DJ MÄRKTE USA/Leichter - Steigende Ölpreise befeuern Inflationssorgen
DOW JONES--Zum Start in die neue Woche geht es mit den Kursen an den US-Börsen abwärts. Auf dem breiten Markt lastet die neuerliche Eskalation des Iran-Kriegs. US-Streitkräfte haben Ziele im Iran angegriffen, während die iranische Seite Handelsschiffe in der Straße von Hormus beschoss. Daraufhin ziehen die Ölpreise kräftig an, was Inflationssorgen neue Nahrung gibt. Technologiewerte werden zusätzlich belastet von der Sorge, dass die KI-getriebene Rally des Sektors an Schwung verliert. Der Dow-Jones-Index fällt gegen Mittag (Ortszeit New York) um 0,4 Prozent auf 52.414 Punkte. Der S&P-500 gibt um 0,6 Prozent nach. Der Nasdaq-Composite verliert 1,2 Prozent, nachdem Chipwerte in Asien heftige Verluste verzeichnet haben. In Seoul stürzte der technologielastige Kospi um 9 Prozent ab, in die Tiefe gerissen von den beiden Chipriesen Samsung Electronics (-10%) und SK Hynix (-15,4%). Erst am Freitag hatten die ADR von SK Hynix in den USA ein sehr erfolgreiches Börsendebüt gefeiert. Am Montag sacken die ADR von SK Hynix um 8,3 Prozent ab. Im Sektor verlieren Nvidia 2,5, Intel 6,1 und Micron 4,9 Prozent.
Die Ölpreise ziehen an, nachdem der Iran die Straße von Hormus, einen der wichtigsten Öltransportwege, erneut für geschlossen erklärt hat. Aktuell verteuert sich das Barrel Brentöl um 5,2 Prozent auf 79,95 Dollar.
Der Dollar tendiert gut behauptet. Er folgt den Anleiherenditen nach oben, die wiederum von Inflationssorgen und Zinserhöhungserwartungen getrieben werden. Die Zehnjahresrendite klettert um 4 Basispunkte auf 4,61 Prozent. Mit dem Goldpreis geht es deutlicher abwärts; die Feinunze verbilligt sich um 2,8 Prozent. Das Edelmetall werde von den höheren Marktzinsen belastet, sagen Marktteilnehmer. Diese mindern die Attraktivität des zinslos gehaltenen Goldes.
In den Blick rückt allmählich auch die Bilanzsaison zum zweiten Quartal. Am Montag stehen noch keine bedeutenden Unternehmenszahlen auf der Agenda. Schon am Dienstag werden jedoch die US-Großbanken Bank of America, JP Morgan, Wells Fargo, Citigroup und Goldman Sachs Quartalsausweise veröffentlichen. Im Wochenverlauf folgen weitere große US-Unternehmen.
Die Agenda der Konjunkturdaten war am Montag ebenfalls noch leer. Am Dienstag werden die Verbraucherpreisdaten für Juni veröffentlicht. Von ihnen erhoffen sich Anleger Aufschluss über die Geldpolitik der US-Notenbank.
=== INDEX zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag DJIA 52.414,37 -0,4 -222,64 52.637,01 S&P-500 7.531,34 -0,6 -44,05 7.575,39 NASDAQ Comp 25.971,51 -1,2 -310,10 26.281,61 NASDAQ 100 29.357,11 -1,6 -468,00 29.825,11 US-Treasuries Rendite +/- Tageshoch Tagestief 2 Jahre 4,26 +0,05 4,26 4,21 5 Jahre 4,36 +0,05 4,36 4,31 10 Jahre 4,61 +0,04 4,61 4,57 DEVISEN zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Fr, 17:01 EUR/USD 1,1393 -0,2 -0,0020 1,1413 1,1422 EUR/JPY 185,03 +0,3 0,4600 184,57 184,8500 EUR/CHF 0,9261 +0,4 0,0034 0,9227 0,9227 EUR/GBP 0,8518 +0,0 0,0002 0,8516 0,8518 USD/JPY 162,39 +0,4 0,7000 161,69 161,8100 GBP/USD 1,3373 -0,2 -0,0032 1,3405 1,3407 USD/CNY 6,7795 +0,0 0,0029 6,7766 6,7772 USD/CNH 6,7827 +0,0 0,0014 6,7813 6,7820 AUS/USD 0,6929 -0,3 -0,0021 0,695 0,6944 Bitcoin/USD 62.258,87 -3,0 -1.908,38 64.167,25 63.884,99 ROHOEL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag WTI/Nymex 75,09 +5,2 3,68 71,41 Brent/ICE 79,95 +5,2 3,94 76,01 Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Gold 4.006,37 -2,8 -113,71 4.120,08 Silber 57,78 -3,4 -2,06 59,84 Platin 1.610,08 -1,1 -17,31 1.627,39 (Angaben ohne Gewähr) ===
Kontakt: maerkte.de@dowjones.com
DJG/cln/sha
(END) Dow Jones Newswires
July 13, 2026 12:42 ET (16:42 GMT)
Copyright (c) 2026 Dow Jones & Company, Inc.
