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MÄRKTE USA/Dow mit Rekordhoch - Technologie-Werte unter Druck

DJ MÄRKTE USA/Dow mit Rekordhoch - Technologie-Werte unter Druck

DOW JONES--Ein zweigeteiltes Bild zeigt sich am Dienstag zur Eröffnung an der Wall Street. Während der Dow-Jones-Index bei 53.289 Punkten ein neues Rekordhoch markiert, geht es für die Technologiewerte nach unten. Die Abgaben dürften auf die Zahlen von Samsung Electronics zurückzuführen sein. Der südkoreanische Konzern hat vorläufige Quartalsergebnisse auf Rekordniveau vorgelegt. Das reichte jedoch nicht aus, um die Nervosität der Anleger hinsichtlich der Nachhaltigkeit der KI-Nachfrage zu beruhigen, was die Aktie in Seoul um knapp 7 Prozent einknicken ließ.

Der Dow-Jones-Index verbessert sich um 0,4 Prozent auf 53.285 Punkte. Der S&P-500 zeigt sich unverändert. Dagegen geht es für die Nasdaq-Indizes es um bis zu 1,0 Prozent nach unten.

Samsung habe mit seiner Umsatzprognose die Anleger wahrscheinlich leicht enttäuscht, so Morningstar-Analyst Jing Jie Yu. Die Verfehlung sei wohl auf unerwartet moderate DRAM-Preiserhöhungen zurückzuführen. Dies habe Anleger verschreckt, die zunehmend die strukturelle Stärke bei den Speicherpreisen einpreisten, fügt Yu hinzu. Der Kursrutsch der Samsung-Aktie trotz außergewöhnlich guter Gewinne sei eine Mahnung, dass es in hoch bewerteten Märkten nicht mehr ausreiche, die Erwartungen zu erfüllen, merkt Ipek Ozkardeskaya von Swissquote an. Zunehmend scheine es so, dass Unternehmen die "Flüsterschätzungen" übertreffen müssten.

An der Wall Street geht es für Nvidia um 1,7 Prozent nach unten, Intel knicken um 8,2 Prozent ein, für die Broadcom-Aktie geht es 1,9 Prozent abwärts und Advanced Micro Devices (AMD) fallen um 7 Prozent. Applied Materials und Lam Research - beides wichtige Zulieferer von Samsung - büßen bis zu 8,1 Prozent ein.

Daneben steht der Banken-Sektor im Fokus. Einige der größten US-Banken haben die Übernahme eines Zahlungsnetzwerks für Debitkarten geprüft, das ihnen helfen könnte, die gesetzlichen Obergrenzen für Interbankenentgelte zu umgehen, berichtete das Wall Street Journal unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Banken wie JP Morgan Chase, Bank of America, Wells Fargo und PNC Financial Services Group hätten in den vergangenen Monaten erste und vorläufige Gespräche über einen Deal geführt. Dabei gehe es um die Übernahme eines Netzwerks, das dem Finanztechnologieunternehmen Fiserv gehört. Für die Aktien von JP Morgan, Bank of America und Wells Fargo geht es um bis zu 1,2 Prozent nach oben.

Die SpaceX-Aktie wird am Berichtstag erstmals im Nasdaq-100-Index gehandelt, der bis zur nächsten Index-Überprüfung 101 Werte enthält. In den breiteren Nasdaq-Composite wurden SpaceX bereits unmittelbar mit dem Börsengang aufgenommen. Für die Aktie geht es um 2,5 Prozent nach unten.

Die Agenda der Konjunkturdaten ist am Berichtstag übersichtlich. Das Handelsbilanzdefizit hat sich im Mai gegenüber dem Vormonat erhöht, lag mit 77,59 Milliarden Dollar aber unter der Prognose von 78 Milliarden Dollar.

Der Dollar zeigt sich wenig verändert. Die Märkte würden weiter auf eine Zinserhöhung der Fed bis zum Jahresende setzen. Am Mittwoch wird das Protokoll der jüngsten Fed-Sitzung veröffentlicht, das Signale für die weitere Geldpolitik liefern könnte.

Für die Ölpreise geht es leicht nach oben. Der Preis für ein Barrel der Sorte Brent steigt um 1,5 Prozent auf 73,10 Dollar. Händler verweisen auf iranische Angriffe auf Handelsschiffe in der Nähe der Straße von Hormus trotz anhaltender diplomatischer Bemühungen. Dennoch sagen Analysten, dass das Aufwärtspotenzial begrenzt bleibt. "Saudi-Arabien hat seine offiziellen Verkaufspreise für August gesenkt, die Opec+ baut die Produktionskürzungen weiter ab, die Exporte aus dem Golf erholen sich und der physische Markt bleibt gut versorgt", sagt Soojin Kim von MUFG.

Der Goldpreis baut zwischenzeitlich seine Vortagesverluste aus. Die Feinunze notiert nun aber wieder kaum verändert bei 4.169 Dollar. Teilnehmer verweisen auf die iranischen Angriffe auf zwei Handelsschiffe in der Nähe der Straße von Hormus, die Inflationssorgen neu entfachen.

Am US-Anleihemarkt gibt es erneut kaum Bewegung. Die Rendite zehnjähriger Papiere verbessert sich um 2 Basispunkte auf 4,50 Prozent. Hier könnte das Fed-Protokoll am Mittwoch einen Impuls liefern, heißt es.

=== 
INDEX          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
DJIA          53.285,07  +0,4  +229,16    53.055,91 
S&P-500         7.535,54  -0,0   -1,89    7.537,43 
NASDAQ Comp      26.008,41  -0,4  -112,76    26.121,16 
NASDAQ 100       29.409,93  -1,0  -287,95    29.697,87 
 
US-Treasuries      Rendite  +/- Tageshoch    Tagestief 
2 Jahre           4,15 +0,02    4,15      4,12 
5 Jahre           4,24 +0,02    4,24      4,20 
10 Jahre          4,50 +0,02    4,51      4,47 
 
DEVISEN         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Mo, 17:01 
EUR/USD          1,1437  -0,0  -0,0003     1,1440   1,1418 
EUR/JPY          185,15  -0,2  -0,2900     185,44  185,3800 
EUR/CHF          0,9215  +0,0   0,0003     0,9212   0,9207 
EUR/GBP          0,8545  +0,0   0,0003     0,8542   0,8546 
USD/JPY          161,88  -0,1  -0,2000     162,08  162,3300 
GBP/USD          1,3382  -0,1  -0,0008      1,339   1,3356 
USD/CNY          6,7928  -0,0  -0,0030     6,7958   6,7959 
USD/CNH          6,796  +0,0   0,0018     6,7942   6,7985 
AUS/USD          0,6948  -0,1  -0,0004     0,6952   0,6937 
Bitcoin/USD      63.088,51  -1,1  -707,97    63.796,48 62.021,70 
 
ROHÖL          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         69,67  +1,6    1,12      68,55 
Brent/ICE          73,1  +1,5    1,11      71,99 
 
Metalle         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          4.168,82  +0,1    4,84    4.163,98 
Silber           61,31  -1,2   -0,77      62,08 
Platin         1.650,02  +1,2   19,02    1.631,00 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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July 07, 2026 09:45 ET (13:45 GMT)

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Achtung, Korrektur!
Die Börsen laufen heiß. Trotz geopolitischer Krisen und steigender Zinsen klettern viele Indizes weiter Richtung Allzeithoch. Doch unter der Oberfläche zeigen sich erste Risse: Der Abverkauf bei Halbleiter-, KI- und Space-Aktien macht deutlich, wie schnell sich die Stimmung drehen kann.

Besonders gefährlich ist die aktuelle Gemengelage aus schwacher Saisonalität, dünner Liquidität in den Sommermonaten und historisch hohen Bewertungen. Selbst vermeintlich sichere Blue Chips sind inzwischen teuer bewertet und damit anfällig für Korrekturen. Gleichzeitig liefern technische Indikatoren erste Warnsignale. So werden viele Rekordstände nicht mehr bestätigt.

Für Anleger steigen die Risiken spürbar. Wer jetzt nicht genauer hinschaut, läuft Gefahr, auf dem falschen Fuß erwischt zu werden.

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