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DroneShield bringt neue Software, holt sich einen Ex-Admiral in den Aufsichtsrat und hofft auf Milliardenaufträge der NATO, doch an der Börse sieht die Welt gerade eher etwas ganz anders aus. Der Kurs ist vom Hoch aus betrachtet recht tief gefallen und ausgerechnet jetzt zeigt der Chart ein Signal, das Anleger nicht erfreulich dreinschauen lässt. Gleichzeitig deutet ein anderer Indikator auf genau das Gegenteil hin. Was bedeuten diese Widersprüchlichkeiten für die Aktie? Wir schauen genauer für Sie hin.
Aktuelle Lage
DroneShield treibt seinen Wandel vom Hardware- zum Softwareanbieter weiter voran. Das jüngste Update für die Drohnenabwehr soll schneller, präziser und auch offline nutzbar sein. Genau solche Dinge und Innovationen fragen Militärs derzeit verstärkt nach, gerade mit Blick auf die neuen NATO-Milliarden für die Drohnenabwehr. Auch personell rüstet das Unternehmen auf und verstärkt mit einem ehemaligen Konteradmiral den Aufsichtsrat. Trotzdem bleibt die Stimmung an der Börse eher verhalten bis leicht negativ. Der Kurs notiert weit unter seinem alten Hoch bei 3,87 Euro - aktuell bei um die 1,44 Euro. Die noch laufenden Ermittlungen der australischen Aufsichtsbehörde sorgen zusätzlich für Unsicherheit bei den Anlegern. Aber auch bei den Zahlen zeigt sich der Umbau. Im ersten Quartal kamen bereits einige Millionen australische Dollar aus dem Software-Geschäft, ein noch kleiner, aber wachsender Teil vom Gesamtumsatz. Bis Ende des Jahrzehnts soll dieser Anteil deutlich steigen. Dazu kommt eine ganz gute Kassenlage, denn das Unternehmen ist auch schuldenfrei und sitzt auf einem soliden Barmittelpolster. Das sollte Spielraum für die nächsten Schritte geben. Kritiker merken an, dass ein möglicher Großauftrag im dreistelligen Millionenbereich weiterhin nur eine Option und noch kein fester Vertrag ist. Also alles nur Auftrags-Fantasie, die noch in reale Umsätze und Gewinne münden soll.

Charttechnik
Genau hier wird es jetzt interessant, denn wie schon in der Einleitung erwähnt gibt es ein charttechnisches Signal, nämlich dass der 50-Tage-Durchschnitt von oben nach unten durch den 200-Tage-Durchschnitt gerutscht ist. Charttechniker nennen das ein Todeskreuz, meist ein eher düsteres Signal. Gleichzeitig steht aber der RSI bei etwa 30. Das gilt klassisch als überverkauft, bzw. am Beginn der Zone zur Überverkauftheit und spricht eigentlich für eine Gegenbewegung nach oben. Zwei Signale, zwei Richtungen. Genau das macht die aktuelle Lage so unübersichtlich. Rutscht der Kurs weiter ab, wäre eine Marke um 1 Euro wohl das nächste realistische Ziel. Gelingt dagegen der Rebound, könnten 2 bis 2,50 Euro wieder in Reichweite rücken.
Was tun?
Fundamental hat DroneShield durchaus etwas zu bieten: wachsendes Software-Geschäft, solide Barmittel und ein Markt, der durch geopolitische Spannungen strukturell wächst. Die jüngsten Nachrichten rund um die NATO-Programme und neue Aufträge stützen diese Story. Die Charttechnik allerdings sendet gemischte Signale, und die laufenden Untersuchungen belasten das Vertrauen. Wer nicht investiert ist, kann die Aktie beobachten und auf ein klareres Signal warten. Neueinsteiger sollten generell etwas an Geduld mitbringen und die Entwicklung um die wichtigen Marken erst abwarten, bevor sie eine Entscheidung treffen.
Autor: Felix Goldbach, FinanzNachrichten-Redaktion
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