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Ein Milliardenauftrag aus Kanada katapultiert TKMS in eine neue Größenordnung. Der U-Boot-Spezialist verfügt bereits über prall gefüllte Auftragsbücher und könnte sich nun endgültig als einer der wichtigsten Marineausrüs
TKMS gehört für mich aktuell zu den spannendsten Aktien im europäischen Rüstungssektor. Während viele Anleger vor allem auf Rheinmetall oder Hensoldt schauen, entwickelt sich bei den Kieler U-Boot Spezialisten im Hintergrund eine echte Erfolgsgeschichte.
Der entscheidende Kurstreiber ist die historische Entscheidung aus Kanada. Die kanadische Regierung hat sich für den Kauf von bis zu zwölf U-Booten des Typs 212CD von TKMS entschieden. Damit hat sich das Unternehmen gegen die internationale Konkurrenz durchgesetzt und den größten Auftrag seiner Unternehmensgeschichte an Land gezogen. Je nach Berechnung dürfte das Gesamtvolumen über die kommenden Jahrzehnte ein Vielfaches der bisherigen Großaufträge erreichen.
Für TKMS ist das ein echter Meilenstein. Die neuen U-Boote sollen Kanadas maritime Präsenz im Atlantik, Pazifik und insbesondere in der strategisch immer wichtigeren Arktis stärken. Gleichzeitig setzt Kanada bewusst auf einen NATO-Partner und auf eine Technologie, die bereits von mehreren Bündnisstaaten genutzt wird.
Der Auftrag kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Auftragsbücher ohnehin schon hervorragend gefüllt sind. Bereits vor dem Kanada Deal verfügte TKMS über einen Auftragsbestand von mehr als 20 Milliarden Euro. Durch das neue Großprojekt dürfte die langfristige Visibilität weiter deutlich steigen. Analysten gehen davon aus, dass sich der Auftragsbestand in den kommenden Jahren massiv erhöhen könnte.
Besonders spannend ist dabei die Marktstellung des Unternehmens. TKMS zählt weltweit zu den führenden Anbietern konventioneller U-Boote und profitiert von steigenden Verteidigungsausgaben vieler NATO-Staaten. Die sicherheitspolitische Lage hat dazu geführt, dass zahlreiche Länder ihre Marinekapazitäten ausbauen oder modernisieren. Genau in diesem Umfeld besitzt TKMS eine starke technologische Position.
Natürlich wird die Aktie nach ihrer beeindruckenden Kursentwicklung nicht ohne Schwankungen nach oben laufen. Gewinnmitnahmen sind jederzeit möglich. Der langfristige Investment Case erscheint jedoch stärker denn je. Mit dem Kanada Auftrag hat TKMS eindrucksvoll bewiesen, dass das Unternehmen auch bei den größten internationalen Ausschreibungen erfolgreich bestehen kann.
Für mich bleibt TKMS deshalb einer der interessantesten Profiteure des weltweiten Rüstungsbooms. Der Kanada Auftrag ist nicht nur ein einzelner Großdeal, sondern könnte der Türöffner für weitere internationale Marineprojekte in den kommenden Jahren sein.
Technische Lage:
Nach den fulminanten Nachrichten und dem Ausbruch aus dem mittelfristigen Abwärtstrend gönnt sich die thyssenkrupp Marine Systems-Aktie aktuell eine Verschnaufpause. Die Chartindikatoren haben in der 4H-Ansicht bereits deutlich abgekühlt. In den vergangenen vier Handelstagen setzte der Kurs zurück und testet nun die gleitenden Durchschnitte sowie die Unterstützungszone um 80 Euro.
Genau dort könnte sich die Basis für den nächsten Anlauf nach oben bilden. Sollten die Käufer jetzt zurückkehren, wären auf mittlere Sicht die Hochpunkte im Bereich von 100 Euro die ersten realistischen Kursziele.
Analystenmeinung:
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Enthaltene Werte: DE000TKMS001
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