jahr 2025 stellte sie 46,8 Millionen Euro für neue Forschungsprojekte und -programme bereit. "Mit groß angelegten Forschungsprogrammen gehen wir gezielt aktuelle Defizite in der Krebsmedizin an", so Dr. Franz Kohlhuber, Vorstandsmitglied der Deutschen Krebshilfe. "In 2025 ist beispielsweise die 'Deutsche Allianz Pankreaskarzinom' gestartet. Diese bislang einzigartige Forschungsallianz zielt darauf ab, die Behandlungsmöglichkeiten für Patientinnen und Patienten mit Bauchspeicheldrüsenkrebs grundlegend zu verbessern. Solche strategischen Forschungsallianzen werden künftig immer wichtiger werden, um die Krebsmedizin voranzubringen."
Neben der Krebsforschung gehören auch weitere Aspekte der Versorgung von Krebspatientinnen und -patienten zum Aufgabenspektrum der Deutschen Krebshilfe. Mit fast 53 Millionen Euro förderte die Organisation klinische und wissenschaftliche Strukturmaßnahmen, wie die Comprehensive Cancer Centers. 14 Millionen Euro stellte sie für Projekte und Initiativen zur Krebsprävention und -früherkennung bereit. Überdies flossen 8 Millionen Euro in die Patienteninformation und Aufklärungsarbeit und 4,4 Millionen Euro in den Härtefonds, der finanzielle Hilfe für Krebspatienten bietet.
Mit Spenden gewissenhaft umgehen
Im Jahr 2025 spendeten rund 341.000 Privatpersonen und über 6.100 Unternehmen insgesamt 37,7 Millionen Euro an die Deutsche Krebshilfe. 92,9 Millionen Euro erhielt die Organisation aus Nachlässen. Zu den weiteren Einnahmenquellen zählten Benefizaktionen und -veranstaltungen sowie Zuwendungen durch Geldauflagen. "Das Vertrauen unserer Spenderinnen und Spender macht unsere vielfältige Arbeit erst möglich und ist daher unsere größte Verpflichtung", sagte Lutz M. Heitmüller, kaufmännisches Vorstandsmitglied der Deutschen Krebshilfe. "Das bedeutet eine gewissenhafte Verwaltung jedes einzelnen Euros: 2025 lagen unsere Verwaltungskosten und Kosten der Spendenakquise bei insgesamt 6,5 Prozent, die Projektnebenkosten bei 3,2 Prozent. Eine effiziente Organisation ist Voraussetzung dafür, möglichst viele Mittel direkt in unsere Projekte zu lenken."
Ein ausführliches Interview mit Prof. Jünger zu "TrainKommOnko" sowie Informationen zu weiteren von der Deutschen Krebshilfe geförderte Projekte finden Sie im Geschäftsbericht der Organisation unter: www.krebshilfe.de/geschaeftsbericht (https://www.krebshilfe.de/informieren/ueber-uns/geschaeftsbericht/)
Interviewpartner auf Anfrage
Bonn, den 07. Juli 2026
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Deutsche Krebshilfe
Pressestelle
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53113 Bonn
Telefon: 02 28/7 29 90-96
E-Mail: presse@krebshilfe.de
Internet: www.krebshilfe.de
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