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MÄRKTE EUROPA/Moderate Erholung - Schott legen mit Ausblick stark zu

DJ MÄRKTE EUROPA/Moderate Erholung - Schott legen mit Ausblick stark zu

DOW JONES--Lediglich mit leichten Gewinnen zeigen sich die europäischen Aktienmärkte am Donnerstagmittag nach dem Kursrutsch am Vortag. Der DAX erhöht sich um 0,1 Prozent auf 24.932 Punkte, nachdem er im Verlauf schon bis auf 25.104 Punkte gestiegen war. Damit stabilisiert sich der Index nur nach den starken Vortagesverlusten. Der Euro-Stoxx-50 steigt um 0,6 Prozent auf 6.242 Punkte. Hier führen die Sektoren Financials (+1,0%) und Technologie (+0,9%) die Gewinnerliste an.

Die Ölpreise zeigen sich volatil. Nach einem zwischenzeitlichen Rückgang steigt der Preis für ein Barrel der Sorte Brent nun wieder um 1,0 Prozent auf 78,78 Dollar. Die USA griffen in der Nacht zwar wieder Ziele im Iran an, US-Präsident Trump dämpfte am Vortag allerdings seine Aussagen zum Ende eines Waffenstillstands ab und sprach davon, keine vollständige Wiederaufnahme des Krieges zu planen. Der europäische Energie-Sektor legt um weitere 0,5 Prozent zu.

Händler sprechen davon, dass die Märkte die fragile Lage im Nahen Osten davor viel zu selbstgefällig behandelt hätten. Neue Risiken gebe es nicht, mit dem Kursrutsch am Vortag seien nur die schon immer bestehenden Risiken wieder realistisch bewertet worden.

Inflation steht neben dem Ölpreisanstieg auch mit dem Fed-Protokoll im Fokus. Es zeigte eine geteilte Meinung der Notenbanker zu weiteren Zinserhöhungen. Von der Societe Generale heißt es, das Protokoll deute auf eine restriktive Haltung der Notenbank hin. Dennoch sei eine unmittelbare Zinserhöhung im Juli angesichts des schwächeren US-Arbeitsmarktberichts für Juni weniger wahrscheinlich.

Wichtige Konjunkturdaten stehen nicht an. Die Europäische Zentralbank (EZB) veröffentlicht nach der Fed ihr Protokoll von der vergangenen Sitzung Mitte Juni, in den USA werden die wöchentlichen Erstanträge vorgelegt.

Im Fokus des Marktes steht Volkswagen (-0,5%) mit ihrer Aufsichtsratsitzung. Der Konzern plant einem Zeitungsbericht zufolge weitreichende Sparmaßnahmen. Diese werde der Vorstand dem Aufsichtsrat auf seiner Sitzung am heutigen Nachmittag vorlegen, darunter die Streichung von mehr als 70.000 Stellen und die Schließung bzw. das Auslaufen von vier Konzern-Werken, berichtet die Wirtschaftswoche unter Berufung auf Insider.

Beim Optiker Fielmann werden die Ergebnisse für das zweite Quartal als ordentlich bezeichnet. Nur der Ausblick sei einen Tick gedämpfter ausgefallen wegen der schlechten Verbraucherstimmung in Deutschland. Die Aktien reduzieren sich um 1,1 Prozent. Positiv kommt dagegen die erhöhte Prognose für das Geschäftsjahr von Schott Pharma an. Hier wird mit einem höheren Umsatz und erhöhter Marge gerechnet. Dazu kommt noch eine Hochstufung durch RBC Capital. Der Kurs springt um 13,2 Prozent nach oben. Leicht positiv werden die Geschäftszahlen von Südzucker (+0,5%) aufgenommen.

Beim schweizerischen Schokoladenhersteller Barry Callebaut sieht es durchwachsen aus: Die vorausgegangene Explosion der Schokoladenpreise hat den Absatz auf Jahressicht deutlich fallen lassen. Ein Lichtblick war aber das jüngste Quartal mit einer leichten Erholung. Die Aktien geben um 1,0 Prozent nach.

Gesucht sind die Aktien der Windkraftanlagenhersteller. Nordex steigen um 5,7 Prozent, Vestas um 2,1 Prozent und Siemens Energy um 2,4 Prozent. Kurstreiber ist der überraschend starke Auftragseingang bei Nordex. Analysten wie von Berenberg und der Citi loben ihn und betonen, die Aufträge lägen über den Konsenserwartungen - und das bei gleichzeitig stabilen Preisen.

Für die Titel von Deutz geht es um 3,3 Prozent aufwärts. Der Motorenhersteller übernimmt die FFG Flensburger Fahrzeugbau Gesellschaft vollständig und verschafft sich damit Zugang zum Geschäft mit kompletten Militärfahrzeugen. Der Kaufpreis liegt bei 1,6 Milliarden Euro und soll zum Teil in neuen Aktien beglichen werden.

Auch Umstufungen sorgen für Bewegung: Bei Siltronic hat Exane BNP das Rating auf "Outperform" nach "Neutral" erhöht. Zusammen mit der marktbreiten Erholung europäischer Chip-Aktien springen die Titel daher um 13,5 Prozent nach oben. Für die Papiere der Erste Group geht es 3,5 Prozent nach oben, nachdem die Aktien mit "Kaufen" durch Goldman Sachs aufgenommen wurden.

=== 
INDEX          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50      6.241,86  +0,6   36,95    6.204,91    7,8 
Stoxx-50        5.351,45  +0,0    1,93    5.349,52    8,8 
DAX          24.932,17  +0,1   34,72    24.897,45    1,8 
MDAX          31.675,46  +0,5   159,11    27.039,42    3,5 
TecDAX         3.761,87  +0,4   15,93    3.091,28    3,9 
SDAX          18.018,35  +0,5   96,83    13.062,07    4,9 
FTSE          10.418,23  -0,7   -70,81    10.489,04    4,9 
CAC           8.281,02  +0,3   28,36    8.252,66    1,6 
SMI          14.178,35  +0,0    4,00    14.174,35    6,9 
ATX           6.430,81  +0,9   54,25    6.376,56    20,7 
 
DEVISEN         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Mi, 17:12 
EUR/USD          1,1424  +0,1   0,0010     1,1414   1,1406 
EUR/JPY          185,62  +0,0   0,0100     185,61  185,5000 
EUR/CHF          0,9226  -0,0  -0,0003     0,9229   0,9228 
EUR/GBP          0,853  +0,1   0,0004     0,8526   0,8532 
USD/JPY          162,45  -0,1  -0,1300     162,58  162,6100 
GBP/USD          1,339  +0,0   0,0004     1,3386   1,3366 
USD/CNY          6,7956  -0,1  -0,0069     6,8025   6,8025 
USD/CNH          6,7993  -0,1  -0,0069     6,8062   6,8088 
AUS/USD          0,693  +0,0   0,0002     0,6928   0,6920 
Bitcoin/USD      62.688,63  +1,0   614,90    62.073,73 61.626,47 
 
ROHÖL          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         74,11  +0,8    0,59      73,52 
Brent/ICE         78,78  +1,0    0,76      78,02 
 
Metalle         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          4.105,32  +0,7   29,00    4.076,32 
Silber           58,89  +1,0    0,60      58,30 
Platin         1.611,42  +2,1   33,17    1.578,25 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/ros/cln

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July 09, 2026 07:32 ET (11:32 GMT)

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Achtung, Korrektur!
Die Börsen laufen heiß. Trotz geopolitischer Krisen und steigender Zinsen klettern viele Indizes weiter Richtung Allzeithoch. Doch unter der Oberfläche zeigen sich erste Risse: Der Abverkauf bei Halbleiter-, KI- und Space-Aktien macht deutlich, wie schnell sich die Stimmung drehen kann.

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