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MÄRKTE ASIEN/Uneinheitlich - Stimmung im Handelsverlauf etwas aufgehellt

DJ MÄRKTE ASIEN/Uneinheitlich - Stimmung im Handelsverlauf etwas aufgehellt

Von Steffen Gosenheimer

DOW JONES--Die Aktienmärkte in Ostasien haben am Donnerstag uneinheitlich tendiert. Der Grundtenor war dabei positiv, die Indizes erholten sich im Handelsverlauf auf breiter Front von ihren Tagestiefs, wobei insbesondere Technologieaktien nach ihrem Ausverkauf am Vortag wieder gesucht waren. Die jüngste Eskalation im Iran-Krieg wurde gut weggesteckt, nachdem US-Präsident Trump den Waffenstillstand zwischen den USA und dem Iran als aus seiner Sicht beendet bezeichnet hatte. Dazu hatten die USA, wie von Trump angekündigt, erneut Ziele in Iran angegriffen, um die Fähigkeit Teherans einzuschränken, den Schiffsverkehr in der Straße von Hormus zu beeinträchtigen.

Stützend hatten von Beginn an die Vorgaben der Wall Street gewirkt, wo die Tendenz insgesamt behauptet war. Dazu kam, dass die Ölpreise nach dem Aufwärtsschub am Vortag im Bereich um 79 Dollar erst einmal zum Stillstand kamen und im Handelsverlauf sogar etwas nachgaben. Brent-Öl kostete zuletzt unter 78 Dollar. Hilfreich war außerdem, dass das am Vorabend veröffentlichte Protokoll der jüngsten US-Notenbanksitzung kein Störfeuer für die Zinserwartungen brachte. Die Geldpolitiker waren sich weitgehend einig, die Zinsen zunächst auf dem aktuellen Niveau zu belassen und sie aber auch senken zu können, falls der Inflationsdruck nachlasse.

In Tokio stieg der Topix um 0,4 Prozent, in Seoul, wo es am Vortag steil nach unten gegangen war, erholte sich der Kospi um 0,6 Prozent. In Hongkong, am Vortag noch sehr fest, lag der HSI im Späthandel 0,7 Prozent zurück, der Shanghai-Composite legte dagegen nach einer Schlussrally um 1,7 Prozent zu. Im australischen Sydney gab der S&P/ASX-200 um 0,3 Prozent nach.

Neue Preisdaten aus China waren weitgehend wie erwartet ausgefallen. Der Erzeugerpreisindex stieg im Juni um 4,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr und beschleunigte sich damit gegenüber dem Anstieg von 3,9 Prozent im Mai. Der Verbraucherpreisindex legte lediglich um 1,0 Prozent zu, nach 1,2 Prozent im Mai. Er blieb damit unter der Konsensschätzung von 1,2 Prozent, was laut manchen Marktteilnehmern Spekulationen über konjunkturelle Stützungsmaßnahmen schürte. Zhiwei Zhang, Ökonom bei Pinpoint Asset Management, sagte, der Markt warte auf politische Signale von der Sitzung des Politbüros am Ende des Monats bezüglich möglicher politischer Maßnahmen zur Stabilisierung der Binnennachfrage.

Bei den seit Wochen im Fokus stehenden Halbleiteraktien berichteten Marktteilnehmer von einer selektiveren Vorgehensweise angesichts verbreiteter Bedenken über vielfach zu hohe Bewertungen. In Seoul erholten sich Samsung Electronics leicht um 0,2 Prozent, nachdem am Vortag eine Verneunzehnfachung des operativen Gewinns Zweifel an der Nachhaltigkeit der KI-Gewinne nicht hatte ausräumen können und der Kurs deutlich gesunken war. Für SK Hynix ging es um 5,3 Prozent nach oben. Berichten zufolge sollen die für das Zweitlisting in den USA angeboten Aktien im Wert von 28 Milliarden Dollar um mehr als das siebenfache überzeichnet sein.

In Hongkong verteuerten sich Hua Hong um weitere 8,7 Prozent. Auch andere am Vortag sehr feste Branchenwerte legten weiter zu, beispielsweise in Shanghai Brite um 1,8 Prozent. Chinesische Speicherchipaktien hatten am Mittwoch stark zugelegt, angetrieben von einem Bericht, wonach Apple Speicherchips eines führenden heimischen Anbieters für in China verkaufte Geräte testet. Das schürte trotz US-Technologiebeschränkungen die Hoffnung auf die Lieferkette der chinesischen Halbleiterindustrie.

In Tokio gaben Softbank Group minimal nach, während Renesas um gut 3 und Advantest um 5,9 Prozent zulegten. Der Kurs des Chipzulieferers Murata erholte sich um 5,0 Prozent. Für Kioxia ging es um 8,3 Prozent nach oben, nachdem Bain Capital bestätigt hatte, seine Beteiligung an dem Flash-Speicher-Hersteller verkauft zu haben.

INDEX            zuletzt +/- %   % YTD Handelsschluss 
S&P/ASX 200 (Sydney)    8.762,50  -0,3    +0,6      08:00 
Topix 500 (Tokio)     3.146,16  +0,4   +18,3      08:00 
Kospi (Seoul)       7.291,91  +0,6   +73,0      08:30 
Hang-Seng (Hongkong)   24.034,19  -0,7    -6,2      10:00 
Shanghai-Composite     4.036,59  +1,7    +1,7      09:00 
Straits-Times (Singapur)  5.432,23  +1,2   +16,9      11:00 
IDX Comp. (Indonesien)   5.885,43  +0,2   -31,9      10:00 
KLCI (Malaysia)      1.679,20  -0,3    -0,1      10:00 
 
 
DEVISEN           zuletzt +/- %   00:00    Mi, 10:16 % YTD 
EUR/USD           1,1435  +0,2   1,1414     1,1412  -2,6 
EUR/JPY           185,65  +0,0   185,61     185,30  +0,9 
EUR/GBP           0,8521  -0,1   0,8526     0,8544  -2,2 
USD/JPY           162,32  -0,2   162,58     162,36  +3,6 
USD/KRW          1.511,20  +0,4  1.504,85    1.509,00  +4,9 
USD/CNY           6,7957  -0,1   6,8025     6,7965  -2,8 
USD/CNH           6,7993  -0,1   6,8062     6,8027  -2,5 
USD/HKD           7,8372  -0,0   7,8392     7,8404  +0,7 
AUD/USD           0,6935  +0,1   0,6928     0,6918  +3,9 
NZD/USD           0,5725  +0,5   0,5699     0,5702  -0,5 
BTC/USD          62.850,57  +1,3 62.073,73    62.672,08 -28,3 
 
 
ROHOEL           zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex           73,38  -0,2   -0,14      73,52 
Brent/ICE           77,79  -0,3   -0,23      78,02 
 
 
Metalle           zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold            4.103,41  +0,7   27,09    4.076,32 
Silber            59,04  +1,3    0,75      58,30 
Platin           1.608,86  +1,9   30,61    1.578,25 
 
(Angaben ohne Gewähr) 
 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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July 09, 2026 03:32 ET (07:32 GMT)

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