Der DAX rutscht zum Start in die neue Handelswoche wieder unter die Marke von 25 000 Punkten und muss damit der steigenden geopolitischen Unsicherheit Tribut zollen. Der Krieg im Nahen Osten ist mit dem Abbruch der Verhandlungen und dem Ende der Waffenruhe jetzt als zweiter Risikofaktor neben der Bewertungsfrage der Technologie-Highflyer mit voller Wucht auf das Börsenparkett zurückgekehrt.
Zwar wird weiterhin von der Fortsetzung technischer Verhandlungen gesprochen, doch die Beschüsse von Schiffen und gegenseitigen Angriffe nehmen zu. Die Energiepreise reagieren und die Rohölsorte Brent Crude notiert bei 79 US-Dollar mit steigender Tendenz. In Asien hat sich diese Unsicherheit sowohl in Südkorea als auch in Japan und China durch teilweise heftige Kursverluste bemerkbar gemacht.
Die Aktien der Halbleiterunternehmen SK Hynix und Samsung Electronics gerieten unter starken Verkaufsdruck. Die Gewinnmitnahmen setzen sich auch deshalb fort, weil Anleger befürchten, dass es zu einer erneuten globalen konjunkturellen Abkühlung durch die eingeschränkte Verfügbarkeit der Straße von Hormus kommt.
Auch im DAX liegen kurz vor dem Handelsstart alle Werte bis auf die Deutsche Telekom im Minus. Der heutige Handelstag gibt den Investoren noch einmal die Möglichkeit zum Durchatmen, bis dann ab morgen die US-Berichtssaison mit ihren Indikationen dazwischenfunken wird.
Die heutige Tagesagenda hält zunächst keine nennenswerten Daten parat, und so dürften die Ereignisse im Nahen Osten das Handelsgeschehen bestimmen. Aus technischer Sicht könnte sich der DAX heute in einer Handelsspanne zwischen 24 600 und 25 000 Punkten bewegen.
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