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MORNING BRIEFING - USA/Asien

DJ MORNING BRIEFING - USA/Asien

TAGESTHEMA

Die US-Regierung hat am Dienstag mit neuen Luftangriffen Ziele entlang der iranischen Küste bombardiert und die Möglichkeit Irans blockiert, legal Öl zu verkaufen, in einer heftigen Reaktion auf jüngste Angriffe Teherans auf Schiffe in der Nähe der Straße von Hormus. Die Angriffe markieren die bedeutendste Eskalation, seit die USA und der Iran am 17. Juni eine Absichtserklärung unterzeichnet haben, um die Meerenge wieder zu öffnen und den Krieg zu beenden. Ein hochrangiger US-Vertreter sagte, die US-Angriffe am Dienstag seien vier- bis fünfmal umfangreicher gewesen seien als andere Angriffe seit der Unterzeichnung des Abkommens. Die USA betrachteten den Waffenstillstand weiterhin als in Kraft, sagte die Person. Zuvor hatte der Iran Anti-Schiffs-Marschflugkörper und Einweg-Angriffsdrohnen auf Schiffe abgefeuert, die versuchten, die Straße von Hormus auf der Südroute zu überqueren. Ein Sprecher des iranischen Außenministeriums sagte am Dienstag, dass Handelsschiffe, die nicht mit dem Iran abgestimmte Routen nutzten, die Pläne zur Erleichterung einer sicheren Durchfahrt durch die Meerenge störten.

AUSBLICK UNTERNEHMEN +

Keine wichtigen Termine auf der Agenda.

AUSBLICK KONJUNKTUR

-US 
  16:00 Großhandelsumsatz Mai 
     PROGNOSE: +0,3% gg Vm 
     zuvor:  +0,6% gg Vm 
 

ÜBERSICHT INDIZES

zuletzt +/- % 
E-Mini-Future S&P-500    7.545,75  -0,1 
E-Mini-Future Nasdaq-100  29.364,25  -0,1 
S&P/ASX 200 (Sydney)     8.761,20  -0,5 
Topix-500 (Tokio)      4.032,22  -0,7 
Kospi (Seoul)        7.234,82  -5,5 
Shanghai-Composite      3.983,92  -0,2 
Hang-Seng-Index (Hongkong) 24.172,66  +2,9 
 

FINANZMÄRKTE

OSTASIEN (VERLAUF)

Uneinheitlich - Auf der Stimmung lastet, dass es im Nahost-Konflikt zwischen den USA und dem Iran wieder zu gegenseitigen Angriffen gekommen ist und die USA außerdem mit der Wiederseinsetzung der Sanktionen gegen iranische Ölverkäufe geantwortet haben. Darauf steigen die Ölpreise wieder etwas stärker, was die zuletzt abgeflauten Inflationssorgen wieder belebt. In Seoul geht es für den stark technologielastigen und zuletzt extrem volatilen Kospi wieder steil abwärts. An den chinesischen Börsen geht es dagegen aufwärts, insbesondere in Hongkong. Unter den Einzelwerten der sehr festen Börse in Hongkong ragen Lenovo mit einem Plus von rund 9 Prozent heraus. Die Schwergewichte Tencent oder Alibaba gewinnen 3,4 bzw. 8,1 Prozent. Die Halbleiteraktien SMIC und Hua Hong ziehen um jeweils über 8 Prozent an. Marktteilnehmer vermuten Schnäppchenkäufe. Neben der wieder verschärften Lage im Iran-Krieg und der negativen US-Vorlage - insbesondere für Technologieaktien - dürfte eine Zinserhöhung in Neuseeland etwas auf die Stimmung drücken. Sie kommt zwar nicht gänzlich unerwartet, die Notenbanker behalten sich aber weitere Zinserhöhungen vor. Anhaltende Vorsicht zeigt sich bei Aktien mit KI-Fantasie, die zuletzt unter Bedenken über zu hohe Bewertungen litten. Zwar hat sich der breite Ausverkauf beruhigt, die Akteure gehen aber erkennbar selektiver vor. Die Anleger achteten zunehmend darauf, Aktien von Unternehmen mit nachhaltigem Gewinnwachstum von solchen zu unterscheiden, deren Bewertungen den Fundamentaldaten vorausgeeilt seien, heißt es.

WALL STREET

Dow-Jones     52.925,15 -0,3 
S&P-500      7.503,85 -0,5 
Nasdaq Composite 25.818,69 -1,2 
 
           Dienstag  Montag 
Umsatz NYSE (Aktien) 1,19 Mrd  1,29 Mrd 
Gewinner       1.165   1.605 
Verlierer      1.624   1.171 
Unverändert       67     87 
 

Schwächer - Vor allem Technologieaktien mit KI-Fantasie wurden verkauft, wobei Bedenken über zu hohe Bewertungen als Verkaufsargument dominierten. zudem war von Zweifeln über die Nachhaltigkeit der KI-Nachfrage zu hören. Der Dow-Jones-Index hatte zur Eröffnung noch ein neues Rekordhoch markiert, ehe er etwas nachgab. Im späten Handel sorgte für etwas Druck auf die Kurse, dass es im Nahost-Konflikt wieder zu gegenseitigen Angriffen kam, worauf auch die Ölpreise deutlicher anzogen. Intel knickten um 10,2 Prozent ein. Applied Materials und Lam Research - beides wichtige Zulieferer von Samsung - büßten bis zu 8,2 Prozent ein. Die SpaceX-Aktie wurde erstmals im Nasdaq-100-Index gehandelt, der bis zur nächsten Index-Überprüfung 101 Werte enthält. In den breiteren Nasdaq-Composite wurden SpaceX bereits unmittelbar mit dem Börsengang aufgenommen. Die Aktie verlor 5,9 Prozent.

US-ANLEIHEN

Rendite  +/- Tageshoch Tagestief 
2 Jahre   4,18 +0,02    4,19    4,18 
5 Jahre   4,28 +0,03    4,29    4,27 
10 Jahre   4,55 +0,02    4,57    4,55 
 

Am US-Anleihemarkt legten die Renditen leicht zu. Teilnehmer verwiesen auf die steigenden Ölpreise und damit wieder zunehmende Inflationssorgen nach neuerlichen gegenseitigen Angriffen im Iran-Krieg.

DEVISEN

zuletzt +/- %   00:00    Di, 09:10 % YTD 
EUR/USD     1,1415  +0,0   1,1411     1,1427  -2,8 
EUR/JPY     185,29  +0,2   184,98     185,16  +0,7 
EUR/GBP     0,8546  +0,1   0,8539     0,8542  -1,9 
USD/JPY     162,29  +0,1   162,09     162,00  +3,6 
USD/KRW    1.505,50  -0,6  1.513,90    1.527,87  +4,5 
USD/CNY     6,7964  +0,0   6,7934     6,7991  -2,8 
USD/CNH     6,7994  -0,1   6,8035     6,8010  -2,5 
USD/HKD     7,8416  0,0   7,8417     7,8423  +0,8 
AUD/USD     0,6941  +0,2   0,6928     0,6944  +4,0 
NZD/USD     0,5716  +0,7   0,5677     0,5691  -0,7 
BTC/USD   62.639,55  -1,6 63.667,49    63.294,73 -28,6 
 
 

Der Dollar bewegte sich erneut kaum, der Euro gab laicht auf 1,1410 Dollar nach. Am Mittwoch könne das Protokoll der jüngsten Fed-Sitzung für frische Impulse sorgen, hieß es.

++++ ROHSTOFFE +++++

METALLE

zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold   4.126,79  +0,5   21,09    4.105,70 
Silber   60,84  +1,4    0,83      60,01 
Platin  1.637,83  -0,2   -2,79    1.640,62 
 

Der Goldpreis baute seine Vortagesverluste aus. Die Feinunze verlor 0,6 Prozent auf 4.139 Dollar.

ÖL

zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex   72,52  +3,0    2,08      70,44 
Brent/ICE   76,48  +3,1    2,32      74,16 
 

Die Ölpreise reagierten mit Aufschlägen auf iranische Angriffe auf Handelsschiffe in der Nähe der Straße von Hormus. Der Preis für ein Barrel der Sorte Brent stieg um 2,9 Prozent auf 74,08 Dollar. Dennoch sagten Analysten, dass das Aufwärtspotenzial begrenzt bleibe. "Saudi-Arabien hat seine offiziellen Verkaufspreise für August gesenkt, die Opec+ baut die Produktionskürzungen weiter ab, die Exporte aus dem Golf erholen sich und der physische Markt bleibt gut versorgt", so Soojin Kim von MUFG.

MELDUNGEN SEIT DIENSTAG 20.00 UHR

INDONESIEN

Indonesiens Status als Schwellenland ist erneut von einer Herabstufung bedroht. Der globale Indexanbieter S&P Dow Jones Indices äußerte Bedenken über die Markttransparenz des Landes und setzte Indonesien auf eine Beobachtungsliste. Dieser Schritt könnte potenziell zu einer Herabstufung in den Status eines Grenzmarktes führen.

JAPAN

Die japanische Leistungsbilanz zeigt für Mai einen nicht saisonbereinigten Überschuss von 3,968 Billionen Yen. Die Prognose hatte auf 4,1009 Billionen gelautet.

AMAZON

plant die Ausgabe von Anleihen in acht Tranchen, darunter eine variabel verzinsliche. Laut Bloomberg haben die Schuldtitel einen Wert von mindestens 25 Milliarden Dollar.

BHP

Arbeiter am Eisenerz-Exportterminal Port Hedland in Westaustralien wollen kommenden Donnerstag einen achtstündigen Streik abhalten, nachdem die Gewerkschaften nach monatelangen Lohnverhandlungen keine Einigung mit dem Bergbaukonzern erzielen konnten.

PENGUIN SOLUTIONS

hat den Ausblick angehoben, nachdem das Unternehmen im dritten Quartal einen höheren Gewinn und steigende Umsätze gemeldet hatte. Als Grund wurde die durch künstliche Intelligenz (KI) getriebene Kundennachfrage genannt. Das auf Computerlösungen spezialisierte Unternehmen erwartet nun einen bereinigten Gewinn von 2,55 bis 2,65 US-Dollar je Aktie bei einem Nettoumsatzwachstum zwischen 20 und 24 Prozent. Zuvor hatte Penguin 2,00 bis 2,30 Dollar bei einem Nettoumsatzwachstum von 7 bis 17 Prozent prognostiziert. Die Konsenserwartungen lagen zuletzt bei 2,23 Dollar bzw. einem Umsatzwachstum von rund 14 Prozent. Im Berichtsquartal stieg der Nettoumsatz auf 478,7 von 324,3 Millionen Dollar, während Analysten mit 407,5 Millionen Dollar gerechnet hatten. Bereinigt erreichte der Gewinn je Aktie 84 Cent, verglichen mit dem Konsens von 54 Cent.

HINWEIS: Dieses Briefing kann Meldungselemente enthalten, die mit Künstlicher Intelligenz automatisch aus der ursprünglich englischen Version ins Deutsche übersetzt wurden. Die englischsprachige Version sollte als die maßgebliche Fassung betrachtet werden.

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/ros/gos

(END) Dow Jones Newswires

July 08, 2026 01:43 ET (05:43 GMT)

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