Die Aktie von clearvise befindet sich seit längerem in einem Abwärtstrend. Ausgangspunkt war der Kurshype vor vier Jahren, als der Ukrainekrieg einen massiven Anstieg der Strompreise bewirkt hat, der die clearvise-Aktie auf ein Allzeithoch bei mehr als 3,00 Euro getrieben hat. Im Nachgang sind die Strompreise wieder gesunken - und damit auch der Kurs von clearvise. In dieser Zeit ist das Branchenumfeld zudem rauer geworden. So häufen sich beispielsweise an der Strombörse in Deutschland die Phasen mit negativen Preisen, was auch die Konditionen von Power Purchase Agreements beeinflusst.
Allerdings hat clearvise auch eine starke Substanz zu bieten. Mit dem Portfolio aus Windkraft- und Solaranlagen, deren Vergütungen noch zu einem großen Teil für viele Jahre über Einspeisevergütungen abgesichert sind, wird ein hoher operativer Gewinn und Cashflow erwirtschaftet. Daher mutet es etwas erstaunlich an, dass die Aktie bei einem Kurs von aktuell nur noch 1,15 Euro rund 40 Prozent unter dem Eigenkapital je Anteilsschein notiert.
Eventuell besteht unter den Anlegern noch Unsicherheit, wann das Unternehmen die Ausschüttungen deutlich hochfahren wird. Der neue Vorstand hatte diese Frage im April zunächst vertagt, um zu klären, inwiefern in der Vergangenheit bereits gesicherte Projekte noch umgesetzt oder andernfalls gegebenenfalls veräußert werden sollen.
Für die Investoren ist das zweifelsohne eine zentrale Frage. Spätestens mit dem Halbjahresbericht, der am 21. August ansteht, dürfte es dazu neue Infos geben. Dann bietet sich auch eine neue Chance für eine Trendwende der Aktie, die aktuell darum kämpft, den Boden bei 1,15 Euro zu verteidigen (aktien-globlal.de, erstellt 08.07.26, 10:12 Uhr, veröffentlicht 08.07.26, 10:14 Uhr, bitte beachten Sie unseren Disclaimer zu potenziellen Interessenkonflikten: https://www.aktien-global.de/impressum/).
Originalmeldung: https://www.aktien-global.de/news-cov/newscov_clearvise/clearvise_erstaunlicher_abschlag-24360/


