DJ MORNING BRIEFING - USA/Asien
TAGESTHEMA I
USA haben die dritte Nacht in Folge Angriffe auf den Iran geflogen. Das U.S. Central Command erklärte, die Angriffe dienten dazu, "den iranischen Streitkräften weiterhin einen hohen Preis abzuverlangen und ihre Fähigkeit zu schwächen, unschuldige Zivilisten und die Handelsschifffahrt in der Straße von Hormus anzugreifen". Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump eine mehrtägige Angriffswelle und eine neue Blockade des iranischen Handels in der Straße von Hormus angekündigt. Kurz bevor die Angriffe am Montag begannen, hatte Trump ferner angekündigt, dass die USA Pickaxe Mountain angreifen würden, eine befestigte, unterirdische Atomanlage, die seit Beginn des Krieges am 28. Februar noch nicht ins Visier genommen wurde.
TAGESTHEMA II
Chinas Exporte sind im Juni stärker gestiegen als erwartet. Sie wuchsen um 27,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit beschleunigte sich das Wachstum gegenüber dem Anstieg von 19,4 Prozent im Mai. Ökonomen hatten 18,0 Prozent geschätzt. Die Exporte von Halbleitern und Computerausrüstung legten um 122 bzw. 53 Prozent zu, was was größtenteils auf höhere Preise zurückzuführen war. Die Importe stiegen um 36,0 Prozent und beschleunigten sich damit gegenüber dem Anstieg von 27,4 Prozent im Mai. Die Konsensprognose lautetet auf 24,5 Prozent. Chinas Handelsüberschuss weitete sich im Juni auf 125,6 Milliarden Dollar aus, nach 105,4 Milliarden im Mai. Das unerwartet starke Importwachstum sollte nicht als Beweis für eine boomende Binnennachfrage gewertet werden, hieß es von den Datenerhebern,m denn höhere Halbleiterpreise hätten eine wichtige Rolle bei der Steigerung der Importwerte gespielt.
AUSBLICK UNTERNEHMEN +
12:45 US/Bank of America Corp, Ergebnis 2Q
12:45 US/JP Morgan Chase & Co, Ergebnis 2Q
12:45 US/Wells Fargo & Co, Ergebnis 2Q
13:30 US/Goldman Sachs Group Inc, Ergebnis 2Q
14:00 US/Citigroup Inc, Ergebnis 2Q
AUSBLICK KONJUNKTUR
- US
14:30 Verbraucherpreise Juni
PROGNOSE: -0,2% gg Vm/+3,8% gg Vj
zuvor: +0,5% gg Vm/+4,2% gg Vj
Verbraucherpreise Kernrate
PROGNOSE: +0,2% gg Vm/+2,8% gg Vj
zuvor: +0,2% gg Vm/+2,9% gg Vj
14:30 Realeinkommen Juni
ÜBERSICHT INDIZES
Dow-Jones 52.498,64 -0,3 S&P-500 7.515,34 -0,8 Nasdaq Composite 25.873,18 -1,6
FINANZMÄRKTE
OSTASIEN (VERLAUF)
Leichter - Ausreißer nach unten ist erneut Seoul, der bisherige Börsenfavorit des Jahres. Der Kospi fällt nach dem gestrigen Einbruch um 9 Prozent um weitere gut 3 Prozent. An den anderen Plätzen fallen die Einbußen deutlich geringer aus. Während an der technologielastigen Börse in Seoul nach dem Höhenflug sein Jahresbeginn auch Gewinnmitnahmen eine Rolle spielen dürften, belasten in der Breite vor allem die auf ein Einmonatshoch nach oben geschossenen Ölpreise, nachdem sich die USA und der Iran im Nahost-Konflikt wieder mit gegenseitigen Angriffen überziehen. Die Lage in der unter anderem für Öltransporte so wichtigen Straße von Hormus ist weiter unklar. Während der Iran sie für nicht passierbar erklärt hat, behaupten die USA, sie sei durchfahrbar, es werde aber eine neue Seeblockade gegen den Iran geben. Zugleich kündigte US-Präsident Trump an, künftig eine Art Schutzgebühr für die Passage von 20 Prozent des Frachtwertes zu verlangen. Gleichzeitig schürten erneute US-Militärschläge gegen den Iran die Angst vor Störungen der weltweiten Rohölversorgung. Mit den wieder gestiegenen Ölpreisen gehen Inflationssorgen und damit wiederum Spekulationen über steigende oder zumindest erhöht bleibende Zinsen einher. Umso gespannter warten die Akteure auf neue US-Inflationsdaten, die später am Tag gemeldet werden. Günstige Konjunkturdaten aus China sorgen in diesem Umfeld für keinen positiven Impuls. Chinas Exporte und Importe sind im Juni deutlich gestiegen und zudem deutlich stärker als erwartet. Unter den Einzelwerten in Seoul geht es für SK Hynix um weitere 5,3 Prozent abwärts. Der Hauptdruck resultiere aus einer Reihe von Herabstufungen der Gewinnprognosen für das zweite Quartal durch verschiedene Brokerhäuser, heißt es im Handel. Dazu komme als zweiter wesentlicher Faktor die strukturelle Bewertungsdifferenz, die durch die ADR-Notierung in den USA am 10. Juli entstanden sei. Das führe dazu, dass inländische Investoren die in Seoul gelisteten Aktien verkauften und in ADRs umschichteten.
WALL STREET
INDEX zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag
DJIA 52.498,64 -0,3 -138,37 52.637,01
S&P-500 7.515,34 -0,8 -60,05 7.575,39
NASDAQ Comp 25.873,18 -1,6 -408,43 26.281,61
NASDAQ 100 29.264,10 -1,9 -561,01 29.825,11
Montag Freitag
Umsatz NYSE (Aktien) 1,15 Mrd 972 Mio
Gewinner 1.222 1.610
Verlierer 1.526 1.143
Unverändert 94 96
Leichter - Die neuerliche Eskalation des Iran-Kriegs sorgte für Verkaufslaune. Vor allem, weil diesmal die Ölpreise wieder mit einem kräftigen Anstieg reagierten, was Inflationssorgen neue Nahrung gab und damit Sorgen vor steigenden Zinsen. Technologiewerte wurden zusätzlich belastet von Bedenken, dass die KI-getriebene Rally an Schwung verliert. AMD verloren 4,2, Intel 6,1 oder Nvidia 3,5 Prozent. In den Blick rückte die Bilanzsaison zum zweiten Quartal, die am Dienstag mit den US-Banken Bank of America, JP Morgan, Wells Fargo, Citigroup und Goldman Sachs startet.
US-ANLEIHEN
US-Treasuries Rendite +/- Tageshoch Tagestief 2 Jahre 4,29 +0,02 4,29 4,27 5 Jahre 4,38 +0,02 4,39 4,37 10 Jahre 4,63 +0,02 4,63 4,61
Die steigenden Ölpreise befeuerten Inflations- und Zinserhöhungserwartungen, was die Renditen am Anleihemarkt steigen ließ.
DEVISEN
zuletzt +/- % 00:00 Mo, 09:12 % YTD EUR/USD 1,1390 +0,1 1,1381 1,1407 -3,0 EUR/JPY 184,87 -0,0 184,88 184,85 +0,5 EUR/GBP 0,8521 -0,0 0,8525 0,8520 -2,2 USD/JPY 162,30 -0,1 162,42 162,02 +3,6 USD/KRW 1.489,00 -0,6 1.497,56 1.501,71 +3,4 USD/CNY 6,7778 -0,0 6,7795 6,7835 -3,1 USD/CNH 6,7801 -0,1 6,7839 6,7842 -2,8 USD/HKD 7,8382 +0,0 7,8375 7,8389 +0,7 AUD/USD 0,6934 +0,3 0,6916 0,6932 +3,9 NZD/USD 0,5792 +0,8 0,5748 0,5766 +0,6 BTC/USD 62.666,02 +0,8 62.149,18 62.808,37 -28,5
Der Dollar folgte den Anleiherenditen nach oben. Der Dollar-Index legte um 0,2 Prozent zu.
++++ ROHSTOFFE +++++
METALLE
zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Gold 4.030,92 +0,8 30,70 4.000,65 Silber 58,24 +1,0 0,60 57,65 Platin 1.611,00 +0,4 6,00 1.605,00
Die steigenden Marktzinsen und der festere Dollar lasteten auf dem Goldpreis. Die Feinunze ermäßigte sich um 3 Prozent auf 3.996 Dollar.
ÖL
zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag WTI/Nymex 79,42 +1,6 1,28 78,14 Brent/ICE 84,21 +1,1 0,91 83,30
Die jüngste Entwicklung im Iran-Krieg, vor allem die neuerliche Schließung der Straße von Hormus durch den Iran, trieb die Ölpreise kräftig nach oben. Der Preis für ein Barrel Brentöl stieg um 5,3 Prozent auf 80,00 Dollar. Im asiatischen Handel am Dienstag bauen die Ölpreise ihre Gewinne noch weiter aus. Brent klettert deutlich über die Marke von 84 Dollar, das höchste Niveau seit einem Monat. US-Präsident Trump hat nicht nur die Seeblockade gegen den Iran wieder in Kraft gesetzt, sondern zugleich angekündigt, für das Geleit nicht iranischer Schiffe durch die Meerenge eine Schutzgebühr zu erwägen.
MELDUNGEN SEIT MONTAG 20.00 UHR
AUSTRALIEN - Konjunktur
Das australische Geschäftsklima hat sich im Juni kräftig erholt, weil geopolitische Spannungen nachließen und die Ölpreise infolgedessen stark fielen. Das Geschäftsklima stieg laut einer monatlichen Unternehmensumfrage der National Australia Bank im Juni gegenüber Mai um 9 Punkte auf einen Wert von minus 5 Punkten. Die Geschäftslage verharrte unterdessen unverändert bei plus 3 Punkten. Insgesamt bleibt der Unternehmenssektor jedoch vor dem Hintergrund eines schleppenden Wirtschaftswachstums, einer erhöhten Inflation und der Gefahr weiterer Zinserhöhungen durch die Reserve Bank of Australia in den kommenden Monaten pessimistisch, wie die Umfrage ergab.
SINGAPUR - Konjunktur
Das Wirtschaftswachstum Singapurs hat sich im zweiten Quartal verlangsamt. Das Bruttoinlandsprodukt stieg um 5,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit lag das Wachstum unter dem revidierten Wert von 6,3 Prozent im ersten Quartal, übertraf aber die Median-Prognose von 5,3 Prozent.
USA - Geldpolitik
Fed-Gouverneur Christopher Waller ist der Ansicht, dass eine Zinserhöhung in Betracht gezogen werden sollte, falls die Inflationsdaten dieser Woche einen andauernd hohen Preisdruck zeigen. Waller gab mit dieser Äußerung sein bisher deutlichstes Signal dafür, dass er eine Zinserhöhung in diesem Sommer unterstützen könnte.
HINWEIS: Dieses Briefing kann Meldungselemente enthalten, die mit Künstlicher Intelligenz automatisch aus der ursprünglich englischen Version ins Deutsche übersetzt wurden. Die englischsprachige Version sollte als die maßgebliche Fassung betrachtet werden.
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July 14, 2026 02:03 ET (06:03 GMT)
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