DJ ÜBERBLICK am Morgen/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires.
Nachfrage aus Drittländern stützt deutsche Ausfuhren im Mai
Die deutschen Ausfuhren haben sich im Mai deutlich besser als erwartet entwickelt, was vor allem an einer höheren Nachfrage aus Drittländern lag. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte, stiegen die Exporte gegenüber dem Vormonat um 0,9 Prozent und lagen um 6,1 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten einen monatlichen Rückgang um 0,6 Prozent prognostiziert. Die Importe sanken um 2,5 Prozent, erwartet worden war ein Minus von nur 0,7 Prozent. Die saisonbereinigte Handelsbilanz wies einen Überschuss von 19,1 Milliarden Euro auf. Im April waren es 14,7 Milliarden gewesen und im Mai des Vorjahres 18,8 Milliarden. In Drittstaaten wurden Waren im Wert von 59,6 Milliarden Euro exportiert und es wurden Waren im Wert von 59,4 Milliarden Euro aus diesen Staaten importiert. Gegenüber April stiegen die Exporte in die Drittstaaten um 3,6 Prozent und die Importe von dort sanken um 2,6 Prozent.
Fed-Protokoll: Notenbanker zunehmend besorgt wegen Inflationsaussichten
Bei der jüngsten Sitzung der US-Notenbank waren sich die Geldpolitiker weitgehend einig: Die Zinssätze müssten angehoben werden, wenn die Inflation in diesem Jahr erhöht bleibt. Gründe dafür könnten der Krieg im Nahen Osten, Zölle oder eine starke Nachfrage durch den KI-getriebenen Investitionsboom sein. Gleichzeitig waren die meisten Notenbanker der Ansicht, dass die Fed die Zinsen auf dem aktuellen Niveau belassen oder letztendlich senken könnte, falls der Inflationsdruck relativ bald nachlässt, wie aus dem am Mittwoch veröffentlichten Protokoll der Sitzung hervorgeht. Das mit einer Verzögerung von drei Wochen veröffentlichte Protokoll zeigte eine wachsende Sorge über die Inflationsaussichten. Mehr Notenbanker wiesen auf starke Unternehmensinvestitionen durch den KI-Ausbau als eine neue Kraft hin, die den Preisdruck aufrechterhalten könnte. "Einige Teilnehmer merkten an, dass der Preisdruck auf breiterer Basis stattfindet, wobei ein großer Teil der Waren und Dienstleistungen ... erhebliche Anstiege verzeichnet", hieß es im Fed-Protokoll.
Chinas Erzeugerpreisinflation beschleunigt sich
Die Erzeugerpreisinflation in China hat sich im Juni beschleunigt und damit die Markterwartungen erfüllt. Die Preise zogen den vierten Monat in Folge an, während sich der Anstieg der Verbraucherpreise abschwächte. Der Erzeugerpreisindex stieg im Juni um 4,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr, nach einem Anstieg von 3,9 Prozent im Mai, wie das Nationale Statistikbüro mitteilte. Der Wert entsprach der von Ökonomen in einer Umfrage des Wall Street Journal erwarteten Zunahme von 4,1 Prozent. Auf Monatsbasis habe sich der Index jedoch abgeschwächt, da die weltweiten Ölpreise nachgegeben hätten, so das Statistikbüro. Chinas Erzeugerpreise sanken im Juni gegenüber Mai um 0,3 Prozent, nach einem Anstieg von 0,5 Prozent im Vormonat. Unterdessen stieg Chinas Verbraucherpreisindex im Juni um 1,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr, nach einem Anstieg von 1,2 Prozent im Mai. Die befragten Ökonomen hatten mit einem Anstieg von 1,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr gerechnet.
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July 09, 2026 03:00 ET (07:00 GMT)
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