DJ PRESSESPIEGEL/Zinsen, Konjunktur, Kapitalmärkte, Branchen
Die wirtschaftsrelevanten Themen aus den Medien, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.
INSOLVENZEN - Es wird in Deutschland immer schwerer, für insolvente Unternehmen neue Investoren zu finden. Von den Unternehmen, die 2025 Insolvenz beantragt haben, konnten im ersten Halbjahr 2026 nur gut 30 Prozent gerettet werden. Das zeigen Zahlen der Restrukturierungsberatung Falkensteg, die dem Handelsblatt vorliegen. Vor fünf Jahren lag diese Rettungsquote noch bei 57 Prozent. "Die Überlebenschance eines insolventen Großunternehmens hat sich halbiert", sagt Jonas Eckhardt, Managing Partner von Falkensteg. (Handelsblatt)
KFW - Für die Bundesregierung ist die staatliche Förderbank Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) ein wichtiger Bestandteil ihres jüngst vorgestellten Reformpakets. In den Jahren 2027 und 2028 soll das Förderinstitut jeweils 500 Millionen Euro aus seinen Gewinnen an den Bundeshaushalt abführen. Das ist Teil der Gegenfinanzierung für die von der Koalition geplanten Steuerentlastungen. Für die KfW ist das nicht nur ein Novum, der Schritt stößt womöglich auch auf rechtliche Hürden. Denn was die KfW darf und was nicht, regelt sehr konkret das "Gesetz über die Kreditanstalt für Wiederaufbau". Und darin steht in Paragraf 10 bislang: "Eine Gewinnausschüttung findet nicht statt." (Handelsblatt)
TRANSATLANTISCHER DATENVERKEHR - Führende Wirtschaftsverbände warnen nach einem Urteil des Obersten Gerichts der USA vor erheblichen Risiken für den transatlantischen Datenverkehr. Unternehmen benötigten verlässliche rechtliche Rahmenbedingungen. Mit dem US-Urteil sei das nicht mehr gewährleistet, sagte der Präsident des Außenhandelsverbands BGA, Dirk Jandura, dem Handelsblatt. "Die potenziellen Zugriffsrechte der US-amerikanischen Administration erhöhen nun das Risiko für Unternehmen. Diese Unsicherheit ist schlecht für unsere Wirtschaft." Der Supreme Court hatte Ende Juni die Unabhängigkeit der US-Aufsichtsbehörde FTC faktisch beendet. Künftig kann der Präsident die FTC-Kommissare ohne besonderen Grund entlassen. Die Behörde spielt eine zentrale Rolle beim EU-US-Datenabkommen. Die EU-Kommission hatte die Erlaubnis für den Datentransfer in die USA unter anderem auf die Unabhängigkeit der FTC gestützt. (Handelsblatt)
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July 09, 2026 00:25 ET (04:25 GMT)
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