DJ ÜBERBLICK am Mittag/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires.
IEA: Ölnachfrage erholt sich - Eskalation zwischen USA und Iran trübt Ausblick
Die weltweite Ölnachfrage erholt sich nach monatelangen Störungen im Nahen Osten. Ein Wiederaufflammen der Kämpfe zwischen den USA und dem Iran überschattet jedoch den Ausblick, gerade als sich die Märkte auf eine neue Angebotswelle im nächsten Jahr vorbereiteten, wie die Internationale Energieagentur (IEA) mitteilte. Zwar wird für dieses Jahr ein Rückgang des Verbrauchs um 1 Million Barrel pro Tag prognostiziert, doch das Tempo des Rückgangs verlangsamt sich deutlich. Die tägliche Nachfrage fiel im zweiten Quartal um 4,8 Millionen Barrel und soll im dritten Quartal um 1,7 Millionen Barrel sinken, bevor sie in den letzten drei Monaten des Jahres mit einem Anstieg des Verbrauchs um 1,2 Millionen Barrel wieder auf Wachstumskurs zurückkehrt. Die IEA prognostiziert für 2027 einen Nachfrageanstieg von 1,9 Millionen Barrel. Gleichzeitig wird erwartet, dass das weltweite Angebot um rund 7,5 Millionen Barrel zunimmt.
China verbietet vorübergehend den Export von Helium
China hat einen vorübergehenden Exportstopp für Helium beschlossen, um die heimische Lieferkette zu stabilisieren. Das Edelgas ist für die moderne Chipherstellung unerlässlich. Das Verbot von Auslandslieferungen des kritischen Gases gilt mit sofortiger Wirkung, wie das chinesische Handelsministerium und die Zollbehörde am Freitag in einer gemeinsamen Erklärung mitteilten. Die Behörden machten keine Angaben dazu, wann die Beschränkung wieder aufgehoben werden soll. China gilt als großer Importeur von Helium und leidet seit Beginn des Nahostkonflikts unter einer erheblichen Verknappung des Gases. Ein anhaltender Helium-Angebotsengpass bedroht nun die ambitionierte Chipoffensive des Landes.
Deutscher Inlandstourismus im Mai über Vorjahresniveau
Beherbergungsbetriebe in Deutschland haben im Mai 49,2 Millionen Übernachtungen in- und ausländischer Gäste registriert. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte, waren das 3,8 Prozent mehr als im Mai 2025. Die Zahl der Übernachtungen von Gästen aus dem Inland stieg um 4,6 Prozent auf 41,7 Millionen. Die Zahl der Übernachtungen von Gästen aus dem Ausland nahm um 0,5 Prozent auf 7,5 Millionen ab. Im Zeitraum Januar bis Mai 2026 konnten die Beherbergungsbetriebe insgesamt 175,1 Millionen Übernachtungen verbuchen. Damit lag die Übernachtungszahl 1,3 Prozent höher als im Vorjahreszeitraum und 0,4 Prozent über dem bisherigen Rekordwert von 174,4 Millionen Übernachtungen für diesen Zeitraum aus dem Jahr 2024.
Deutsche Baupreise im Mai 5,0 Prozent über Vorjahr
Der Anstieg der Baupreise in Deutschland beschleunigt sich. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte, lagen die Preise für den Neubau konventionell gefertigter Wohngebäude im Mai um 5,0 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Im Februar, dem vorherigen Berichtsmonat der Statistik, hatte der Preisanstieg im Vorjahresvergleich 3,3 Prozent betragen. Gegenüber Februar stiegen die Baupreise im Mai um 2,4 Prozent.
Zahl der Unternehmensinsolvenzen in Deutschland steigt im April
Deutsche Amtsgerichte haben im April 2.276 beantragte Unternehmensinsolvenzen registriert. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, waren das 7,1 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Bei den Ergebnissen ist zu berücksichtigen, dass die Anträge erst nach der ersten Entscheidung des Insolvenzgerichts in die Statistik einfließen. Der tatsächliche Zeitpunkt des Insolvenzantrags liegt in vielen Fällen annähernd drei Monate davor. Von Januar bis April wurden 8.551 beantragte Unternehmensinsolvenzen registriert, 6,7 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.
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July 10, 2026 07:30 ET (11:30 GMT)
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