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MÄRKTE USA/Schwache Technologie-Werte belasten die Wall Street

DJ MÄRKTE USA/Schwache Technologie-Werte belasten die Wall Street

DOW JONES--Mit teils deutlichen Abgaben zeigt sich die Wall Street am Dienstagmittag (Ortszeit). Dabei steht vor allem der Technologie-Sektor unter Druck. Die Verluste dürften hier auf die Zahlen von Samsung Electronics zurückzuführen sein. Der südkoreanische Konzern hat vorläufige Quartalsergebnisse auf Rekordniveau vorgelegt. Das reichte jedoch nicht aus, um die Nervosität der Anleger hinsichtlich der Nachhaltigkeit der KI-Nachfrage zu beruhigen, was die Aktie in Seoul um knapp 7 Prozent einknicken ließ.

Der Dow-Jones-Index reduziert sich um 0,4 Prozent auf 52.870 Punkte, nachdem er zur Eröffnung bei 53.289 Punkten ein neues Rekordhoch markiert hatte. Der S&P-500 büßt 0,5 Prozent ein. Für die Nasdaq-Indizes geht es um bis zu 1,7 Prozent abwärts.

Samsung habe mit seiner Umsatzprognose die Anleger wahrscheinlich leicht enttäuscht, so Morningstar-Analyst Jing Jie Yu. Die Verfehlung sei wohl auf unerwartet moderate DRAM-Preiserhöhungen zurückzuführen. Dies habe Anleger verschreckt, die zunehmend die strukturelle Stärke bei den Speicherpreisen einpreisten, fügt Yu hinzu. Der Kursrutsch der Samsung-Aktie trotz außergewöhnlich guter Gewinne sei eine Mahnung, dass es in hoch bewerteten Märkten nicht mehr ausreiche, die Erwartungen zu erfüllen, merkt Ipek Ozkardeskaya von Swissquote an. Zunehmend scheine es so, dass Unternehmen die "Flüsterschätzungen" übertreffen müssten.

An der Wall Street geht es für Nvidia um 0,2 Prozent nach unten, Intel knicken um 10,2 Prozent ein, für die Broadcom-Aktie geht es 1,4 Prozent abwärts und Advanced Micro Devices (AMD) fallen um 6,2 Prozent. Applied Materials und Lam Research - beides wichtige Zulieferer von Samsung - büßen bis zu 8,2 Prozent ein.

Daneben steht der Banken-Sektor im Fokus. Einige der größten US-Banken haben die Übernahme eines Zahlungsnetzwerks für Debitkarten geprüft, das ihnen helfen könnte, die gesetzlichen Obergrenzen für Interbankenentgelte zu umgehen, berichtete das Wall Street Journal unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Banken wie JP Morgan Chase, Bank of America, Wells Fargo und PNC Financial Services Group hätten in den vergangenen Monaten erste und vorläufige Gespräche über einen Deal geführt. Dabei gehe es um die Übernahme eines Netzwerks, das dem Finanztechnologieunternehmen Fiserv gehört. Für die Aktien von JP Morgan und Bank of America geht es um bis zu 0,3 Prozent nach oben.

Die SpaceX-Aktie wird am Berichtstag erstmals im Nasdaq-100-Index gehandelt, der bis zur nächsten Index-Überprüfung 101 Werte enthält. In den breiteren Nasdaq-Composite wurden SpaceX bereits unmittelbar mit dem Börsengang aufgenommen. Die Aktie verliert 5,9 Prozent.

Die Agenda der Konjunkturdaten ist am Berichtstag übersichtlich. Das Handelsbilanzdefizit hat sich im Mai gegenüber dem Vormonat erhöht, lag mit 77,59 Milliarden Dollar aber unter der Prognose von 78 Milliarden Dollar.

Der Dollar legt leicht zu - der Dollar-Index steigt um 0,1 Prozent. Die Märkte würden weiterhin auf eine Zinserhöhung der Fed bis zum Jahresende setzen. Am Mittwoch wird das Protokoll der jüngsten Fed-Sitzung veröffentlicht, das Signale für die weitere Geldpolitik liefern könnte.

Die Ölpreise reagieren mit Aufschlägen auf iranische Angriffe auf Handelsschiffe in der Nähe der Straße von Hormus trotz anhaltender diplomatischer Bemühungen. Der Preis für ein Barrel der Sorte Brent steigt um 2,9 Prozent auf 74,08 Dollar. Dennoch sagen Analysten, dass das Aufwärtspotenzial begrenzt bleibt. "Saudi-Arabien hat seine offiziellen Verkaufspreise für August gesenkt, die Opec+ baut die Produktionskürzungen weiter ab, die Exporte aus dem Golf erholen sich und der physische Markt bleibt gut versorgt", sagt Soojin Kim von MUFG.

Der Goldpreis baut seine Vortagesverluste weiter aus. Die Feinunze verliert 0,6 Prozent auf 4.139 Dollar. Teilnehmer verweisen auf die iranischen Angriffe auf zwei Handelsschiffe in der Nähe der Straße von Hormus, die Inflationssorgen neu entfachen.

Am US-Anleihemarkt legen die Renditen leicht zu. Die Rendite zehnjähriger Papiere verbessert sich um 4 Basispunkte auf 4,52 Prozent. Teilnehmer verweisen auf die steigenden Ölpreise nach den iranischen Angriffen in der Nähe der Straße von Hormus. Aber vor allem das Fed-Protokoll am Mittwoch könnte einen Impuls liefern, heißt es.

=== 
INDEX          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
DJIA          52.869,71  -0,4  -186,20    53.055,91 
S&P-500         7.503,06  -0,5   -34,37    7.537,43 
NASDAQ Comp      25.846,69  -1,1  -274,47    26.121,16 
NASDAQ 100       29.180,17  -1,7  -517,70    29.697,87 
 
US-Treasuries      Rendite  +/- Tageshoch    Tagestief 
2 Jahre           4,14 +0,01    4,16      4,12 
5 Jahre           4,24 +0,03    4,25      4,20 
10 Jahre          4,52 +0,04    4,52      4,47 
 
DEVISEN         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Mo, 17:01 
EUR/USD          1,1423  -0,2  -0,0017     1,1440   1,1418 
EUR/JPY          184,95  -0,3  -0,4900     185,44  185,3800 
EUR/CHF          0,9216  +0,0   0,0004     0,9212   0,9207 
EUR/GBP          0,8541  -0,0  -0,0001     0,8542   0,8546 
USD/JPY          161,88  -0,1  -0,2000     162,08  162,3300 
GBP/USD          1,3372  -0,1  -0,0018      1,339   1,3356 
USD/CNY          6,7934  -0,0  -0,0024     6,7958   6,7959 
USD/CNH           6,8  +0,1   0,0058     6,7942   6,7985 
AUS/USD          0,6936  -0,2  -0,0016     0,6952   0,6937 
Bitcoin/USD      63.900,77  +0,2   104,29    63.796,48 62.021,70 
 
ROHÖL          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         70,40  +2,7    1,85      68,55 
Brent/ICE         74,08  +2,9    2,09      71,99 
 
Metalle         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          4.139,17  -0,6   -24,81    4.163,98 
Silber           60,71  -2,2   -1,37      62,08 
Platin         1.643,22  +0,7   12,22    1.631,00 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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July 07, 2026 12:20 ET (16:20 GMT)

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