Berlin (ots) -
Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hält die Stärkung der Natürlichen Infrastruktur für dringend geboten, kritisiert den gleichnamigen Gesetzentwurf aber als unzureichend. Anstatt Wäldern, Mooren, Flussauen und Schutzgebieten bei politischen Entscheidungen mehr Gewicht zu geben, werden vorgesehene Schutzverbesserungen durch zahlreiche Ausnahmen wieder abgeschwächt. Hinzu kommt: Nach monatelanger Abstimmung zwischen den Ressorts der Bundesregierung wurde Ländern und Verbänden eine Frist zur Stellungnahme von gerade einmal 2,5 Tagen eingeräumt.
Dazu Sascha Müller-Kraenner, DUH-Bundesgeschäftsführer:
"Deutschland braucht nicht nur Straßen, Brücken und Schienen, sondern auch intakte Wälder, Moore und Flussauen. Sie speichern Wasser, schützen Menschen vor Hitze, Dürren und Überschwemmungen und sind damit zentrale Infrastruktur in der Klimakrise. Nach dem Infrastrukturzukunftsgesetz, mit dem neue Autobahnen ohne Rücksicht auf Verluste durch Moore und Wälder gebaut werden dürfen, braucht es jetzt ein echtes Gegengewicht für Natur- und Klimaschutz. Wenn die Bundesregierung das überragende öffentliche Interesse für Naturflächen zwar endlich einführt, aber nur für wenige strenge Schutzgebietskategorien, und dies noch im selben Atemzug mit zahlreichen Ausnahmetatbeständen durchlöchert, hat sie nichts verstanden. Das zeigt auch die unangemessen kurze Frist zur Verbändebeteiligung. Wir fordern die Bundesregierung auf, das Gesetz so nachzuschärfen, dass es seinen Namen auch verdient."
Pressekontakt:
Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer
0160 90354509, mueller-kraenner@duh.de
DUH-Newsroom:
030 2400867-20, presse@duh.de
www.duh.de
Original-Content von: Deutsche Umwelthilfe e.V., übermittelt durch news aktuell
Originalmeldung: https://www.presseportal.de/pm/22521/6311083
Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hält die Stärkung der Natürlichen Infrastruktur für dringend geboten, kritisiert den gleichnamigen Gesetzentwurf aber als unzureichend. Anstatt Wäldern, Mooren, Flussauen und Schutzgebieten bei politischen Entscheidungen mehr Gewicht zu geben, werden vorgesehene Schutzverbesserungen durch zahlreiche Ausnahmen wieder abgeschwächt. Hinzu kommt: Nach monatelanger Abstimmung zwischen den Ressorts der Bundesregierung wurde Ländern und Verbänden eine Frist zur Stellungnahme von gerade einmal 2,5 Tagen eingeräumt.
Dazu Sascha Müller-Kraenner, DUH-Bundesgeschäftsführer:
"Deutschland braucht nicht nur Straßen, Brücken und Schienen, sondern auch intakte Wälder, Moore und Flussauen. Sie speichern Wasser, schützen Menschen vor Hitze, Dürren und Überschwemmungen und sind damit zentrale Infrastruktur in der Klimakrise. Nach dem Infrastrukturzukunftsgesetz, mit dem neue Autobahnen ohne Rücksicht auf Verluste durch Moore und Wälder gebaut werden dürfen, braucht es jetzt ein echtes Gegengewicht für Natur- und Klimaschutz. Wenn die Bundesregierung das überragende öffentliche Interesse für Naturflächen zwar endlich einführt, aber nur für wenige strenge Schutzgebietskategorien, und dies noch im selben Atemzug mit zahlreichen Ausnahmetatbeständen durchlöchert, hat sie nichts verstanden. Das zeigt auch die unangemessen kurze Frist zur Verbändebeteiligung. Wir fordern die Bundesregierung auf, das Gesetz so nachzuschärfen, dass es seinen Namen auch verdient."
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