DJ ÜBERBLICK am Abend/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires.
IWF ändert Wachstumsprognosen kaum
Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat seine Prognosen für das Wachstum der Weltwirtschaft im laufenden und kommenden Jahr kaum geändert, wobei es auf Länderebene einige Verschiebungen gab. Wie der IWF in einer Aktualisierung seines im April veröffentlichten Weltwirtschaftsausblicks mitteilte, rechnet er für 2026 mit einem Anstieg des globalen Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 3,0 (April-Prognose: 3,1) und für 2027 mit 2,4 (3,2) Prozent Wachstum. Das US-BIP soll laut IWF-Prognose in den beiden Jahren um 2,3 (2,3) und 2,2 (2,1) Prozent steigen, Chinas um 4,6 (4,4) und 4,1 (4,0), Japans um 0,6 (0,7) und 0,7 (0,6) Prozent und das des Euroraums um 0,9 (1,1) und 1,2 (1,2) Prozent. Für Deutschland prognostiziert der IWF BIP-Anstiege von 0,7 (0,8) und 1,0 (1,2) Prozent, für Frankreich 0,6 (0,9) und 0,9 (0,9) Prozent, für Italien 0,5 (0,5) und 0,6 (0,5) Prozent und für Spanien 2,1 (2,3) und 1,8 (1,8) Prozent.
APP/PEPP-Anleihebestände der EZB sinken im Mai um 38 Mrd Euro
Der Bestand an Anleihen, die von der Europäischen Zentralbank (EZB) im Rahmen der Kaufprogramme APP und PEPP erworben wurden, hat sich im Mai weiter verringert. Wie aus Daten von der EZB-Website hervor geht, sank der Bestand an APP-Anleihen gegenüber dem Vormonat um 26 Milliarden Euro auf 2.147 Milliarden Euro und der an PEPP-Anleihen um rund 12 Milliarden auf 1.394 Milliarden Euro. Die Bestände sinken in dem Maße, wie Papiere fällig werden.
US-Rohöllagerbestände wider Erwarten gestiegen
Die Rohöllagerbestände in den USA haben sich in der Woche zum 3. Juli wider Erwarten ausgeweitet. Sie stiegen nach Angaben der staatlichen Energy Information Administration (EIA) um 2,998 Millionen Barrel gegenüber der Vorwoche. Von Dow Jones Newswires befragte Analysten hatten dagegen einen Rückgang um 1,4 Millionen Barrel vorhergesagt. In der Vorwoche hatten sich die Lagerbestände um 3,775 Millionen Barrel reduziert. Die Benzinbestände nahmen nach EIA-Angaben um 1,904 Millionen Barrel ab. Analysten hatten ein Minus von 1,3 Millionen Barrel erwartet, nachdem die Vorräte in der vorangegangenen Woche um 2,333 Millionen gesunken waren.
US-Großhandelsbestände im Mai leicht gestiegen
Die Lagerbestände des US-Großhandels sind im Mai leicht gestiegen, wie das US-Handelsministerium am Mittwoch mitteilte. Die Bestände in den Großhandelslagern stiegen im Mai um 0,1 Prozent auf 941,8 Milliarden US-Dollar. Von The Wall Street Journal befragte Analysten hatten einen Anstieg von 0,3 Prozent erwartet. Die Umsätze der Großhändler stiegen im Mai gegenüber dem Vormonat um 3,4 Prozent auf 817,4 Milliarden Dollar. Das Verhältnis von Lagerbeständen zu Umsätzen lag bei 1,15, nach 1,31 ein Jahr zuvor.
Trump unterstützt ukrainische Angriffe tief im Landesinneren Russlands
US-Präsident Donald Trump unterstützt nach eigenen Worten die Angriffe der Ukraine tief im russischen Territorium. Er nannte dies während eines Treffens mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj auf dem Nato-Gipfel in Ankara in der Türkei eine Eskalation, die helfen könnte, den Krieg zu beenden. Diese Äußerungen stellen Trumps bisher stärkstes Lob für die militärische Strategie der Ukraine dar, und versetzen den Bemühungen Russlands, Trump bei den Gesprächen zur Beendigung des Krieges auf seiner Seite zu halten, einen schweren Schlag.
Sanchez nennt Spaniens Beziehungen zu den USA "sehr positiv"
Die Beziehungen Spaniens zu den USA sind nach den Worten von Ministerpräsident Pedro Sanchez "sehr positiv". "Spanien ist ein Land, das immer daran arbeitet, stärkere Beziehungen zu seinen Verbündeten aufzubauen", sagte Sanchez am Mittwoch vor Journalisten auf dem Nato-Gipfel in Ankara. Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump Spanien während eines Gesprächs mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte scharf angegriffen. Die spanische Regierung hatte sich in diesem Jahr geweigert, dem US-Militär die Nutzung ihrer Stützpunkte oder ihres Luftraums für Flüge im Zusammenhang mit dem Iran-Krieg zu gestatten. Trump sagte damals, er werde den Handel mit der viertgrößten Volkswirtschaft der Eurozone einstellen. Diese Drohung wiederholte er am Mittwoch.
ADB - Asiatische Volkswirtschaften wegen Spannungen im Nahen Osten noch nicht über den Berg
Die asiatischen Volkswirtschaften sind nach Einschätzung der Asiatischen Entwicklungsbank (ADB) noch nicht über den Berg. Ein Wiederaufflammen der Spannungen im Nahen Osten drohe die Hoffnung zunichte zu machen, dass das Risiko eines Energieschocks zurückgegangen sei. Das multilaterale Institut mit Sitz in Manila hat seine Prognose für die Entwicklungs- und Schwellenländer Asiens und des Pazifikraums gesenkt. Es erwartet nun für dieses Jahr ein regionales Wachstum von 4,9 Prozent gegenüber den zuvor prognostizierten 5,1 Prozent und liegt damit deutlich unter dem im Jahr 2025 verzeichneten Tempo von 5,5 Prozent.
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July 08, 2026 13:00 ET (17:00 GMT)
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