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MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa

DJ MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa

TAGESTHEMA

Das US-Militär hat Ziele entlang der iranischen Küste bombardiert. Die US-Regierung blockierte zudem die Möglichkeit Irans, legal Öl zu verkaufen. Damit reagierte Washington auf die jüngsten Angriffe Teherans auf Schiffe in der Nähe der Straße von Hormus. Die Angriffe markieren die bedeutendste Eskalation, seit die USA und der Iran am 17. Juni eine Absichtserklärung unterzeichnet haben, um die Meerenge wieder zu öffnen und den Krieg zu beenden. Ein hochrangiger US-Vertreter sagte, die US-Angriffe seien vier- bis fünfmal umfangreicher gewesen als andere seit der Unterzeichnung des Abkommens. Die USA betrachteten den Waffenstillstand weiterhin als in Kraft, sagte die Person.

AUSBLICK UNTERNEHMEN

Im Tagesverlauf:

- IT/Unicredit SpA, Bekanntabe der Ergebnisse der weiteren Annahmefrist für Commerzbank-Angebot

DIVIDENDENABSCHLAG

(bei deutschen Aktien und Aktien aus dem Stoxx- bzw. Euro-Stoxx-50-Index)

Delticom         0,12 EUR 
Heckler & Koch      0,06 EUR 
Lang & Schwarz      2,00 EUR 
 

AUSBLICK KONJUNKTUR

- US 
  16:00 Großhandelsumsatz Mai 
     PROGNOSE: +0,3% gg Vm 
     zuvor:  +0,6% gg Vm 
 
  16:30 Rohöllagerbestandsdaten (Woche) der staatlichen Energy Information 
     Administration (EIA) 
 
  20:00 Fed, Protokoll der FOMC-Sitzung und Wirtschaftsausblick 
 

ÜBERSICHT FUTURES / INDIZES

Aktuell: 
Index            zuletzt +/- % 
DAX Futures        25.616,00  -0,0 
E-Mini-Future S&P-500   7.553,25  +0,0 
E-Mini-Future Nasdaq-100 29.453,00  +0,2 
Topix (Tokio)       4.043,00  -0,5 
Hang-Seng (Hongk.)    24.067,05  +2,4 
Shanghai-Comp.       4.011,05  +0,5 
 
Dienstag: 
INDEX        zuletzt +/- % 
DAX        25.465,25  -1,4 
DAX-Future    25.682,00  -1,1 
MDAX       32.627,04  -2,0 
TecDAX       3.832,85  -2,0 
SDAX       18.148,27  -2,1 
Euro-Stoxx-50   6.319,86  -1,2 
Stoxx-50      5.421,43  -0,7 
XDAX       25.471,97  +0,0 
Dow-Jones     52.925,15  -0,3 
S&P-500      7.503,85  -0,5 
Nasdaq Composite 25.818,69  -1,2 
 

FINANZMÄRKTE

EUROPA

Ausblick: Etwas leichter werden die Börsen Handelsstart erwartet. Die Nasdaq war in den USA abgerutscht. Dort hatte wie erwartet die Aufnahme von SpaceX in den Nasdaq-100 belastet. Fondsmanager müssen daher Platz schaffen in ihren Portfolios bei Technologiewerten, da am Freitag auch noch das südkoreanische Schwergewicht SK Hynix in den USA an die Börse geht. Entsprechend brachen Chip-Aktien in den USA ein. Dennoch zeigen sich die Märkte am Morgen recht widerstandsfähig, obwohl die USA erneut den Iran angreifen. Der Ölpreis legt darauf zu. Im Fokus der Marktteilnehmer steht am Abend das Protokoll der ersten Fed-Sitzung mit dem neuen Notenbank-Chef Kevin Warsh. Marktteilnehmer erhoffen sich mehr Einblick in die Denkweise von Warsh. Der US-Anleihemarkt ist angespannt, seit Warsh begonnen hat, mit Nachdruck über die Notwendigkeit zu sprechen, die Inflation wieder auf 2 Prozent zu senken. Gleichzeitig hatte Warsh betont, er wolle künftig weniger zukunftsgerichteten Aussagen über die Zinserwartungen der Fed-Mitglieder treffen. Das erhöht den Informationsbedarf für den Markt enorm.

Rückblick: Leichter - Ein Abverkauf im Technologiesektor hat die Börsen belastet. Samsung Electronics hatte vorläufige Quartalsergebnisse auf Rekordniveau vorgelegt. Das reichte jedoch nicht aus, um die Nervosität der Anleger hinsichtlich der Nachhaltigkeit der KI-Nachfrage zu beruhigen. Derweil gab die deutsche Wirtschaft wieder Lebenszeichen von sich, auch wenn dies keine Rolle am Markt spielte. Infineon fielen um 8,3 Prozent, Suss Microtec um 12,4 Prozent, STMicroelectronics um 8 Prozent oder ASML um 7,3 Prozent. Für Ausrüster von KI-Datenzentren wie Siemens Energy ging es um 8,9 Prozent nach unten. Die kräftigen Gewinnmitnahmen im KI- und Technologiebereich sorgten für eine Rückbesinnung auf klassische Branchen. Im Nahrungsmittelbereich gewannen Pernod Ricard 5,5 Prozent, Carrefour 3,7 Prozent, im Bereich Mode legten Burberry um 1,1 Prozent zu. Nach einem Pre-Close-Call ging es für Air France-KLM um 2,5 Prozent nach oben.

DAX/MDAX/SDAX/TECDAX

Schwach - Deutsche Post legte erste Kennziffern für das zweite Quartal vor. Danach lag das vorläufige EBIT bei 1,85 Milliarden Euro, was deutlich besser als die Prognose der Bank of America von 1,583 Milliarden Euro war. Für die Aktie ging es um 1,7 Prozent nach oben. Bei den defensiven Werten verbesserten sich Beiersdorf um 3,4 Prozent, FMC um 2,7 Prozent, Deutsche Börse um 2,2 Prozent oder Henkel um 1,3 Prozent. Rüstungsaktien standen mit dem Nato-Gipfel in der Türkei im Blick, vor allem die weitere Entwicklung um den Milliardenauftrag aus Kanada an die U-Bootwerft TKMS (-3%). Dieser gilt als klares politisches Signal in Richtung Europa und Nordpolar-Flotte.

USA - AKTIEN

Leichter - Der Dow-Jones-Index hatte zur Eröffnung noch ein neues Rekordhoch markiert, dann drehten die Kurse ins Minus - belastet von erneuten Angriffen in der Straße von Hormus und der militärischen US-Reaktion. Allerdings stand vor allem der Technologiesektor unter Druck. Teilnehmer verwiesen auf die Geschäftszahlen von Samsung Electronics. Der südkoreanische Konzern hatte Rekordergebnisse vorgelegt. Das reichte allerdings nicht, um die Nervosität der Anleger hinsichtlich der Nachhaltigkeit der KI-Nachfrage zu beruhigen. Der Halbleitersektorindex PHLX "SOX" gab 4,7 Prozent nach. Intel knickten um 9,7 Prozent ein. Applied Materials und Lam Research - beides wichtige Zulieferer von Samsung - büßten bis zu 6,9 Prozent ein. Nvidia drehten dagegen im späten Geschäft 0,7 Prozent ins Plus. Daneben stand der Bankensektor im Fokus. Einige der größten US-Banken haben die Übernahme eines Zahlungsnetzwerks für Debitkarten geprüft, das ihnen helfen könnte, die gesetzlichen Obergrenzen für Interbankenentgelte zu umgehen, berichtete das Wall Street Journal. JP Morgan gewannen 0,4 Prozent. Die SpaceX-Aktie wurde erstmals im Nasdaq-100-Index gehandelt, der bis zur nächsten Index-Überprüfung 101 Werte enthält. In den breiteren Nasdaq-Composite wurden SpaceX bereits unmittelbar mit dem Börsengang aufgenommen. Die Aktie verlor 6,8 Prozent. Walmart stiegen um 0,8 Prozent, nachdem der Einzelhandelskonzern angekündigt hatte, die Preise für eine Reihe von Produkten zu senken.

USA - ANLEIHEN

US-Treasuries Rendite  +/- Tageshoch Tagestief 
2 Jahre      4,18 +0,02    4,19    4,18 
5 Jahre      4,28 +0,02    4,29    4,28 
10 Jahre     4,55 +0,02    4,57    4,55 
 

Die Renditen legten leicht zu. Teilnehmer verwiesen auf die gestiegenen Ölpreise nach den iranischen Angriffen in der Nähe der Straße von Hormus. Aber vor allem das Fed-Protokoll am Mittwoch könnte falkenhaft ausfallen, hieß es.

DEVISENMARKT

DEVISEN    zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Di, 17:40 
EUR/USD     1,1412  +0,0  0,0001     1,1411   1,1426 
EUR/JPY     185,29  +0,2  0,3100    184,9800  184,9900 
EUR/CHF     0,9227  +0,1  0,0005     0,9222   0,9214 
EUR/GBP     0,8547  +0,1  0,0008     0,8539   0,8542 
USD/JPY     162,34  +0,2  0,2500    162,0900  161,8700 
GBP/USD     1,3352  0,0  0,0000     1,3352   1,3374 
USD/CNY     6,7963  +0,0  0,0029     6,7934   6,7934 
USD/CNH     6,7992  -0,1  -0,0043     6,8035   6,8002 
AUS/USD     0,6938  +0,1  0,0010     0,6928   0,6933 
Bitcoin/USD 62.801,39  -1,4  -866,10    63.667,49 63.738,57 
 

Der Dollar legte leicht zu - der Dollar-Index stieg um 0,2 Prozent. Die Märkte setzten weiterhin auf eine Zinserhöhung der Fed bis zum Jahresende. Am Mittwoch wird das Protokoll der jüngsten Fed-Sitzung veröffentlicht, dies könnte falkenhaft ausfallen, hieß es.

Der Greenback legt am Morgen weiter zu - der Dollar-Index steigt um weitere 0,1 Prozent. "Die Angriffe sind eine Erinnerung an die Risiken, denen die Ölindustrie trotz des Friedensabkommens, das die sichere Durchfahrt von Schiffen erlaubt, ausgesetzt ist", heißt es von den ANZ-Analysten. Über die anziehenden Ölpreise steigen die Inflationssorgen wieder und somit auch Spekulationen über Zienserhöhungen bzw. ausbleibende Zinssenkungen.

ROHSTOFFE

METALLE

Metalle    zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag 
Gold     4.126,76  +0,5   21,06    4.105,70 
Silber      60,40  +0,6   0,39      60,01 
Platin    1.637,62  -0,2   -3,00    1.640,62 
 

Der Goldpreis baute seine Vortagesverluste weiter aus. Teilnehmer verwiesen auf die iranischen Angriffe auf zwei Handelsschiffe in der Nähe der Straße von Hormus, die Inflationssorgen neu entfacht hätten. Damit könnte die Wahrscheinlichkeit von Zinserhöhungen steigen, hieß es. Zudem belasteten der gestiegene Dollar und auch die höheren Marktzinsen. Die Gold-Futures fielen um 9,80 Dollar pro Feinunze oder 0,24 Prozent.

ÖL

ROHÖL     zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex    72,27  +2,6   1,83      70,44 
Brent/ICE     76,1  +2,6   1,94      74,16 
 

(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires

July 08, 2026 01:42 ET (05:42 GMT)

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SpaceX-Hype zu teuer – Diese 5 Aktien bieten bessere Chancen
Raumfahrt-Aktien gehören aktuell zu den heißesten Wetten an den Börsen. Spätestens mit dem spektakulären Börsengang von SpaceX ist der Sektor endgültig im Fokus der Anleger angekommen. Fantasien rund um Satellitenkommunikation, Rechenzentren im All und neue Geschäftsmodelle treiben die Kurse immer weiter nach oben.

Doch während die Begeisterung steigt, werden auch die Risiken größer. Viele Space-Start-ups sind inzwischen extrem hoch bewertet, arbeiten noch nicht profitabel und hängen stark von stetigem Kapitalzufluss ab. Schon kleine Rückschläge könnten die ambitionierten Wachstumspläne ins Wanken bringen.

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